Caroni-Sümpfe auf Trinidad, Trinidad und Tobago

In den Caroni Sümpfen auf der Insel Trinidad leben ganze Schwärme des Roten Ibis, der als Nationalvogel von Trinidad und Tobago gilt - © Matt Cuda / Shutterstock
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In den Caroni-Sümpfen an der Westküste von Trinidad lebt der Rote Ibis. Der prachtvolle Anblick, wenn sich riesige Schwärme des Nationalvogels in die Lüfte erheben, bleibt mit Sicherheit unvergessen.

Die Caroni-Sümpfe bilden mit einer Gesamtfläche von 80km2 das größte Mangroven-Feuchtgebiet des Karibik-Staates Trinidad und Tobago. Sie befinden sich an der Westküste von Trinidad, südlich der Hauptstadt Port of Spain, wo der Caroni-Fluss in den Golf von Paria mündet. Die Caroni-Sümpfe haben viele Namen. Caroni Lagoon Nationalpark, Caroni Bird Sanctuary oder einfach nur Naturschutzgebiet Caroni.

Die Scharlachsichler – Stars der Caroni-Sümpfe

Der Grund, aus dem die Touristen in Scharen in die Caroni-Sümpfe strömen ist jedoch meist nur einer. Der Scharlachsichler. Ein rubinroter Ibis und gefeierter Star der Caroni-Sümpfe. Erhebt sich ein Schwarm dieser stolzen Vögel in die Luft und dreht als rote Punktewolke eine Runde vor der smaragdgrünen Kulisse des üppigen Regenwaldes, stockt jedem Zuschauer der Atem. Nicht umsonst ist der Scharlachsichler, „Scarlet Ibis“ in der Landessprache, der Nationalvogel von Trinidad und Tobago.

Die Caroni-Sümpfe bilden mit einer Gesamtfläche von 80km2 das größte Mangroven-Feuchtgebiet des Karibik-Staates Trinidad und Tobago - © John de la Bastide / Shutterstock
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Neben der ornithologischen Hauptattraktion leben noch etwa 200 andere Vogelarten in den Caroni-Sümpfen, von denen viele nicht weniger spektakulär sind. Pelikane, Reiher und Löffler tauchen immer auf dem Wasser und zwischen den Bäumen auf. Neben den gefiederten gibt es auch andere Lebewesen zwischen den mächtigen Ästen, wie zum Beispiel die auf Bäumen lebende Hundskopfboa oder der Kaiman, der hie und da seine ledrige Nase aus dem Wasser streckt.

Unterwegs in den Caroni-Sümpfen

Die beste Möglichkeit, die Caroni-Sümpfe zu erkunden ist per Boot. Die Sumpflandschaft ist von einem wahren Labyrinth aus natürlichen Flussarmen und künstlichen Kanälen durchzogen. Allein das Zurechtfinden erfordert eine geführte Tour. Diese werden an den Caroni-Sümpfen natürlich reichlich angeboten.

Tipp: Viele Anbieter feilschen um Touristen, um sie in ihren Booten durch die Sümpfe zu kutschieren. Vertrauen Sie lieber kleineren lokalen Tourguides, deren Boote sind lang nicht so überfüllt wie die der marktschreierischen, und die Führer sind meist auch besser über die Sumpfgebiete informiert.

Die beste Zeit um den Roten Ibis zu beobachten ist der späte Nachmittag kurz vor der Dämmerung, wenn die Schwärme von ihren etwa 20 km entfernen Futtergründen in Venezuela zurückkehren. Rote Wolken von bis zu 100 Tieren verdunkeln zuerst den Himmel und färben nach ihrer Landung auf den Zweigen ihre Schlafplätze den Dschungel rot. Die kräftige rubinrote Farbe kommt übrigens von ihren bevorzugten Speisen, Krabben und Krustentieren. Tiere, die jünger als 2 Jahre sind, kann man an ihrer blasseren Färbung erkennen.

Um das tierische Spektakel den Besuchern noch so lange wie möglich präsentieren zu können, sind 4km2 der Caroni-Sümpfe zum Naturschutzgebiet erklärt worden und seine tierischen Bewohnern können sich in Ruhe entfalten.

Tipp: Um die imposanten Vögel ungestört aber doch optimal beobachten zu können ist ein Fernglas oder ein gutes Tele-Objektiv zu empfehlen. Ebenfalls nicht verkehrt im Gepäck zu haben ist Mückenschutz – in den Sümpfen wimmelt es von Moskitos. Am besten lange Kleidung anziehen.