Kamelrennbahn in Ras al Khaimah, VAE (Vereinigte Arabische Emirate)

Die Kamelrennen haben in Ras al Khaimah nicht nur lange Tradition, sondern sind mittlerweile auch ein wichtiger Teil der Wirtschaft geworden, VAE - © Philip Lange / Shutterstock
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Kamele und Kamelrennen gehören zu Arabien wie Wüste und Krummdolch, deshalb sollte man sich bei einer Reise nach Ras al Khaimah einen Besuch auf der Kamelrennbahn nicht entgehen lassen.

Dass Pferde und Kamele eine große Leidenschaft der Araber sind, ist hinlänglich bekannt. Allein deshalb sollte kein Besucher der VAE den Besuch einer Kamelrennbahn versäumen, der ohne Zweifel einen bleibenden Eindruck hinterlässt.

In Ras al Khaimah liegt die Kamelrennbahn etwa 10 Kilometer von der Hauptstadt entfernt an der Straße zum Flughafen. Von der Airport Road zweigt eine Straße nach rechts ab, die mit „Camel Race Track“ beschildert ist. Die Rennbahn wurde im Jahr 1990 errichtet und zählt neben der Rennbahn in Al Sheehaniya in Katar zu den bestbesuchten im Nahen Osten.

Beide Distanzen, sowohl die vier Kilometer für die dreijährigen Kamele, als auch die zehn Kilometer für die älteren Kamele können auf dieser Rennbahn bestritten werden. Von nah und fern kommen die stolzen Besitzer mit ihren Rennkamelen, denn die Preisgelder liegen zwischen 100 und über 100.000 Euro. Des Öfteren gibt es neben beträchtlichen Summen auch Sachpreise wie kostbare Schwerter oder ganze Autos zu gewinnen.

Die Kamelrennen haben in Ras al Khaimah nicht nur lange Tradition, sondern sind mittlerweile auch Teil der Wirtschaft geworden. Dabei geht es nicht nur um Kauf und Verkauf der stolzen Rennkamele, sondern auch um die Scharen an Fans, die aus dem Ausland nach Ras al Khaimah kommen, um den Rennen beizuwohnen. Vor allem das Camel Race Festival, das für gewöhnlich im Februar stattfindet, zieht zahlreiche Besucher an.

Besuch der Kamelrennbahn von Ras al Khaimah

Von Oktober bis April haben die Kamelrennen Saison und es finden jeden Freitag und Samstag sehenswerte Wettbewerbe abgehalten. Die ersten Trainings beginnen bereits schon zeitig in der früh, etwa ab 7 Uhr, denn da brennt die Sonne noch nicht ganz so erbarmungslos auf die Tiere und die Zuschauer. Ein Rennen mit zehn Kilometern Länge dauert meist nur 20 Minuten. Um 10 Uhr vormittags sind meist alle Rennen schon gelaufen und der spannendste Teil des Tages ist somit vorbei.

Tipp: Wem die Rennen am Wochenende zu früh stattfinden, der kann die Kamelrennbahn auch am Donnerstag Nachmittag besuchen. Dann finden allerdings nicht immer Wettbewerbe statt. Über die genauen Zeiten der Rennen kann am besten das Hotel oder die Touristen-Information Auskunft geben.

Doch auch ohne Wettbewerbe lohnt sich der Besuch der Kamelrennbahn, denn hier herrscht immer reges Treiben. Kamele traben im Training auf der Rennbahn, während die Besitzer die Tiere lautstark anfeuern, oder die Tiere werden gerade für ein bevorstehendes Rennen oder Training aufgewärmt. Manchmal werden einige der edlen Tiere auch zum Verkauf angeboten, für die nicht selten horrende Summen erzielt werden.

Die ca. 15.000 Euro teuren Jockey-Roboter sind ferngesteuert und treiben das Kamel anstelle von menschlichen Jockeys auf der Rennbahn an, VAE - © Philip Lange / Shutterstock
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Abseits der Wettbewerbe können auch die bizarren Jockeys genauer beobachtet werden. Diese kleinen etwa 15.000 Euro teuren Roboter sind ferngesteuert und treiben das Kamel anstelle von menschlichen Jockeys an. Damit konnte Gott sei Dank das „Geschäft“ mit den Kinder-Jockeys eingedämmt werden, die aufgrund ihres geringeren Gewichts oftmals sogar entführt und einfach an den Meistbietenden verkauft wurden.