St. Peter Kastell (Bodrum Kalesi) in Bodrum, Türkei

Das St. Peter Kastell ist das Wahrzeichen der türkischen Küstenstadt Bodrums. Von den Kreuzrittern erbaut bietet es heute nicht nur mittelalterliches Flair sondern auch ein weltweit berühmtes Unterwasser-Museum.

Das Bodrum Kalesi oder St. Peter Kastell ist eine der Hauptsehenswürdigkeiten der türkischen Küstenstadt Bodrum und zählt zu den Top 10 Sehenswürdigkeiten der Türkei. Es liegt auf einer kleinen Halbinsel am Eingang zum Hafen von Bodrum, dem antiken Halikarnassos.

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BILDER: Bodrum – St. Peter Kastell (Bodrum Kalesi)

Errichtung des St. Peter Kastells in Bodrum

Gebaut wurde die wuchtige Ritterburg im 15. Jahrhundert von Kreuzrittern des Johanniter-Ordens verschiedenster Länder. Diese spiegeln sich in den fünf Türmen wider, deren Namen ihre Bewohner repräsentieren. So gibt es einen Spanischen, Französischen, Italienischen, Deutschen und Englischen Turm, die heute alle eigene Kostbarkeiten beherbergen.

Das mächtige Bollwerk hatte eine eigene Wasserversorgung und sollte jedem Angriff standhalten, die Ehrfurcht gebietenden Mauern mit den bis zu knapp 50m hohen Türmen erwecken diesen Eindruck auch heute noch.

Der Bau des Kastells war dem Vatikan damals äußerst wichtig. Jedem Christen, der beim Aufbau mithalf, wurde eine Aufnahme ins Himmelreich garantiert.

Nachdem Rhodos im Jahr 1523 von den Kreuzrittern verlassen wurde, fiel die Burg kampflos in die Hände der Osmanen und war anschließend mehrere Jahrhunderte dem Verfall preisgegeben. Kurzfristig diente sie als Lagerstätte für die Funde einheimischer Schwammtaucher, woraus sich das Bedürfnis entwickelte, die Burg zu restaurieren. Und nicht nur das.

Entstehung des Unterwasser-Museums

An die 250 Ritterwappen in den Mauern des St. Peter Kastells zeugen von der früheren Ritterherrlichkeit der Burg in der Hafenstadt Bodrum, Türkei - © elen_studio / Shutterstock
© elen_studio / Shutterstock

Die Funde der Schwammtaucher waren so zahlreich und einzigartig, dass in Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Institute of Nautical Archaeology ein ganzes Museum für Unterwasserarchäologie eingerichtet wurde, dessen antike Wracks heute weltweiten Ruhm erlangt haben. Eines davon kann sogar betreten werden, vor allem für Kinder ein unvergessliches Erlebnis.

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In einer eigenen „Glass Hall“ werden die ersten Gegenstände aus Glas aus frühislamischer und römischer Produktion ausgestellt.

Daneben finden sich unzählige Amphoren und andere Gefäße, in denen Öl, Wein und Lebensmittel transportiert wurden, Schwerter, Rüstungen, Skulpturen, Werkzeuge und verschiedenste Kleinfunde. An die 250 Ritterwappen in den Mauern des St. Peter Kastells zeugen von der früheren Ritterherrlichkeit der Burg.

Neben den archäologischen und geschichtlichen Attraktionen gibt es auch den wunderschönen Garten im Innenhof des St. Peter Kastells, der durch seinen großen Artenreichtum besticht – beinahe alle Pflanzen der Region können hier bestaunt werden, vom Helden krönenden Loorbeerbaum über Myrrhe, Olive, Akazie und Rose bis zum giftigen „Baum der Hölle“.

Tipp: Eine Besichtigung des Kastells ist nicht nur für Mittelalter- und Kreuzritter-Fans ein Muss! Um den Ausflug in die Vergangenheit wirklich in vollsten Zügen genießen zu können, sollte man für den Rundgang 2-3 Stunden einplanen.

Weiterführende Links:

Offizielle Seite von Bodrum
Offizielle Seite des Museums für Unterwasserarchäologie
Detaillierte weitere Information zur Burg und ihrer Geschichte

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