Braulio Carrillo Nationalpark, Costa Rica

Mit etwas Glück erhascht man im Braulio-Carrillo-Nationalpark in Costa Rica einen Blick auf den prächtigen Göttervogel Quetzal, Costa Rica - © worldwildlifewonder/Shutterstock
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Der Braulio Carrillo Nationalpark liegt nur 30km nordöstlich der Hauptstadt auf Costa Rica und bietet seinen Besuchern Wanderungen auf spektakulären Dschungelpfaden.

Der Braulio Carrillo Nationalpark in Costa Rica liegt etwa 40 Autominuten nordöstlich der Landeshauptstadt San José in der Provinz Heredia. Der 45.000 Hektar umfassende Dschungel wird auch als Lunge von San José bezeichnet. Kein Wunder. 84% der Vegetation bestehen aus üppigem tropischem Regenwald.

Der Nationalpark wurde 1978 gegründet und nach dem dritten costaricanischen Präsidenten Braulio Carrillo benannt.

Unüblicherweise führt die Autobahn Route Nr. 32 mitten durch den Nationalpark und teilt ihn in zwei separate Sektoren, die nicht über Wege miteinander verbunden sind und über eigene Einfahrten verfügen: den Bereich Quebrada Gonzáles und den Bereich Vulkan Barva, benannt nach dem schlafenden Riesen des Nationalparks.

Unterwegs im Braulio Carrillo Nationalpark

Sobald man den dicht befahrenen Verkehrsweg verlässt, findet man sich nach nur wenigen Minuten in einer anderen Welt wieder. Wanderwege führen vorbei an schäumenden Flüssen, tiefen Schluchten, tosenden Wasserfällen, Bäumen mit gigantischen Blättern, bei den Einheimischen die „Sonnenschirme der Armen” genannt, nebeligen Wäldern mit Riesenfarnen und Lianen verhangen, dazwischen flattern Schmetterling und kreischen verschiedene Tiere – kurz: Regenwald-Feeling pur! 500 Vogel- und 70 Schlangenarten sind im Nationalpark heimisch und über 135 Säugetierarten. Zu den größten zählen Jaguar, Tapir, Ameisenbär und Puma.

Es werden keine Führungen vor Ort angeboten, doch aufgrund der optimal beschilderten Wanderwege, den so genannten „senderos”, ist der Braulio Carrillo Nationalpark äußerst einfach auf eigene Faust zu erkunden.

Highlights im Braulio Carrillo Nationalpark

Die Hauptattraktion des zweiten Sektors, der Vulkan Barva, erreicht eine Höhe von 2.900 Metern und ist seit Jahrtausenden inaktiv. 3 verschiedenen Kraterseen können in seinem Massiv besichtigt werden. Eine Wanderung nach oben führt den Naturbegeisterten außerdem durch die verschiedenen Höhen der Vegetation. Auf dem Gipfel angekommen kann auch gecampt werden – wenn frühmorgens der Regenwald aus dem Nebel auftaucht und die Luft herrlich klar ist, weiß man, warum man den imposanten Berg bestiegen hat. Aufgrund der höheren Lage dieses Sektors sind hier mehrere Schichten an Kleidung zu empfehlen. Von Mai bis November sind ergiebige Regenschauer vor allem an den Nachmittagen keine Seltenheit, der trockenste und sonnigste Monat ist März. Der Barva ist jedoch nicht der einzige schlafende Feuerberg. Daneben gibt es noch den Cerro Chompipe, Cerro Cacho Negro und Cerros las Tres Marías.

Eine Fahrt mit der Regenwaldseilbahn, der Rainforest Aerial Tram, stellt sicherlich ein einzigartiges Erlebnis dar. In kleinen dunkelgrünen Gondeln schweben die Passagiere in 50 Metern Höhe 2,5km lang durch das dichte Blattwerk des Regenwaldes und können den exotischen Waldtieren in den üppigen Baumkronen Auge in Auge begegnen – und dies noch dazu völlig umweltfreundlich! Mit viel Glück erhascht man einen Blick auf den farbenprächtigen Göttervogel Quetzal. Reservierungen für die Gondelfahrt sind nicht erforderlich.