Historisches Zentrum von Willemstad, Curaçao

Die in bunten Farben leuchtenden direkt am Wasser errichteten Häuser in Willemstad, Curacao - © Tilo Grellmann / Fotolia
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Das historische Zentrum von Willemstad, der Hauptstadt der karibischen Insel Curaçao erinnert durch die niederländische Kolonialherrschaft sehr an Amsterdam – mit dem karibischen Flair eine absolut sehenswerte Mischung!

Willemstad ist die Hauptstadt der karibischen Inseln Curaçao, die zu den Niederländischen Antillen gehört. Der Einfluss der Niederländer in Willemstad ist kaum zu übersehen. Seit 1997 zählt das historische Zentrum von Willemstad zum Weltkulturerbe der UNESCO.

BILDER: Historisches Zentrum von Willemstad

 

Das schmucke Städtchen mit seinen in allen Farben leuchtenden direkt am Wasser errichteten Häusern erinnert sehr an die niederländische Hauptstadt Amsterdam und ist mit ihrem karibischen Flair wahrlich eine Augenweide. Der Grund für die Farbenpracht war übrigens die Augenkrankheit eines Gouverneurs der West Indies Company im Jahr 1817, den das grelle Weiß der Fassaden in den Augen schmerzte.

Das Stadtviertel Punda ist der älteste Teil von Curaçaos Hauptstadt Willemstad und wurde im Jahr 1997 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt - © James Camel / franks-travelbox
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Die Entstehungsgeschichte einiger denkmalgeschützter Häuser lässt sich bis ins 17. Jahrhundert zurückverfolgen. Die meisten dieser luxuriösen, liebevoll restaurierten Wohnhäuser befinden sich in den Stadtvierteln Scharloo und Pietermaai südlich des Schottegat und bieten ein malerisches Zeugnis der farbenprächtigen Architektur aus der Kolonialzeit.

Stadtviertel Punda

Touristisch am interessantesten ist das Stadtviertel Punda („Punkt“). Hier begannen die Holländer im 1634 nach der Eroberung Curacaos von den Spaniern mit der Errichtung ihrer Stadt. Ihre erste Amtshandlung war der Bau einer Festung zum Schutz der Hafeneinfahrt – das Fort Amsterdam war am Entstehen. Neben dem ältesten Gebäude von Curaçao ist in Punda auch die älteste Synagoge der gesamten westlichen Hemisphäre zu finden.

Das prunkvoll verzierte Penha-Gebäude im Stadtteil Punda zählt zu den eindrucksvollsten Beispielen niederländischer Kolonialarchitektur, Willemstad, Curaçao - © James Camel / franks-travelbox
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Punda ist jedoch nicht nur der historischste Teil von Willemstad, sondern mit Märkten und Boutiquen auch die beste Shopping-Adresse. Waren aus aller Welt können hier erstanden werden. Zu den bekanntesten Geschäftslokalen zählt die Parfümerie Penha, die in einem der schönsten Gebäude von Willemstad untergebracht ist.

Über die hübsche Fußgänger-Brücke Queen-Emma-Bridge oder salopper „Swinging Old Lady”, die zur Seite gefahren werden kann, um Schiffe durchzulassen, gelangt man seit 1886 über die Bucht Sint Annabaai von Punda in das Stadtviertel Otrabanda („die andere Seite”).

Die berühmte schwenkbare Queen-Emma-Bridge führt von Punda über die Sint Annabaai in den Stadtteil Otrabanda, Willemstad, Curaçao - © James Camel / franks-travelbox
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Stadtviertel Otrabanda

Otrabanda wurde 1707 auf der anderen Seite der Sint Annabaai erbaut, nachdem Punda allmählich zu klein wurde. Auch Otrabanda erhielt eine Festung zu seinem Schutz: Das Riffort, liegt genau gegenüber von Fort Amsterdam und lädt zum Speisen innerhalb historischer Mauern ein. Das Viertel ist mit seinen verwinkelten Gässchen, alten Denkmälern und versteckten Plätzen am besten zu Fuß zu erkunden.

Otrabanda war früher ein wichtiger Sklavenmarkt der Karibik und ist heute immer noch das Zentrum des farbigen Mittelstandes in Curacao, nachdem sich hier im 18. und 19. Jahrhundert viele freigelassene Sklaven ansiedelten.

Im Gassengewirr von Otrabanda kann das Leben im 18. Jahrhundert in Willemstad, Curaçao, noch gut nachvollzogen werden - © James Camel / franks-travelbox
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Tipp: Nach Einbruch der Dunkelheit sollten die engen Gassen von Otrabanda von Touristen gemieden werden.

Weiterführende Links:

Offizielle Website von Willemstad (englisch)