Museum für Islamische Kunst (Museum of Islamic Art) in Doha, Katar (Qatar)

Der Haupteingang zum Museum für Islamische Kunst in Doha, Qatar - © FRASHO / franks-travelbox
© FRASHO / franks-travelbox

Das Museum für Islamische Kunst erhebt sich majestätisch am Rande der Bucht von Doha. Seine markante Architektur lässt bereits auf die Schätze schließen, die sich in seinem Inneren verbergen.

Das Museum für Islamische Kunst in Doha liegt am südlichen Ende der wunderschönen Hafenpromenade, der Corniche von Doha, und zählt zu den bedeutendsten Kunstmuseen auf der Arabischen Halbinsel. Das Kunstmuseum in Katar war das erste Museum seiner Art, das in den Staaten am Persischen Golf eröffnet wurde.

BILDER: Museum für Islamische Kunst in Doha

Letztes Meisterwerk von Ieoh Ming Pei

Die spektakuläre Architektur des Museums ist ein Meisterwerk des berühmten chinesisch-amerikanischen Star-Architekten Ieoh Ming Pei, der auch die Glaspyramide am Eingang des Louvre in Paris oder den Bank of China Tower in Hongkong geschaffen hat. Das fünfstöckige Gebäude aus subtilem, cremefarbenem Sandstein soll die Sanddünen der katarischen Wüste symbolisieren. Das Museum steht auf Wunsch des Architekten inmitten eines Parks auf einer eigenen Insel, damit seine Wirkung von anderen Gebäuden nicht geschwächt werden kann. Die künstliche Insel hat eine Fläche von 260.000m2und bildet gemeinsam mit der Insel des Msheireb Enrichment Centers Anfang und Ende der Corniche von Doha.

Wer die Möglichkeit hat, sollte sich einen Besuch des Museums für Islamische Kunst am Abend bzw. in der Nacht nicht entgehen lassen. Doha, Katar/Qatar - © FRASHO / franks-travelbox
© FRASHO / franks-travelbox

Bei der Eröffnung des Museums am 22. November 2008 war der Architekt 91 Jahre alt, für das Projekt wurde der Meister extra aus dem Ruhestand geholt. Auf einer sechsmonatigen Reise sammelte Pei Eindrücke von der islamischen Welt, um sich für sein finales Werk inspirieren zu lassen. Die Eröffnung für die breite Masse erfolgte am 08. Dezember 2008.

Im Inneren des Museums für Islamische Kunst

Die nicht weniger spektakuläre Innenarchitektur des Museums stammt von Jean-Michel Wilmotte, mit dem Pei bereits am Pariser Louvre zusammengearbeitet hatte. Sein Interieur ist schlicht, modern und dennoch ergreifend schön. Subtil beleuchtete, helle Wände und Böden stehen in starkem Kontrast zu dunkelgrauem Stein und blankpoliertem Holz aus Brasilien, was den Räumlichkeiten ein besonders edles Flair verleiht.

Das Interieur des Museums für Islamische Kunst ist schlicht, modern und dennoch ergreifend schön, Doha, Katar/Qatar - © FRASHO / franks-travelbox
© FRASHO / franks-travelbox

Die gestalterischen Elemente greifen auf eine weite Bandbreite islamischer Stile und Einflüsse zurück. Das Innere des Museums wurde nach seiner Fertigstellung im Jahr 2006 mehrmals verändert, daher geschah auch die Eröffnung erst zwei Jahre später.

BILDER: Museum für Islamische Kunst in Doha – Ausstellungsstücke

 

Ebenfalls spektakulär sind die Ausstellungsstücke des Museums für Islamische Kunst. Auf einer Fläche von 45.000m2beherbergt das Museum Keramiken, Textilien, Waffen, Manuskripte und Dokumente, sowie historische Artefakte von Spanien (das im Mittelalter unter arabischer Herrschaft war) bis nach Indien. Die meisten Stücke dieser umfangreichen Kunstsammlung stammen aus Privatsammlungen der Emire von Katar.

Besuch des Museums für Islamische Kunst in Doha

Das Museum für Islamische Kunst ist über eine wunderbare, von Palmen gesäumte Straße und zwei Fußgänger- sowie eine Autobrücke zu erreichen. Die Ausstellungen sind als Reise durch Zeit, Länder und Kulturen konzipiert, das älteste Stück stammt aus dem 6. Jahrhundert.

Eines der zahlreichen Ausstellungsstücke im Museum für Islamische Kunst in Doha, Qatar - © FRASHO / franks-travelbox
© FRASHO / franks-travelbox

Die Öffnungszeiten des Museums variieren von Tag zu Tag und sind am besten der Website des Museums zu entnehmen. Die Dauerausstellung des Museums ist kostenlos zugänglich und absolut atemberaubend. Gerade aufgrund des kostenlosen Eintritts ist ein zweimaliger Besuch des Museums zu empfehlen, um einen Großteil seiner faszinierenden Eindrücke aufnehmen zu können.

Auf der Nordseite des Museums gewährt eine 45m hohe Glasfront, die über alle fünf Stockwerke reicht einen spektakulären Panorama-Blick über die Bucht von Doha.

Tipp: Wer die Möglichkeit hat, sollte sich einen Besuch des Museums am Abend bzw. in der Nacht nicht entgehen. Sowohl die Corniche, als auch die Skyline von Doha kommen bei Dunkelheit am besten zur Geltung.

In einer eigenen Galerie sind auch wechselnde Ausstellungen zu besichtigen, die allerdings kostenpflichtig sind. Für Studenten und Forscher steht ein eigener zweistöckiger Flügel neben dem Hauptgebäude zur Verfügung. Darin befinden sich eine Bibliothek, ein Auditorium mit 200 Sitzplätzen, in dem regelmäßig Vorträge und Workshops gehalten werden, ein Laboratorium zur Konservierung von Artefakten, ein Souvenir-Shop und ein Café. Im IDAM, einem erstklassigen Restaurant, kann französisch-mediterrane Küche gemischt mit islamischen Gerichten verkostet werden.

Tipp: Wer sowohl das Museum of Islamic Art als auch das MATHAF Arab Museum of Modern Art besichtigen möchte, sollte seine Besuche an einen Tag legen, da zwischen den beiden Museen ein kostenloser (auffällig schwarz-pinker) Shuttlebus verkehrt.

Weiterführende Links:

Offizielle Website des Museums für Islamische Kunst in Doha mit Öffnungszeiten (englisch)

Anzeige

Ihnen gefällt was Sie hier lesen?

Gleich zum Newletter anmelden.         Jetzt anmelden   >