Freiheitsbrücke in Budapest, Ungarn

Die Freiheitsbrücke in Budapest hieß einst Franz-Joseph-Brücke und war die dritte Brücke, die die beiden Donauufer von Buda und Pest miteinander verband, Ungarn - © James Camel / franks-travelbox
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Die Freiheitsbrücke verbindet die beiden Stadtteile Buda und Pest in der ungarischen Hauptstadt. Sie wurde im Zweiten Weltkrieg verhältnismäßig wenig beschädigt und konnte als erste Donaubrücke wieder in Betrieb genommen werden.

Die Freiheitsbrücke ist eine der neun Donaubrücken die die beiden Stadtteile Buda und Pest der ungarischen Hauptstadt miteinander verbindet. Sie führ am Fuß des Gellért-Berges vom Platz Szent Gellért tér zum Kleinen Ring im Stadtteil Pest.

Geschichte der Freiheitsbrücke

Die Szabadság híd war nach der Kettenbrücke und der Margaretenbrücke die dritte Donaubrücke, die in Budapest errichtet wurde. Die Bauleitung hatte der ungarische Ingenieur János Feketeházy inne. Die Brücke wurde am 4. Oktober 1896 nach zweijähriger Bauzeit zum 1.000. Jahrestag der Landnahme eröffnet.

Ursprünglich hieß die Freiheitsbrücke Franz-Joseph-Brücke, nach dem amtierenden ungarischen Kaiser Franz Joseph I. An diesen erinnern immer noch die Initialen FJI am Pester Brückenkopf. Den letzten – silbernen – Nagel schlug der Kaiser symbolisch höchstpersönlich ein. Dieser Nagel ist übrigens bis heute erhalten. Nachdem er allerdings im Jahr 1956 entwendet wurde, befindet er sich heute geschützt unter Glas.

Das Königswappen an der Freiheitsbrücke ist noch von der Originalbrücke erhalten und konnte beim Wiederaufbau verwendet werden, Budapest, Ungarn - © James Camel / franks-travelbox
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Wiederaufbau als Freiheitsbrücke

Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Franz-Joseph-Brücke im Jahr 1945 beim Rückzug der Deutschen wie alle anderen Donaubrücken gesprengt. Der Schaden an dieser Brücke war allerdings verhältnismäßig gering, sodass sie originalgetreu wiederhergestellt und nur eineinhalb Jahre später, am 20. August 1946 als erste der zerstörten Brücken wieder eröffnet werden konnte – diesmal unter dem heutigen Namen Freiheitsbrücke. Sogar die originalen Ornamente, das Königswappen und die Turul-Vögel blieben erhalten und konnten bei der Rekonstruierung verwendet werden. Letztere sind mythische Vögel aus Ungarns Geschichte und sitzen zu viert mit ausgebreiteten Schwingen auf goldenen Kugeln über den Brückenpfeilern. Auch auf einem Pfeiler im Burgpalast ist ein derartiger Fabelvogel zu bewundern.