Fort Nassau, Curaçao

Das Fort Nassau bietet Touristen eine spektakuläre Aussicht über Willemstad und ein vorzügliches Restaurant, Curaçao - © James Camel / franks-travelbox
© James Camel / franks-travelbox

Das Fort Nassau aus dem 18. Jahrhundert thront über dem Hafen von Curaçao und lockt Touristen mit spektakulärer Aussicht und einem vorzüglichen Restaurant auf den Hügel über Willemstad.

Der Eingang von der Sint Annabaai zum Schottegat, dem riesigen Hafen von Curaçao, wird vom Fort Nassau bewacht. Die steinerne Festung thront auf dem Sablica Hügel knapp 70 Meter über dem Meeresspiegel und hat eine verhältnismäßig ruhige Geschichte hinter sich. Viele Touristen sind der Meinung: „Man hat Curaçao nicht gesehen, so lange man Fort Nassau nicht gesehen hat!“

Geschichte von Fort Nassau

Baubeginn der Festung war im Jahr 1795, als dem damaligen Landbesitzer, Hubertus Coerman von der Regierung mitgeteilt wurde, dass auf seinem Grund eine Festung errichtet werden würde. Widerspruch wurde nicht geduldet, im Gegenteil mussten die damaligen Bürgen von Willemstad auch noch die Kosten für die Festung übernehmen, die mit 60.000 Gulden in der damaligen Zeit alles andere als ein Schnäppchen waren.

Von Anfang an war den Einheimischen nicht ganz klar, wofür man an dieser Stelle – weit hinter dem offenen Meer – eine Verteidigungsanlage benötigen sollte. Und sie sollten recht behalten, denn seinem Zweck als Befestigungsanlage kam das Fort Nassau lediglich einmal am 1. Jänner 1807 gegen eine britische Invasion nach und dies auch ohne Erfolg.

Das steinerne Fort Nassau thront auf dem Sablica Hügel knapp 70 Meter über dem Meeresspiegel und bewacht die Einfahrt zum Hafen von Curaçao - © Lila Pharao / franks-travelbox
© Lila Pharao / franks-travelbox

Das Pendant zum Fort Nassau auf der Punda-Seite, ist übrigens das Fort Waakzamheid aus dem Jahr 1803, welches den Schottegat von der Otrabanda-Seite aus schützt und mit einem fantastischen Panorama-Restaurant ebenfalls spektakuläre Rundumsichten über Willemstad, seinen Hafen und das Meer bietet.

Die Briten nahmen das Fort Nassau ein und tauften es, nach dem damaligen König von England, von Fort Republiek auf Fort George um. Neun Jahr später konnte die Festung von den Niederländern zurückerobert werden und wurde nach dem niederländischen Königshaus „Fort Oranje Nassau“ genannt.

Im Zweiten Weltkrieg fungierte Fort Nassau US-amerikanischen Truppen als Stützpunkt, die die Festung allerdings im Jahr 1947 wieder verließen. Zwischendurch befand sich im Fort Nassau die Steuerung für die Queen-Emma-Brücke in Willemstad. Das Fort kann nun kostenlos besichtigt werden und seit 1959 beherbergt es ein exquisites Restaurant für gehobene Ansprüche.

Das Fort Nassau auf Curaçao ähnelt mit seiner üppigen Bepflanzung heute fast mehr einem botanischen Garten als einer Festung - © James Camel / franks-travelbox
© James Camel / franks-travelbox

Besuch von Fort Nassau

Das Fort Nassau auf Curaçao ähnelt mit seiner üppigen Bepflanzung heute fast mehr einem botanischen Garten als einer Festung. Zwischen nahezu malerischen, gelb gestrichenen Mauern führen gepflasterte Pfade durch die historische Festung, die in ihrem Erscheinungsbild über die Jahrhunderte kaum verändert wurde.

Schließlich gelangt man zu einer Aussichtsplattform über dem gewaltigen Hafenbecken von Curaçao, von wo aus sich die Ausmaße des angeblich siebtgrößten natürlichen Hafens der Welt erst so richtig erfassen lassen.

Blick vom Fort Nassau auf den Schottegat, den gewaltigen Industriehafen von Curaçao - © James Camel / franks-travelbox
© James Camel / franks-travelbox

Am Abend ist der Besuch im Fort Nassau ebenfalls zu empfehlen, denn dann liegt einem das fantastische Lichtermeer von Willemstad und Schottegat zu Füßen. Und wer rechtzeitig da ist, kann von der Terrasse aus mit einem exotischen Cocktail in der Hand den Sonnenuntergang genießen.

Speisen auf Fort Nassau

Seit 1959 beherbergt das Fort Nassau ein Restaurant, welches sowohl karibische als auch internationale Spezialitäten serviert, die von einer umfassenden Auswahl an Weinen begleitet werden. Beim Mittagessen bietet sich ein atemberaubender 360°-Rundblick über Willemstad mit seinen beiden Stadtteilen Punda und Otrabanda und der Queen Emma-Bridge.

Seit 1959 beherbergt das Fort Nassau ein Restaurant, welches sowohl karibische als auch internationale Spezialitäten serviert, Curaçao - © James Camel / franks-travelbox
© James Camel / franks-travelbox

Weiterführende Links:

Offizielle Website von Fort Nassau auf Curaçao (englisch)