Sulphur Springs, St. Lucia

Die Sulphur Springs liegen auf einem von beiden Vulkanen von St. Lucia; Kochende Tümpel und nach Schwefel stinkende Löcher zeugen vom schlafenden Vulkan - © JasonPatrickRoss/Shutterstock
© JasonPatrickRoss/Shutterstock

Die Sulphur Springs auf der karibischen Insel St. Lucia bilden die vulkanisch aktivste Region der Kleinen Antillen. Kochende Tümpel und nach Schwefel stinkende Löcher zeugen vom schlafenden Vulkan unter St. Lucia.

Die Sulphur Springs („Schwefelquellen”) auf der karibischen Insel St. Lucia werden auch gerne als der „einzige Drive-in-Vulkan der Welt” bezeichnet. Die vulkanische Attraktion von St. Lucia befindet sich im Südwesten der Insel in der Nähe der Stadt Soufrière auf etwa 300m Seehöhe. Auch der Name der Stadt weist bereits auf vulkanische Aktivität hin, denn „Soufrière” ist das französische Wort für „Schwefel”.

Die Sulphur Springs liegen auf einem von beiden Vulkanen von St. Lucia. Forschungen zufolge bricht er etwa alle 100 Jahre aus. Bei der nächsten Eruption würde er wahrscheinlich drei Viertel der Fläche von St. Lucia mit Lavaströmen und glühenden Steinbrocken überschütten.

Die Sulphur Springs entstanden an einer schwachen Stelle der Lavakruste auf der riesigen Caldera des Vulkans, die vor etwa 400.000 Jahren eingestürzt ist. Im Zentrum der Sulphur Springs brodelt das Wasser mit einer Temperatur von 170°C und produziert dichte Dampfwolken. Aufgrund einer chemischen Reaktion zwischen Schwefel und Eisen ist das Wasser, welches aus den Sulphur Springs austritt, von pechschwarzer Farbe. Neben Schwefel und Eisen enthält das vulkanische Quellwasser noch Kupfer, Magnesium, Alkaline, Kalziumoxide und Kohlensäure.

Drive-in Vulkan auf St. Lucia

Die Sulphur Springs von St. Lucia sind eine der Haupt-Sehenswürdigkeiten der Insel, da man bis ans Ufer der dampfenden Schwefelquellen mit dem Auto heranfahren kann. Die gesamte Gegend um die Sulphur Springs ist die vulkanisch aktivste Region der Kleinen Antillen. Überall raucht, brodelt und blubbert es unter der tiefschwarzen Lavakruste. Zahlreiche Fumarolen (dampfende Erdlöcher) und kochende Pools zeugen von der unglaublichen Hitze, die sich unter der Erde verbirgt.

Bis in die 1990er-Jahre konnte man sogar noch bis an den Rand des vulkanischen Lochs herangehen. Doch seit ein Führer in das nun nach ihm benannte „Gabriel’s Hole” fiel und sich Verbrennungen dritten Grades am ganzen Körper zuzog, dürfen die brodelnden Sulphur Springs nur noch von einer Aussichtsplattform aus sicherer Entfernung aus besichtigt werden.

Nach etwa einer Stunde hat man alle vulkanischen Highlights der Sulphur Spring entdeckt und kann sich der Wellness zuwenden. Denn etwas unterhalb der dampfenden Schwefelquellen ist das aus den Sulphur Springs ausgetretene Wasser zwar immer noch heiß, jedoch bereits auf 45°C abgekühlt. Somit steht einem munteren Schlammbad nichts mehr entgegen. Der vulkanische Schlamm, dem medizinische Heilkräfte nachgesagt werden, kann auf dem ganzen Körper verteilt werden und wirkt sich aufgrund seiner Mineralien ganz ohne Konservierungsstoffe positiv auf das Hautbild aus.

Weiterführende Links:

Offizielle Website der Soufrière Foundation (englisch)