Fischerbastei in Budapest, Ungarn

Nächtliche Ansicht der prachtvollen Fischerbastei am sogenannten Burgberg im Stadtviertel Buda in Budapest, Ungarn - © James Camel / franks-travelbox
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Die Fischerbastei am Burgberg in Budapest erinnert mit ihren zahlreichen Treppen, Türmen und Zinnen sowie Reste der alten Stadtmauer an eine mittelalterliche Burg. Besucher dürfen die Fischerbastei vor allem wegen ihres fantastischen Blicks auf den Stadtteil Pest und die Donau auf keinen Fall versäumen.

Die Fischerbastei in der ungarischen Stadt Budapest befindet sich im Stadtviertel Buda am so genannten Burgberg. Das weitläufige Bauwerk wurde 1987 gemeinsam mit dem gesamten Burgviertel und den Donauufern durch die UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

Erbaut wurde die Fischerbastei von Frigyes Schulek in den Jahren 1895 bis 1902 für die Fischergilde von Buda am Standort des ehemaligen Fischmarktes, daher auch der Name. Im Mittelalter lag es in der Verantwortung der Fischergilde, diesen Teil der Stadtmauer zu verteidigen, der heute als architektonisches Juwel am Burgberg Budas glänzt.

Besuch der Fischerbastei

Heute ist die prachtvolle Fischerbastei eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Budapest. Mit seinen konischen Türmchen und Zinnen erinnert die Fischerbastei beinahe an ein Märchenschloss oder eine mittelalterliche Burg. Die sieben Türme sollen an die Zelte der Magyaren erinnern und stehen für deren sieben Stämme, die im Jahr 896 in der pannonischen Tiefebene heimisch waren.

Schon der Spaziergang von den Ufern der Donau auf den Burgberg hinauf belohnt immer wieder mit prachtvollen Aussichtspunkten über Budapest. Hat man schließlich die Terrasse der Fischerbastei erreicht, eröffnet sich einem ein fantastischer Panoramablick über die Stadt, den Stadtteil Pest, die Kaiserin-Elisabeth-Brücke und die Kettenbrücke über der Donau, die Margareteninsel mit der gleichnamigen Brücke sowie den Gellért-Hügel.

Von der Fischerbastei am Burgberg in Budapest hat man einen fantastischen Ausblick auf den Stadtteil Pest und die Donau, Ungarn - © James Camel / franks-travelbox
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König Stephan I. auf der Fischerbastei

Direkt vor der Fischerbastei thront eine Reiterstatue von König Stephan I., dem ersten christlichen König Ungarns, dem auch die größte Basilika von Budapest gewidmet ist. Die Statue stammt aus dem Jahr 1906 und wurde von Alajo Stróbl entworfen. Die Pläne zum Sockel der Statue stammen vom Erbauer der Fischerbastei. Dieser schmückte ihn mit Löwenfiguren und Szenen aus dem Leben von König Stephan I., darunter die „Krönung”, die „Huldigung von Wien”, die „Gesetzesverkündung und der „Kirchenbau”. Bemerkenswert ist, dass der König seinen Blick nicht auf die Stadt, sondern auf die nahe gelegene Matthiaskirche richtet.

Die Terrasse der Fischerbastei auf der eine Reiterstatue von König Stephan I., dem ersten christlichen König Ungarns thront, Budapest, Ungarn - © James Camel / franks-travelbox
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Spaziergang über die Fischerbastei

Spaziert man die 140m langen Mauern der Fischerbastei mit ihren Treppen, Gängen, Wegen und Aussichtsbereichen entlang, gelangt man zu eben dieser neogotischen Matthiaskirche, dem Hotel Hilton, einem Koloss, der die malerische Atmosphäre der Fischerbastei geradezu verschandelt und dem Andreas-Hess-Platz, benannt nach dem Betreiber der ersten öffentlichen Druckerei Ungarns, die in einem Haus gegenüber untergebracht war. Am Fuß der Treppe des südlichen Turms in der St. Michael-Friedhofskapelle wird die Geschichte der Papierproduktion vorgestellt.