Vulkan Irazú, Costa Rica

Der Vulkan Irazú ist mit seinen 3.432 Metern der höchste der sechs aktiven Vulkane Costa Ricas - © Isabella Wertschnig / Fotolia
© Isabella Wertschnig / Fotolia

Der Irazú ist der höchste der 6 aktiven Vulkane auf Costa Rica. 3 von seinen 4 Kratern können leicht erreicht werden, in seinem Hauptkrater befindet sich ein giftgrüner Schwefelsee, der bei den Besuchern ein beliebtes Fotomotiv darstellt.

Der Irazú ist mit seinen 3.432 Metern der höchste der sechs aktiven Vulkane Costa Ricas. Der mächtige Berg liegt ziemlich genau in der Mitte des Landes und verdankt seinen Namen der Indianersprache; Iztarú bedeutet „grollender Berg”. Rund um den imposanten Gipfel erstreckt sich ein über 2.000 Hektar großer Nationalpark, der 1955 als erster Nationalpark Costa Ricas gegründet wurde.

Der letzte große Ausbruch des Irazú ereignete sich im Jahr 1963 just zu der Zeit, als der damalige US-Präsident John F. Kennedy auf Staatsbesuch in Costa Rica weilte und der Vulkan somit wie „zur Begrüßung” Asche und Geröll 500 Meter hoch in den Himmel schleuderte.

Unterwegs zum Vulkan Irazú

Der Krater des Irazú ist vergleichsweise leicht zu erreichen. Von Carthago aus, das am Fuß des Vulkans liegt, führt eine etwa 30km lange Straße bis wenige hundert Meter an den größten Krater heran. Seine 300 Meter steilen Wände fallen in einen knapp 1 Kilometer durchmessenden extrem sauren Kratersee ab, der mit seiner gelb-grünen Schwefel-Färbung ein beliebtes Fotomotiv abgibt.

Auf dem Weg nach oben ist der traumhafte Ausblick ins Tal ein ständiger Begleiter. Bei gutem Wetter hat man vom Cerro Alto Grande-Aussichtspunkt die einmalige Möglichkeit, sowohl den Atlantik als auch den Pazifik zu sehen. Je früher man unterwegs ist, desto besser und klarer ist übrigens die Sicht! 3 der 4 Krater sind leicht zugänglich. Neben dem Hauptkrater liegt ein ausgetrockneter 100 Meter tiefer Krater mit einem Durchmesser von etwa 700 Meter. Die übrigen beiden Krater sind noch kleiner, umschlossen von einer riesigen Ebene aus erstarrter Lava.

Üppige Vegetation und eine vielfältige Tierwelt sucht man in dieser verbrannten Steinwüste vergebens, der Astronaut Neil Armstrong nannte den Irazú als jenen Berg, den er am ehesten mit der Mondoberfläche vergleichen würde.

Achtung: Der Irazu ist eine launische Diva – will man den unberechenbarsten Vulkan Costa Ricas bezwingen, muss man gut gerüstet sein. Festes Schuhwerk ist ohnehin ein Muss, aber auch wetterfeste und warme Kleidung ist sehr zu empfehlen. Aufgrund der großen Höhe können die Windböen sehr unangenehm werden, ab 10 Uhr vormittags sammeln sich meist Regenwolken um seinen Gipfel und auch Temperaturschwankungen von bis zu 3°C unter Null können vorkommen. Bei sonnigem Wetter unbedingt Sonnenschutz auftragen!

Tipp: Da der Vulkan nicht nur bei den Touristen sondern auch bei den Einheimischen als Ausflugsziel sehr beliebt ist, ist ein Besuch des Gipfels am Wochenende eher nicht empfehlenswert. Wer die Wahl hat, sollte den mächtigen Berg unter der Woche erkunden.