König Hussein Bin Talal Moschee in Amman, Jordanien

Die majestätische König-Hussein-Bin-Talal-Moschee thront auf einem Hügel über der Hauptstadt Amman und ist seit 2005 die größte und bedeutendste Moschee Jordaniens.

Die 2005 im Westen von Amman erbaute König Hussein Bin Talal Moschee ist die größte und bedeutendste Moschee in ganz Jordanien. Sie löste die in den 1980er-Jahren erbaute König-Abdullah-Moschee als Hauptmoschee des Landes ab.

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Die König Hussein Bin Talal Moschee wird oft auch einfach als König-Hussein-Moschee bezeichnet, kann dadurch aber leicht mit der 1924 errichteten Grand Al-Husseini Moschee verwechselt werden. Diese befindet sich in al-Balad, dem ältesten Teil der Stadt. Das imposante Bauwerk zählt zu unseren Top 10 Sehenswürdigkeiten von Jordanien.

BILDER: König Hussein Bin Talal Moschee in Amman

Fotogalerie: König Hussein Bin Talal Moschee in Amman

Die Moschee liegt auf ihrem Hügel gut 1.000 Meter über dem Meeresspiegel und thront mit ihren vier majestätischen Minaretten unübersehbar über Amman. Sie wurde zur Regierungszeit von König Abdullah II zu Ehren von dessen Vorgänger und Vater König Hussein errichtet.

Dieser ließ einst den Vorgängerbau, die König-Abdullah-Moschee, errichten. 2009 stattete Papst Benedikt XVI. auf seiner Reise durch den Nahen Osten der König Hussein Bin Talal Moschee einen Besuch ab.

Besichtigung der König-Hussein-Bin-Talal-Moschee

Die Hussein-Bin-Talal-Moschee in Amman, Jordanien, gleicht mit ihren zinnenbewährten Mauern und den vier Minaretten als Ecktürmen nahezu einer Ritterburg - © Martin Good / Shutterstock
© Martin Good / Shutterstock

Die Moschee darf auch von Nicht-Muslimen betreten werden, so lange Schultern und Knie bedeckt und die Schuhe ausgezogen werden. Frauen müssen sich ganz verhüllen, entsprechende Kleidung dazu gibt es beim Eingang zum Verleih.

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Tipp: Auch die parkähnliche Umgebung der Hussein-Bin-Talal-Moschee ist es mit ihren Alleen und Spazierwegen wert, etwas Zeit zum Flanieren einzuplanen.

Die quadratische Moschee gleicht mit ihren zinnenbewährten Mauern aus jordanischem Stein und den vier Minaretten als Ecktürmen nahezu einer Ritterburg. Das gesamte Baumaterial für die König-Hussein-Bin-Talal-Moschee stammt aus Jordanien, lediglich die längs gestreiften Teppiche und die Kerzenleuchter wurden aus der Türkei importiert.

Im Obergeschoß beherbergt die König-Hussein-Bin-Talal-Moschee noch eine Bibliothek, Büro- und Seminarräumlichkeiten, die für verschiedene Veranstaltungen genutzt werden. Im Hashemite Geschichts-Museum können Artefakte bewundert werden, die in Verbindung mit dem Propheten Mohammed gebracht werden und im Besitz von Jordanien sind.

Schlichte Eleganz in der König Hussein Bin Talal Moschee

Das Innere der König-Hussein-Bin-Talal-Moschee in Amman besteht aus kostbarem Marmor und eleganten Wandschmuck im Umayyaden-Stil, Jordanien - © andersphoto / Shutterstock
© andersphoto / Shutterstock

Im penibel gepflegten Inneren fühlt man sich vom Erscheinungsbild der mittelalterlichen Ritterburg wieder in den Orient versetzt. Helle Marmorböden und unaufdringlich eleganter Wandschmuck im Umayyaden-Stil schaffen eine besinnliche, friedvolle Atmosphäre.

Auch der Mihrab, die Gebetsnische der Moschee, die den Weg zur al-haram Moschee in Mekka weist, ist schlicht gehalten. Sie ist dafür in zeitloser Eleganz aus seltenen Hölzern gestaltet, die angeblich in der islamischen Welt seit über 300 Jahren nicht verwendet wurden.

Der Gebetsraum, von mehreren mächtigen Lustern hell erleuchtet, fasst mit seiner Fläche von rund 2.000 Quadratmetern an die 2.500 Betende unter seinem 10m hohen Gewölbe. Die Gebetshalle für die Frauen bietet rund 350 Gläubigen Platz.

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