Nationalmuseum auf Grand Turk, Turks- und Caicos-Inseln

Das Nationalmuseum der Turks- und Caicos-Inseln zeigt hauptsächlich Fundstücke aus dem Molasses-Riff-Wrack - © TampAGS CC BY-SA3.0/Wiki
© TampAGS CC BY-SA3.0/Wiki

Als Anfang der 1980er Jahre das Molasses-Riff-Wrack geborgen wurde, entschloss man in Cockburn Town auf der Karibikinsel Grand Turk ein Nationalmuseum zu errichten. Mittlerweile sind dort nicht nur die Überreste des ältesten Wracks der westlichen Hemisphäre zu sehen, sondern auch Ausstellungen über die Geschichte der Turks- und Caicos-Insel, ihre Geologie, das Riff und sogar den Weltraum.

Das Nationalmuseum der Turks- und Caicos-Inseln befindet sich auf Grand Turk in Cockburn Town. Das „beste kleine Museum der Karibik” wurde 1991 eröffnet und ist das perfekte Strand-Alternativprogramm an einem regnerischen oder extrem heißen Tag.

Entstehung des Nationalmuseums der Turks- und Caicos-Inseln

Die Idee, ein Museum zu gründen, entstand bereits Anfang der 1980er Jahre, als das Anfang des 16. Jahrhunderts gesunkene Schiffswrack aus dem Molasses Riff geborgen wurde und die vielen Fundstücke aus dem historischen Schiff restauriert wurden. Bisher wurden die archäologischen Funde, die an Land oder im Meer gefunden wurden, in die Vereinigten Staaten überstellt, um dort konserviert oder in einem amerikanischen Museum ausgestellt zu werden. Vielfach wurden Ausstellungsstücke nach der Renovierung bzw. der Ausstellung auf die Insel zurückgesandt, die in den meisten Fällen falsch gelagert wurden oder verloren gingen.

Dies wollte man mit den Fundstücken aus dem Mollasses-Riff-Wrack vermeiden und so wurde 1990 das Turks and Caicos National Museum als eine Nonprofit-Organisation ins Leben gerufen. Als Ausstellungsort wurde das Guinep Haus, eines der ältesten Steingebäude auf Grand Turk gewählt. Nach einer großzügigen Renovierung und dem Umbau zum Museum, um eine stabile Umgebung für die Ausstellungsstücke zu gewährleisten, wurde das Nationalmuseum ein Jahr später eröffnet.

Eine weitere Errungenschaft im Zuge der Konservierung von Artefakten war das 1996 in Betrieb genommen Donald Keith Research Building, welches nach dem Kapitän des Molasses-Riff-Wracks benannt wurde. Es liegt genau hinter dem Guinep Haus, die Fundstücke müssen also nicht mehr abseits von der Insel erforscht, restauriert oder haltbar gemacht werden, sondern finden über den geringen Umweg über das Forschungslabor den schnellsten Weg ins Nationalmuseum.

Die eigentliche Herausforderung besteht jedoch darin, museumsreife Fundstücke zu finden. Durch die hohe Feuchtigkeit und Temperatur, sowie den hohen Salzgehalt der Luft blieben keine Überreste von früheren menschlichen Populationen auf den Turks- und Caicos-Inseln oder ähnliches erhalten. Sowohl die Bewohner als auch die Besucher der Insel sind daher aufgerufen, zur Ergänzung der Museumsschätze beizutragen.

Besuch des Nationalmuseums auf Grand Turk

Zu sehen gibt es im Nationalmuseum wie schon erwähnt, diverse Fundstücke aus dem Molasses-Riff-Wrack, dem ältesten Wrack der westlichen Hemisphäre, sowie Informationen und Artefakte aus der Geschichte und dem Leben auf den Turks- und Caicos-Inseln. Später kamen noch weitere Ausstellungsgebiete hinzu, wie zum Beispiel das Korallenriff und die Geologie der Insel, die Sklaverei, die ehemaligen Bewohner der Insel, die Lucayans oder eine Weltraumgalerie. Ein weiteres Highlight besteht in einem komplett erhaltenen Kanupaddel der Taino Indianer, welches auf 1.000 vor Christus datiert wurde und weltweit das einzige erhaltene seiner Art ist.

Im Museumsshop können Bücher, Kunsthandwerk und Postkarten als Erinnerungen mit nach Hause genommen werden, von der Terrasse aus hat man einen herrlichen Blick auf das Meer.

1994 wurde das Nationalmuseum der Turks- und Caicos-Inseln mit dem Caribbean American Express Preservation Award ausgezeichnet.

Weiterführende Links:

Offizielle Seite des Nationalmuseums auf Grand Turk inkl. Ausstellungen und Öffnungszeiten (englisch)

Anzeige

Ihnen gefällt was Sie hier lesen?

Gleich zum Newletter anmelden.         Jetzt anmelden   >