Castillo de san Pedro de la Roca in Santiago de Cuba, Kuba

Das Castillo de san Pedro de la Roca, an der südlichen Küste Kubas bewacht die Einfahrt in die Bucht zu Santiogo de Cuba - © Richard Semik / Shutterstock
© Richard Semik / Shutterstock

Das Castillo de san Pedro de la Roca, auch unter dem Namen Castillo del Morro bekannt, an der südlichen Küste Kubas bewacht die Einfahrt in die Bucht zu Santiogo de Cuba. Als eine der besterhaltenen Befestigungsanlagen zählt es zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Das Castillo de san Pedro de la Roca ist auch unter dem Namen Castillo del Morro bekannt (übersetzt: Burg auf dem Felsvorsprung, wörtlich: Burg auf der Schnauze). Die Festung liegt an der Küste Kubas etwa 10km südwestlich von Santiago de Cuba. Durch zahlreiche Beschädigungen durch Piratenangriffe und Erdbeben wurde das Fort immer wieder verstärkt und ist daher bis heute in erstaunlich gutem Zustand. 1997 wurde das Castillo de san Pedro de la Roca als best erhaltenes Beispiel der spanisch-amerikanischen Militärarchitektur in die Weltkulturerbeliste der UNESCO aufgenommen.

Das Castillo del Morro – nicht zu verwechseln mit dem Castillo de los Tres Reyes del Morro in der kubanischen Hauptstadt Havanna – ersetzte die vorher dort befindliche kleinere Festungsanlage an der Küsteneinfahrt zur Stadt Santiago de Cuba. Jedes Schiff, dass die Bahia de Santiago de Cuba befahren möchte, musste zuerst an diesem mächtigen Bollwerk an der Steilküste der Bucht vorbei.

Geschichte des Castillo de san Pedro de la Roca

Der Bau der Befestigungsanlage begann im Jahr 1639 und wurde aus Sicht der Stadt Santiago de Cuba leider einige Jahre zu spät fertig gestellt. Noch während der Errichtung des Castillo de San Pedro de la Roca, im Jahr 1662 eroberten englische Piraten Santiago de Cuba und nahmen die Stadt zwei Wochen lang in Beschlag. Der Großteil des Castillos wurde zerstört und das gesamte Waffenarsenal kam in den Besitz der Freibeuter.

Das Castillo de san Pedro de la Roca in Kuba ist eine der besterhaltenen Befestigungsanlagen und zählt zum Weltkulturerbe der UNESCO - © Richard Semik / Shutterstock
© Richard Semik / Shutterstock

Nachdem sie die Stadt wieder verlassen hatten, wurde die Festung wieder aufgebaut, die Artillerie vergrößert, die Flanken der Burg verstärkt und die Verteidigungsanlagen auf 300 Mann aufgestockt. Die nächsten Angriffe in den darauf folgenden Jahren 1678 und 1680 konnten erfolgreich zurückgeschlagen werden, die Beschädigungen, die das Fort durch mehrere Erdbeben erlitt, konnten immer wieder rechtzeitig repariert werden. Ab 1775 wurden die Piratenangriffe immer weniger und das Fort fungierte als Militärbasis und Haftanstalt für politische Gefangene.

Erst über 100 Jahr später, im Jahr 1898 wurde das Castillo de san Pedro de la Roca wieder als Verteidigungsanlage genützt – gegen die Flotte der USA im Spanisch-Amerikanischen Krieg.

Heute beinhaltet die beeindruckende Festung ein Museum, das sich in erster Linie dem Thema der kubanischen Piraten widmet.

Ein Besuch des Castillos ist in jedem Fall auch für nicht museums-interessierte Besucher sehenswert. Erstens sind die alten geschichtsträchtigen Gemäuer mit seinen Barrikaden, Zitadellen und einer recht beeindruckenden Anzahl an Kanonen selbst eine Attraktion für sich und der atemberaubende kilometerweite Ausblick über das Meer und die südliche Küstenlinie Kubas ist in jedem Fall unschlagbar!