Khalil Gibran Museum in Bsharri, Libanon

Das Gibran-Musuem in Bsharri im Wadi Qadisha ist dem Leben und Wirken des Künstlers, Schriftstellers und Philosophen Khalil Gibran gewidmet, Libanon - © Eliane Haykal / Shutterstock
© Eliane Haykal / Shutterstock

Das Museum des weltberühmten libanesischen Schriftstellers und Künstlers Khalil Gibran befindet sich in seiner Heimatstadt Bsharri. Neben seinen Werken sind auch persönliche Gegenstände, sein Geburtshaus sowie seine letzte Ruhestätte zu besichtigen.

Khalil Gibran war ein libanesischer Künstler, Schriftsteller und Philosoph. Das Gibran-Musuem in seiner Heimatstadt Bsharri im Wadi Qadisha ist dem Leben und Wirken von Khalil Gibran gewidmet. Etwa 50.000 Besucher besichtigen das Musuem jährlich.

Das Gibran-Museum in Bsharri, etwa 120km von der libanesischen Hauptstadt Beirut entfernt, war früher ein Kloster mit Namen Mar Sarkis, welches im 7. Jahrhundert errichtet wurde. Es beinhaltet auch das Grab von Khalil Gibran. Auf seinen Wunsch hin kaufte seine Schwester 1931 das Kloster, in dem seine sterblichen Überreste lagen, und ließ es zum Museum umwandeln. Sein Sarg ruht in einer fast vollständig zugemauerten Grotte in einem Raum aus behauenem Fels. Nur durch eine Zedernwurzel kann man einen Blick auf ihn erhaschen.

Khalil Gibrans Geburts- und Grabstätte

Dem über dem Wadi Qadisha malerisch gelegenen Städtchen Bsharri merkt man den Stolz auf seinen weltberühmten Sohn deutlich an. Neben dem Museum kann auch Khalil Gibrans Geburtshaus besichtigt werden. Das bescheidene Zuhause besteht aus nur einem Raum mit Lehmboden, in dem er mit seinen Eltern, seinem Onkel und seinen Geschwistern, einem älteren Halbbruder und zwei jüngeren Schwestern, bis 1895 gelebt hat. Als Khalil 13 Jahre alt war, entschied sich die Familie Gibran, mit der Hoffnung auf bessere Lebensbedingungen nach Amerika auszuwandern, der Vater blieb im Libanon zurück.

Befindet man sich in Bsharri und blickt über das atemberaubende Wadi Qadisha, was übersetzt so viel wie „Heiliges Tal” bedeutet, weiß man, warum Khalil Gibran diese letzte Ruhestätte der in New York bevorzugte. Die blühenden Rosen auf der Terrasse des Museums bilden einen malerischen Kontrast mit dem Grün der umgebenden Vegetation, die von gewundenen Wegen, Terrassen mit Obstbäumen, steilen Klipppen und roten Dächern durchbrochen wird.

Sehenswürdigkeiten im Gibran-Museum

Das Gibran-Museum wurde 1935, 4 Jahre nach Gibrans Tod, eröffnet. In seinem Testament übertrug der Künstler und Schriftsteller die Rechte an seinen Werken an seine Heimatstadt. In einigen kleinen Galerien können insgesamt 440 Original-Gemälden und Zeichnungen aus der Feder Khalil Gibrans bewundert werden. Persönliche Manuskripte, einige seiner Bücher sowie die Möbel und Besitztümer aus seinem Studio in New York wurden nach seinem Tod dem Museum zur Verfügung gestellt.

40 Jahre nach der Gründung des Gibran-Museums und dann noch einmal 1995 wurde es vom Gibran National-Komitee restauriert und erweitert. In einem kleinen Shop können Ansichtskarten und die Bücher Khalil Gibrans gekauft werden, darunter sein wohl bekanntestes Werk „Der Prophet”, welches in über 30 Sprachen übersetzt wurde.

Weiterführende Links:

Offizielle Website von Khalil Gibran (englisch)