Dibba, VAE / Oman

Der Sandstrand in Dibba, im Hintergrund die Berge des des Hajar-Gebirges der Halbinsel Musandam im Oman, VAE - © FRASHO / franks-travelbox
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Das dreigeteilte Dibba an der Grenze des Emirates Fujairah zum omanischen Musandam ist die ideale Basis für Touren ins Hajar-Gebirge, Bade-Urlaube oder Ausflüge in die traumhafte Unterwasserwelt an der Ostküste der VAE.

Die Stadt Dibba an der Ostküste der Vereinigten Arabischen Emirate ist der Grenzübergang zur Halbinsel Musandam, einer Exklave im Norden des Oman, die durch Fujairah vom restlichen Staatsgebiet von Oman abgeschnitten wird.

Keramikfunde beweisen, dass in Dibba bereits vor 3.000 Jahren menschliche Siedlungen bestanden. Kein Wunder, denn die Lage am Fuß des Hajar-Gebirges, wo ein fruchtbares Wadi von Dattelpalmen gesäumt in den Golf von Oman mündet, ist ungemein verlockend. Zur Zeit des Propheten Mohammed war Dibba mit seinem großen Naturhafen die größte und wichtigste Handelsstadt im Oman, in der Schiffe aus China, Indien, dem pakistanischen Sindh und Europa aus- und einliefen.

Dibba – die dreigeteilte Stadt

Der gesamte Ort ist heute noch über eine große Fläche ausgedehnt und wird von Nord nach Süd in drei Teile unterteilt: Dibba Al-Baya (Oman), Dibba Al-Hisn (Sharjah, VAE) und Dibba Al-Fujairah (Fujairah, VAE). Auch in der Stadtentwicklung ist diese Dreiteilung gut erkennbar.

Die Teile in den Vereinigten Arabischen Emiraten wirken sauber und gepflegt, während Dibba Al-Baya zum Teil aus einfachen Lehmbauten besteht, die nicht einmal mehr bewohnt sind. Dibba Al-Baya fungiert hauptsächlich als Grenzübergang zwischen VAE und Oman, eine Straße führt direkt bis nach Khasab, der Hauptstadt der omanischen Exklave Musandam.

Einige alte Landcruiser der Fischer am Strand in Dibba Al-Baya, dem omanischen Teil der Stadt Dibba, VAE, Oman - © FRASHO / franks-travelbox
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Während Dibba Al-Hisn mit einer großen Moschee, der namensgebenden Festung und dem Fischmarkt das Zentrum von Dibba bildet, sind die schönsten Buchten und Strände im Norden, in Dibba Al-Baya zu finden. Besonders erwähnenswert ist hier die paradiesische Zighy Bay, in der sich das traumhafte Spa-Hotel Six Senses Hideaway befindet. In der herrlichen Bucht sind weder zu Wasser noch zu Land motorisierte Fahrzeuge erlaubt. Erreichbar ist Zighy Bay nur mit dem Boot – oder dem Paraglider.

Dibba al-Fujairah lockt Besucher ebenfalls mit seinen traumhaften Sandstränden und vielfältigen Wassersportmöglichkeiten und ist außerdem die ideale Basis für Ausflüge ins Gebirge.

Tipp: Innerhalb der Stadt gibt es zwischen VAE und Oman quasi keine Grenzkontrolle, es gibt aber auch einen offiziellen Checkpoint. Lediglich die Autoversicherung muss im Fall eines Mietautos für beide Länder gelten. Es kann aber passieren, dass man bei der „Ausreise” in den Oman am Checkpoint nicht kontrolliert wird, bei der Einreise aber sehr wohl. Also unbedingt die Reisepässe mit dem Visum dabei haben.

Friedhof von Dibba

Der Friedhof von Dibba liegt außerhalb der Stadt und beherbergt unter anderem die tausenden Toten, die bei der so genannten Ma’rakat al Reddah, der „Schlacht der Abtrünnigen” ihr Leben ließen. Diese fand im Jahr 632 nach Christus statt, als nach dem Tod Mohammeds Aufmüpfige gegen den damaligen Kalifen Abu Bakr in Mekka in Saudi-Arabien rebellierten. Der Kalif schickte drei Armeen, die den Aufstand erfolgreich niederschlugen und damit auch das Schicksal von Dibba besiegelten, denn mit seiner Glanzzeit war es nach der Schlacht vorbei.