Festung Zubara, Katar (Qatar)

Das kolossale Bollwerk der Festung Zubara bietet schon von weitem einen eindrucksvollen Anblick, an drei Ecken befindet sich je ein mächtiger Rundturm, Katar - © FRASHO / franks-travelbox
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In der Nähe der historischen Handelsstadt Al Zubara im Nordwesten Katars liegt eine gewaltige Festung aus dem frühen 20. Jahrhundert, die frei zugänglich ist und hinter ihren meterdicken Mauern ein kleines Museum beherbergt.

Das kolossale Zubara-Fort an der Nordwestküste Katars ragt mit dicken Mauern und mächtigen Türmen aus der kargen Ebene Katars. Heute fungiert sie als Museum und zeigt unter anderem Fundstücke aus den Ausgrabungen der Weltkulturerbe-Stätte Al Zubara, einer ehemaligen Handels- und Perlenstadt, die nur 2km entfernt liegt.

BILDER: Zubara-Fort

Geschichte des Zubara-Forts

Die Festung stammt erst aus dem vergangen Jahrhundert und wurde auf den Ruinen eines älteren Forts errichtet. Den Auftrag zu ihrem Bau gab Sheikh Abdullah bin Jassim Al Thani, der fünfte Emir Katars, ihre Fertigstellung erfolgte im Jahr 1938. Die Festung sollte Katars Küste hauptsächlich gegen feindliche Angriffe von Bahrain schützen, deren Herrscherfamilie Al Khalifa Anspruch auf die Ruinen von Al Zubara erhob.

Die Architektur der Festung Zubara ist den traditionellen arabischen Festungen nachempfunden, allerdings ist ihr Fundament aus Beton, Katar - © FRASHO / franks-travelbox
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Die Architektur der Festung ist den traditionellen arabischen Festungen nachempfunden, allerdings besteht sie nicht aus reinem Stein – ihr Fundament ist aus Beton. Die Mauern hingegen sind aus dem traditionellen Gemisch aus Sandstein, Koralle, Gips und Mörtelschlamm, das für äußerst stabile Mauern und angenehme Kühle im Inneren sorgt.

Bis in die 1980er-Jahre wurde die Festung vom katarischen Militär und der Küstenwache genutzt. Damals dienten die Wehrtürme auch kurzfristig als Gefängnis. 1987 wurde das Zubara-Fort renoviert und im Zuge dessen die Behausungen der katarischen Truppen rund um die Festung abgerissen.

Besuch des Zubara-Forts

Zubara liegt gut 100km von Doha entfernt und kann über die befestigte Al Zubara Road erreicht werden.

Die Festung kann jeden Tag außer am Wochenende (Freitag und Samstag) von 8 Uhr morgens bis 6 Uhr abends besichtigt werden. Am Freitag ist das Zubara-Fort nur nachmittags geöffnet. Der Eintritt ist frei, für große Besuchergruppen wird um Voranmeldung gebeten.

Tipp: Noch gibt es keinerlei Verpflegungsmöglichkeiten in der Nähe der Festung, daher im Vorfeld für ausreichend Trinkwasser sorgen. Toiletten sind allerdings vorhanden.

Das kolossale Bollwerk bietet schon von weitem einen eindrucksvollen Anblick. Der Grundriss der Festung ist quadratisch. An drei Ecken befindet sich je ein mächtiger Rundturm, nur der Turm in der Südwestecke ist rechteckig. Von seiner Spitze weht stolz die katarische Flagge. Dazwischen flößen die meterdicken Mauern jedem etwaigen Angreifer mächtigen Respekt ein.

Die Festung Zubara in Katar kann auf eigene Faust erkundet werden, der Eintritt ist frei - © FRASHO / franks-travelbox
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Die Festung kann auf eigene Faust erkundet werden. In den acht Räumen im Erdgeschoß, die damals den Soldaten als Quartier dienten, sind heute Ausstellungen eingerichtet, die Töpferwerk, Kunst, Münzen und andere archäologische Funde aus der nahe gelegenen historischen Handelsstadt Al Zubara zeigen.

Vom Erdgeschoß führen Treppen an der Mauer entlang auf die zweite Ebene, auf der sich eine weite Promeande auftut, die zu weiteren Räumen in den Wehrtürmen führt, die alle mit kleinen Löchern versehen sind, aus denen man zwar hinaussehen, aber nicht hereinschießen kann.

Tipp: Vom Zubara-Fort hat man einen traumhaften Blick auf die nahe gelegene Ausgrabungsstätte der historischen Stadt Al Zubara.

Weiterführende Links:

Offizielle Website von Al Zubara (englisch)