Fortkerk in Willemstad, Curaçao

Die Fortkerk innerhalb der Mauern von Fort Amsterdam in Willemstad ist gleichzeitig mit der Festung das älteste Gebäude auf Curaçao - © James Camel / franks-travelbox
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Die historische Fortkerk innerhalb der Mauern von Fort Amsterdam in Willemstad ist gleichzeitig mit der Festung das älteste Gebäude auf Curaçao und fungiert heute als Museum.

Die Fortkerk („Festungskirche“) befindet sich innerhalb der Mauern des eindrucksvollen Forts Amsterdam, welches in Willemstad direkt an der Sint Annabaai liegt. Sie ist genauso alt wie das Fort selbst und damit gleichzeitig mit der Festung das älteste Gebäude auf Curaçao.

Im Jahr 1635 wurde die Fortkerk als hölzerne Garnisonskirche erbaut und 1707 durch einen Backsteinbau ersetzt. Ihr heutiges Erscheinungsbild stammt aus dem Jahr 1742. In den späten 1860er-Jahren wurde die Kirche aufgestockt und unter dem Kirchenraum ein Militärmagazin und später ein Rumlager eingerichtet. Die heute in leuchtendem Gelb getünchte Fortkirche, die „Vereinigte Protestantische Kirche“ der Niederländischen Antillen, wurde im Jahr 1992 renoviert und ist erst seitdem für die Öffentlichkeit zugänglich.

Besuch der Fortkerk

Auf den ersten Blick denkt man beim Anblick der Fortkerk nicht an eine Kirche, sondern ein weiteres Verwaltungsgebäude des Forts. Lediglich das Kreuz an ihrem höchsten Punkt verrät ihre Funktion. Zwei großzügige Freitreppen führen in den dezent ausgestatteten Kirchenraum, dessen auffälligsten Schmuck die Barockorgel linker Hand darstellt.

In den Mauern der Fortkerk in Willemstad steckt heute noch eine Kanonenkugel, die vom legendären Kapitän Bligh abgefeuert wurde, Curaçao - © James Camel / franks-travelbox
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In der Mauer über der linken Treppe kann immer noch eine Kanonenkugel bewundert werden. Sie stammt aus dem 26 Tage lang dauernden Beschuss im Jahr 1804, als der legendären Kapitän Bligh, der vielen durch die Meuterei auf der Bounty ein Begriff ist, vergeblich versuchte, Willemstad einzunehmen.

Seit die Kirche als Museum fungiert, kann sie nur noch gegen eine geringe Gebühr betreten werden (nachmittags geschlossen) und informiert über die Geschichte der Fortkerk und die protestantische Gemeinde auf Curaçao. Neben den religiösen Ausstellungsstücken werden in der Fortkerk auch historische Landkarten und die originale Kirchturmuhr aus dem Jahr 1766 präsentiert.