Schloss Vaduz in Vaduz, Liechtenstein

Das Schloss Vaduz thront auf einer Felsterrasse und fungiert als Wohnsitz des Fürstenhauses von Liechtenstein © Andrea Seemann / Fotolia

Das malerische Schloss Vaduz 120m über der liechtensteinischen Hauptstadt schmiegt sich auf einer Felsterrasse an bewaldete Berghänge. Der stattliche Wohnsitz der Fürstenfamilie kann leider nur von außen besichtigt werden.


Das malerische Schloss Vaduz in der liechtensteinischen Hauptstadt ist auch unter dem Namen „Hohenliechtenstein" bekannt. Es liegt im Zentrum des Fürstentums Liechtenstein auf einer Felsterrasse und fungiert als Wohnsitz des Fürstenhauses.

Direkt vor den fast senkrechten Bergflanken des Rheintals schmiegt sich das steinerne Schloss an die bewaldeten Hänge. Das Wahrzeichen der liechtensteinischen Hauptstadt ist von jedem Winkel der Stadt aus zu sehen und auch über die Stadtgrenze hinaus weithin sichtbar.

Geschichte des Schlosses Vaduz

Das Schloss Vaduz wurde vermutlich im 13. Jahrhundert durch die Grafenfamilie von Werdenberg-Sargans errichtet. Der steinerne Bergfried, dessen 4m dicke Rundmauer Ankömmlinge als erstes begrüßt, fungiert heute als Wohnturm und ist der älteste Teil der Schlossanlage. Er wurde auf das Jahr 1287 datiert, die erste urkundliche Erwähnung des Schlosses Vaduz erfolgte im Jahr 1322, als sie von Graf Rudolf von Werdenberg-Sargans für 400 Silbermark an den Vogt Ulrich von Matsch verpfändet wurde.

Das malerische Schloss Vaduz  auch unter dem Namen „Hohenliechtenstein“ bekannt, Liechtenstein © 666devil666 / Fotolia

Im Schwabenkrieg war das Schloss im Besitz der Freiherren von Brandis und wurde 1499 niedergebrannt. Aus deren Zeit stammt die mit Gemälden und Reliefs kunstvoll geschmückte Burgkapelle, die heute als Privatkapelle der Fürstenfamilie fungiert.

Der damalige Burgherr Ludwig von Brandis ließ nach seiner Freilassung das Schloss Vaduz wieder aufbauen. In den darauffolgenden Jahrhunderten ging es durch die Hände der Grafen von Sulz, Hohenems und schließlich 1712 an die Fürsten von Liechtenstein. Jeder Besitzer baute die Burg etwas mehr aus, ab Mitte des 18. Jahrhunderts begann jedoch die Burg zu verfallen und wurde erst knapp 200 Jahre später unter Fürst Johann II. restauriert. Fürst Franz Josef II machte das Schloss zum Wohnsitz der Fürstenfamilie, was es bis heute ist.

Unterwegs zum Schloss Vaduz

Der Hügel des Schlosses Vaduz, der sich etwa 120m über Vaduz befindet, kann nur zu Fuß oder mit dem Privatauto erreicht werden, er wird von keinem öffentlichen Verkehrsmittel befahren. Parkplätze befinden sich etwa 500m oberhalb des Schlosses. Vom Stadtzentrum aus dauert ein Spaziergang zum Schloss Vaduz etwa 20min.

Da sich das Schloss Vaduz im Privatbesitz der Fürstenfamilie befindet, können die Räumlichkeiten der stattlichen Burg leider nicht besichtigt werden. Bereits am Eingangstor zum Vorhof verhindert eine Wache unbefugtes Betreten der Schlossanlage. Die zinnenbewehrten Mauern und die stattlichen Türme bieten jedoch auch von außen einen eindrucksvollen Anblick und auch der atemberaubende Panoramablick über Vaduz und das Rheintal ist nicht zu verachten.

Einzig am Staatsfeiertag lädt die Fürstenfamilie die Bevölkerung in den Schlossgarten ein. Jährlich am 15. August finden auf der Schlosswiese die Feierlichkeiten statt. Nach dem Gottesdienst durch den Landesbischof und Ansprachen der Landesfürsten und des Landtagspräsidenten wird innerhalb der Schlossmauern ein Aperitif abgehalten. Den krönenden Abschluss des Staatsfeiertags bildet ein gigantisches Feuerwerk, im Zuge dessen „Für Gott, Fürst und Vaterland" in brennenden Buchstaben in den Himmel geschrieben wird.


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