33-Bogen-Brücke in Isfahan, Iran

Die 33-Bogen-Brücke in Isfahan gilt als Meisterwerk des safawidischen Brückenbaus im Iran © MassimilianoLamagna/Shutterstock

Die majestätische 33-Bogen-Brücke in der iranischen Stadt Isfahan stammt aus der Regierungszeit der Safawiden und gilt als architektonisches Meisterwerk und Wahrzeichen Isfahans.


Die 33-Bogen-Brücke in der iranischen Großstadt Isfahan im Zentrum des Landes stammt aus der Zeit der Safawiden, die von Anfang des 16. Jahrhunderts an gut 200 Jahre regierten. Sie verbindet Isfahan mit dem armenischen Viertel Julfa am Südufer des Flusses Zavendah Rud und gilt als Meisterwerk des safawidischen Brückenbaus im gesamten Iran.

Die 33-Bogen-Brücke wird in der Landessprache „Si-o-se Pol" genannt („Si-o-se" bedeutet 33) und ist neben der Pol-e Shahrestan und der Pol-e Khaju eine der drei Brücken, die den Zavendah Rud überspannt. Im Jahr 1602 wurde sie vom Schah Abbas I. beauftragt und von einem Iraner mit georgischen Wurzeln namens Allahverdi Khan Undiladze aus Steinpfeilern und Ziegel errichtet. Dies ist der Grund, warum die Brücke außerhalb des Iran auch unter dem Namen Allahverdi-Khan-Brücke bekannt ist.

Die Brücke besteht, wie der Name schon sagt, aus arkadenartigen Bögen, die sich über eine Kette von insgesamt 33 Aquädukt-ähnlichen Rundbögen aneinander reihen. Mit einer Länge von knapp 300 und einer Breite von knapp 15 Metern stellt sie stellt die längste Brücke der Stadt dar und gilt als Wahrzeichen Isfahans.

Auf beiden Seiten laden breite Treppenaufgänge ein, die Promenaden, die links und rechts der majestätischen Brücke verlaufen, zu betreten. In einem größeren Bogen am Ende der Brücke ist ein Teehaus untergebracht, von dem aus man die Aussicht über den Fluss bei einer entspannenden Tasse Tee oder einer Shisha genießen kann. Ursprünglich konnte man in diesem Teehaus kunstvolle Fresken bewundern, die jedoch aufgrund ihrer angeblichen Obszönität entfernt wurden. Die obere „Etage" der Brücke ist nur den Fußgängern vorbehalten.

Die 33-Bogen-Brücke wenn der Zavenda Rud ausgetrocknet ist, Isfahan, Iran © Anna Azimi / Shutterstock

Sowohl der Ausblick, als auch der Anblick der 33-Bogen-Brücke ist übrigens während der heißen Sommermonate besonders skurril. Immer wieder kommt es nämlich vor, dass der Zavendah Rud bis auf den letzten Tropfen austrocknet. Die kunstvollen Bögen spannen sich dann scheinbar sinnlos über die breite versteppte Ebene des staubtrockenen Flussbettes.

Führt der Fluss genug Wasser, kann die 33-Bogen-Brücke auch von einer romantischen Fahrt in einem der schwanenförmigen Boote aus bewundert werden.


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