Altstadt von Havanna, Kuba

Stundenlang kann man durch die typisch karibischen Gässchen in der Altstadt von Havanna flanieren, Kuba - © Kamira / Shutterstock
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Die Altstadt von Havanna zählt mit seinen UNESCO-ausgezeichneten Festungsanlagen und einer Vielzahl an Kolonialbauten aus den letzten vier Jahrhunderten eindeutig zu den weltweit interessantesten Altstadtvierteln.

Das Altstadtviertel der kubanischen Hauptstadt Havanna und seine Festungsanlagen wurden 1982 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen. Es zählt eindeutig zu den weltweit interessantesten Altstadtvierteln, die man heute noch besichtigen kann.

Havanna wurde 1519 durch die Spanier als Warenumschlagplatz zwischen der Neuen Welt und der Alten Welt gegründet. Der bunte Mix aus indianischer, afrikanischer und spanischer Kultur in der Handelsmetropole zwischen Europa und Mittelamerika ist heute noch deutlich zu sehen.

BILDER: Altstadt von Havanna

Unterwegs in der Altstadt von Havanna

Stundenlang kann man durch die typisch karibischen Gässchen flanieren, einen Mojito in einer der zahlreichen Bars zu sich nehmen, in den Museen etwas über die kubanische Geschichte lernen, am Bücher- oder Kunstgewerbemarkt zuschlagen oder zwischen den weitläufigen Plätzen und gemütlichen Shops noch versteckte Ecken entdecken.

Prachtvolle Kolonialbauten im Stil des Barock und Neoklassizismus aus den letzten vier Jahrhunderten, großartige Paläste und mächtige Festungsanlagen versetzen den Besucher in die Zeit der Kolonialherrschaft Kubas zurück. Einige der ehrwürdigen Bauten gehören zu den ältesten spanischen Kolonialsiedlungen in Mittelamerika. In den ersten Jahren der kubanischen Revolution in den 1950er Jahren wurden leider mehrere Gebäude beschädigt oder stürzten in Folge ein, ihre Restaurierung wird jedoch seit 1993 durch internationale Spendengelder und teilweise auch von der UNESCO unterstützt.

Der Plaza Vieja mit seiner wunderschönen Kolonialarchitektur in der Alstadt von Havanna, Kuba - © Aleksandar Todorovic/Shutterstock
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Nachdem der Korsare Jaques de Sores Havanna eroberte und die erhofften Reichtümer nicht fand, brannte er die Stadt bis auf ihre Grundmauern nieder. Dies war Havanna eine Lehre und die Stadt wurde durch Forts und Mauern zum Schutz vor Piraten befestigt. Die damals errichteten Stadtmauern begrenzen heute die Altstadt Havannas, in der Landessprache „La Habana Vieja” (das alte Havanna) genannt.

Highlights der Altstadt von Havanna

Alle sehenswerten Bauten von Havanna zu beschreiben, würde hier zu weit führen, deshalb nur ein paar absolute Highlights:

Castillo de la Real Fuerza

Das Castillo de la Real Fuerza war 1558 die erste Festung in der Altstadt von Havanna, die nach dem Überfall durch Jaques de Sores wieder errichtet wurde. Die spanische Krone schickte den Baumeister und 14 offizielle Steinmetze, um den Bau zu überwachen.

Das Castillo de la Real Fuerza war 1558 die erste Festung in der Altstadt von Havanna, die nach dem Überfall durch Jaques de Sores wieder errichtet wurde, Kuba - © BasPhoto / Fotolia
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Castillo de los Tres Reyes del Morro

Das Castillo de los Tres Reyes del Morro bewacht den Eingang zur Bucht. Der Bau wurde aufgrund der Gefahr durch den berühmt-berüchtigten Piraten Sir Francis Drake veranlasst und auf dem Felsen „El Morro” errichtet – nicht zu verwechseln mit dem Castillo del Morro, etwa 10km südwestlich der kubanischen Stadt Santiago de Cuba.

San Salvador de la Punta

Ihm gegenüber befindet sich die Burg San Salvador de la Punta. Sie liegt am Beginn des Malecón, einer Uferstraße, die entlang der Küste direkt in die Altstadt Havannas führt. Um in der Nacht die Bucht noch besser vor dem Eindringen von Piraten zu schützen, war bis zum Castillo de los Tres Reyes del Morro eine dicke Eisenkette gespannt.

La Cabaña

Nächtliche Szenerie am Platz von San Francisco in der Altstadt von Havanna in Kuba - © Kamira / Shutterstock
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Die Festung La Cabaña im Osten der Bucht ist wohl die beeindruckendste Befestigungsanlage der spanischen Krone. Noch heute werden jeden Abend um 9 Uhr durch uniformierte Soldaten Kanonenschüsse abgegeben – sie erinnern an das damalige Schließen der Stadttore für die Nacht.

Revolutionsmuseum

Im Revolutionsmuseum im ehemaligen Präsidentenpalast kann die Original-Yacht „Granma” besichtigt werden, jenes schicksalsträchtige Schiff, von dem im Dezember 1956 Fidel Castro, Che Guevara und 80 weitere an Land gingen und damit die kubanische Revolution einleiteten. Die Bucht, in der sie landeten, Playa las Coloradas, kann übrigens im Nationalpark Desembarco del Granma besucht werden.

Teatro García Lorca

Kultur-Interessierte können im weltberühmten Teatro García Lorca einer Vorstellung des namhaften von Alicia Alonso gegründeten Nationalbaletts von Kuba beiwohnen, oder in der größten Konzerthalle Kubas einer musikalischen Darbietung lauschen.

Kathedrale San Cristóbal

Die imposante Kathedrale San Cristóbal ist kaum zu übersehen. Sie stammt aus dem mittleren 18. Jahrhundert und beeindruckt mit ihren beiden Türmen und der kunstvoll verzierten Fassade.

Die imposante Kathedrale San Cristóbal beeindruckt mit ihren beiden Türmen und der kunstvoll verzierten Fassade, Havanna, Kuba - © Kamira / Shutterstock
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Capitolio Nacional

Ebenfalls ins Auge springt das Capitolio Nacional, ein an die hundert Meter hoher Kuppelbau, der dem Kapitol in Washington D.C. nachempfunden wurde.

Plaza de Armas

Am Plaza de Armas (übersetzt „Platz der Waffen”) findet noch heute ein bei Besuchern beliebtes Schauspiel statt. Wie im 16. Jahrhundert finden hier noch heute militärische Zeremonien mit uniformierten Soldaten statt. Wer sich davon nicht angezogen fühlt, findet vielleicht den täglichen Büchermarkt interessant, auf dem in erster Linie Schriften über Fidel Castro, Che Guevara und Romane von Ernest Hemingway erstanden werden können.

Viele Besucher nennen Havannas Altstadt als den schönsten Teil von Havanna, dementsprechend findet man dort auch einen Großteil der Touristen.

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