Santa Ana Kirche in Noord, Aruba

Arubas schmucke Santa Ana Kirche zwischen Oranjestad und Noord Arubas ist heute vor allem durch ihren wunderbar geschnitzten Altar sehenswert - © James Camel / franks-travelbox
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Zwischen Oranjestad und Noord thront die schmucke Santa Ana Kirche. Das zweite Gotteshaus Arubas ist heute vor allem durch ihren wunderbar geschnitzten Altar sehenswert.

Die Santa Ana Kirche in Noord, der nach Oranjestad und Sant Nicolaas drittgrößten Stadt von Aruba, thront direkt an der Verbindungsstraße von Oranjestad nach Noord. Die katholische Kirche ist der Heiligen Anna, der Mutter der Jungfrau Maria geweiht und von einem Friedhof mit Gräbern in verschiedensten Pastelltönen umgeben.

Der Grundstein für die ursprüngliche Kirche an der Stelle der heutigen Santa Ana Kirche wurde bereits im Jahr 1776 gelegt. Damals wurde der Ruf nach einer zweiten arubanischen Kirche neben der Alto Vista Kapelle laut, denn von den Bewohnern von Alto Vista überlebten nur wenige einen heftigen Ausbruch der Pest und diese verließen Alto Vista und zogen nach Noord.

Das hölzerne Kreuz, welches von den ersten venezolanischen Missionaren auf Aruba ursprünglich in die Alto Vista Kapelle gebracht wurde, ist heute noch in der Santa Ana Kirche zu finden. Damals löste die Santa Ana Kirche die Alto Vista Kapelle als wichtigster religiöser Ort Arubas nach und nach ab.

Verschiedenste Gräber in Pastelltönen umgeben die Santa Ana Kirche, das zweitälteste Gotteshaus Arubas - © James Camel / franks-travelbox
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In den Jahren 1831 und 1886 wurde die Santa Ana Kirche neu aufgebaut. Ihr heutiges Erscheinungsbild stammt aus dem Jahr 1919, in dem es nach fünfjähriger Bauzeit fertiggestellt wurde.

Vor allem bemerkenswert ist ihr wundervoller Altar aus geschnitztem Eichenholz. Das prachtvolle Beispiel neugotischer Schnitzarbeit wurde im Jahr 1870 vom niederländischen Meister Hendrik van der Geld gefertigt und war eigentlich für die Antonius-Kirche im Den Haager Stadtteil Scheveningen gedacht. Angeblich sollte er 1870 beim ersten Vatikanischen Konzil in Rom sogar mit einem Preis ausgezeichnet worden sein. Als diese Kirche jedoch 1928 renoviert wurde, spendete der Gemeinde-Priester den Altar gemeinsam mit der zugehörigen Altarbank und der Kanzel den Niederländischen Antillen.

Am 25. August 2011 wurde das Dach der Kirche durch ein heftiges Unwetter schwer beschädigt. Altar, Altarbank und Kanzel blieben jedoch wie durch ein Wunder trotz des fehlenden Dachs unversehrt.