Copper Mine Point auf Virgin Gorda, Jungferninseln

Der Copper Mine Point auf den Jungferninseln ist seit 2003 ein Nationalpark, der rund um eine alte Kupfermine aus dem 19. Jahrhundert errichtet wurde - © PD /Wiki
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Der Copper Mine Point befindet sich auf Virgin Gorda, einer der Britischen Jungferninseln, an der felsigen Südostküste. Die Ruinen der einstigen Kupfermine stellen einen malerischen Kontrast zu diesem sonst völlig unberührten Fleckchen Erde dar.

Der Copper Mine Point befindet sich im Südosten von Virgin Gorda, einem paradiesischen Eiland zugehörig zu den Britischen Jungferninseln (British Virgin Islands) in der Karibik. Der Copper Mine Point ist seit 2003 ein Nationalpark, der rund um eine alte Kupfermine aus dem 19. Jahrhundert errichtet wurde.

Geschichte der Copper Mine

Gerüchten und Legenden zufolge sollen die ersten Schächte der Mine bereits im späten 15. Jahrhundert durch die spanischen Entdecker in die Erde getrieben worden sein, in der Hoffnung, Silber zu finden. Bestätigt ist die Errichtung der Mine und deren Schächte durch die Briten im Jahr 1837/38. Der tiefste Schacht reichte bis etwa 80 Meter unter die Meeresoberfläche! In den folgenden Jahren wurde durch über 30 Bergarbeiter aus dem englischen Cornwall Eisenerz zutage gefördert und nach Spanish Town, dem Hafen von Virgin Gorda und von dort weiter nach Wales transportiert.

Die Erträge waren nicht berauschend, nur 24 Jahre später waren die Erzvorkommen erschöpft und die Mine am Copper Mine Point wurde wieder geschlossen. Einige der Bergarbeiter gründeten Familien auf Virgin Gorda, deren Nachkommen heute noch auf den Britischen Jungferninseln leben.

Besuch des Copper Mine Point

Teile und Mauerbestandteile des Originalschachtes der Mine, des Maschinenraums und des Haupthauses sind heute noch zu besichtigen. Hauptattraktion der Mine ist eigentlich ihre Antriebsmaschine aus Cornwall, die älteste der Welt. Sie wurde zum Abtransport der Erzfunde und zum Abpumpen von Wasser aus der Mine verwendet. Besichtigt werden kann sie nicht an ihrem alten Stammplatz, sondern am idyllischen Strand von Handsome Bay.

Die Ruinen am Copper Mine Point stehen heute unter Schutz und sind aufgrund ihrer ungeschützten Lage vor allem durch Hurrikans gefährdet. Pläne für eine vollständige Rekonstruktion der Kupfermine sind zwar vorhanden, deren Umsetzung wurde aber bis jetzt noch nicht in Angriff genommen. Ebenfalls angedacht ist die Errichtung eines Cottages für die Produktion von Schmuck, nachdem noch immer kleiner Mengen an minder wertvollen Steinen herumliegen, die eine professionelle Förderung nicht rechtfertigen würden, aber dennoch Gewinn abwerfen könnten. Zu finden gibt es neben Kupfer auch Malachit, Quartz oder der grau schimmernde Molybdänit, veraltet auch unter dem Namen Wasserblei bekannt.

Tipp: Das Schild, welches den Weg zum Copper Mine Point weist, ist leicht zu übersehen, nach der Abzweigung beim LSL-Restaurant also die Augen offen halten!

Der Copper Mine Point ist jedoch nicht nur für Geologen und historisch Interessierte Besucher sehenswert. Der abgelegene felsige Küstenstreifen ist der ideale Ort, um die Einsamkeit zu genießen und über die schäumende See und den Flughafen an der rauen Nordküste zu blicken. Auch die Silhouetten der historischen Steinmauern gegen das Blau des Himmels und des Ozeans sind das eine oder andere Foto wert.

Von hier aus ist auch zu erkennen, warum Christoph Kolumbus das Eiland einst „dicke Jungfrau” nannte. Virgin Gorda sieht vom Copper Mine Point tatsächlich aus, wie eine liegende Frau, die ein Kind erwartet.