Diamond Botanical Gardens, St. Lucia

Die Diamond Botanical Gardens auf der karibischen Insel St. Lucia warten mit einer vielfältigen Pflanzenwelt und dem farbenprächtigsten Wasserfall der Karibik auf - © Chris Collins/Shutterstock
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Die Diamond Botanical Gardens auf der karibischen Insel St. Lucia gehen auf das 18. Jahrhundert zurück. Neben der vielfältigen Pflanzenwelt wartet der wunderschöne Garten mit heißen Quellen und dem farbenprächtigsten Wasserfall der Karibik auf.

Die Diamond Botanical Gardens liegen etwas außerhalb der Stadt Soufrière im Südwesten der karibischen Insel St. Lucia ganz in der Nähe der berühmten Sulphur Springs („Schwefelquellen”). Die privat geführten Gärten haben neben einer fantastischen Pflanzenwelt noch andere versteckte Highlights zu bieten.

Entstehung der Diamond Botanical Gardens

Die Diamond Botanical Gardens befinden sich auf dem Diamond Estate, dessen Grundstück 1713 der Familie Devaux als Dank für ihre Verdienste an der französischen Krone geschenkt wurde. 1784 hielten auf dem Anwesen die Truppen vom französischen König Ludwig XVI. Einzug, die ebenfalls die heilenden heißen Quellen der Region zu schätzen wussten. Proben des Wassers wurden nach Frankreich geschickt, analysiert und für gut befunden, woraufhin auf königlichen Befehl riesige steinerne Thermalbäder errichtet wurden, die zum Teil heute noch genutzt werden. Das Badehaus wurde während der französischen Revolution jedoch völlig zerstört und seine Überreste von der Natur überwuchert.

Erst 1930 entschloss sich der damalige Besitzer des Anwesens, Andre du Boulay, die Bäder für private Zwecke zu renovieren. Schließlich kamen auch die Außenanlagen hinzu, die gegen eine geringe Eintrittsgebühr auch von der Öffentlichkeit genutzt werden konnten.

In den 1980er-Jahren begann Joan Devaux, die Tochter von Andre, mit der sukzessiven Gestaltung des Gartens rund um die Mineralbäder. Heute zieren auf gut 2 Hektar die verschiedensten Bäume, Blumen und Büsche die Landschaft um die Thermalquellen. Palmen, Bananen-, Zitrus- und Kakaobäume wachsen inmitten von blühenden Hibiskus und Helikonien. Vanille und andere tropische Pflanzen verströmen ihren betörenden Duft.

Es gibt keine „beste Zeit” um die Diamond Botanical Gardens zu besuchen, die blühende Wunderwelt zeigt sich zu jeder Jahreszeit von ihrer schönsten Seite.

Highlights in den Diamond Botanical Gardens

Mineralbäder

Ähnliche heiße Quellen wie die Sulphur Springs speisen auch die Mineralbäder in den Diamond Botanical Gardens. Das Badehaus und die Pools, von denen jeder eine andere Wassertemperatur aufweist, verschaffen den Besuchern nach wie vor Entspannung und Heilung.

Diamond Falls

Der Wasserfall Diamond Falls macht seinem Namen alle Ehre; sein Wasser ist stark mineralhaltig und schimmert gelb, grün, rosa und blau – wie ein schillernder Diamant, St. Lucia - © Chris Collins/Shutterstock
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Hinter den Mineralbädern führt ein idyllischer Pfad zu den Diamond Falls. Der Wasserfall ist nur etwa 15 Meter hoch, macht jedoch seinem Namen alle Ehre. Auch sein Wasser ist stark mineralhaltig und je nach Sonneneinstrahlung und Mineraliengehalt schimmert sein Wasser gelb, grün, rosa und blau – wie ein schillernder Diamant. Oft wird er als der bunteste Wasserfall der Karibik bezeichnet. Aufgrund der vulkanischen und sauren Bestandteile des Wassers ist Baden an den Diamond Falls nicht möglich.

Naturpfad zur alten Mühle

Dieser verschlungene Naturpfad wurde einst von den Arbeitern benutzte, die die Kakaobohnen der unzähligen Bäume ernteten. Der friedliche Wald aus Roten Zedern und Mahagonibäumen wird von unzähligen tropischen Vögeln bevölkert, die zwitschernd und trillernd durch das dichte Blattwerk huschen. Am Ende des Weges kann eine alte Zuckerrohr-Mühle mit einem Wasserrad aus dem Jahr 1765 besichtigt werden, die einst für die erste Stromversorgung von Soufrière genutzt wurde.

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