Jalta auf der Halbinsel Krim, Ukraine

Die armenische Kirche in Jalta an der Südküste der Halbinsel Krim, Ukraine, beeindruckt durch ihre detailverliebte steinerne Fassade - © Travelpleb CC0 1.0/Wiki
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Jalta ist mit seinem angenehmen Klima das beliebteste Urlaubsziel an der Südküste der Halbinsel Krim am Schwarzen Meer. Nirgendwo sonst auf Krim findet man so viele Sehenswürdigkeiten derart konzentriert – von prachtvollen Schlössern über zauberhafte Kirche bis hin zu malerischen Buchten und Wasserfällen.

Die ukrainische Stadt Jalta ist das touristische Zentrum an der Südküste der Halbinsel Krim am Schwarzen Meer. Sein angenehmes Klima, das mit der Côte d’Azur in Frankreich oder der kroatischen Küste verglichen werden kann, macht Jalta vor allem in den Sommermonaten zu einem lebhaften Ferienort.

Schon im 19. Jahrhundert wusste der russische Hochadel das ausgezeichnete Klima und die sensationelle Landschaft um Jalta zu schätzen und so entstanden rund um Jalta auch einige der schönsten Zaren-Paläste. Das einstige Fischerdorf entwickelte sich bald zu einem der viel besuchten Krim-Kurorte. Die erstklassigen Sanatorien locken damals wie heute viele Kurgäste in die „Perle der Krim”.

Jalta hat keinen eigenen Flughafen und ist leider nicht an das ukrainische Bahnnetz angebunden, sondern von Simferopol aus nur mit dem Trolleybus auf der längsten Trolleybus-Linie der Welt zu erreichen. Die Fahrt erfolgt über das malerische Krimgebirge und bietet einige unvergessliche Ausblicke auf das Schwarze Meer.

Hafenpromenade von Jalta

Jalta kann zwar nicht mit so traumhaften Stränden wie andere Krim-Kurorte aufwarten, die palmengesäumte Hafenpromenade der Stadt ist jedoch mindestens genauso sehenswert. Vom weithin sichtbaren Lenin-Denkmal aus lädt die Flaniermeile zu gemütlichen Spaziergängen am Schwarzen Meer ein. An zahlreichen Cafés und Bistros lässt es sich vor der Kulisse des Krimgebirges gemütlich faulenzen und die schnittigen Yachten im Hafen von Jalta beobachten. Manche Hotels und Sanatorien liegen direkt am schmalen Kiesstrand, der dann auch nur für Gäste zugänglich ist.

Alexander-Newski-Kathedrale

Die Alexander-Newski-Kathedrale zählt zu den bedeutendsten Kirchen der Region. Sie wurde in den Jahren 1891 bis 1902 von Nikolai Krasnow errichtet, der später auch den Palast Liwadia erbaute. Am 5. Dezember 1902 wurde die typisch russische Kirche mit gelb-weiß verzierter Fassade und goldenen Zwiebeltürmen unter Zar Nikolaus II. dem russischen Nationalheiligen Alexander Newski geweiht. Die Kathedrale wurde auch zum Andenken an Zar Alexander II errichtet, der 1881 einem Attentat zum Opfer fiel.

Armenische Kirche

Die armenische Kirche in Jalta an der Südküste der Halbinsel Krim, Ukraine, beeindruckt durch ihre detailverliebte steinerne Fassade - © Travelpleb CC0 1.0/Wiki
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Die Armenische Kirche in Jalta liegt nur 10 Gehminuten von der Alexander-Newski-Kathedrale entfernt und überblickt Jalta von einem kleinen Hügel aus. Die von 1909 bis 1919 erbaute Kirche ist vor allem aufgrund ihrer detailverliebten Architektur sehenswert und bietet einen herrlichen Ausblick über Jalta.

Tschechow-Museum

In der Ulitsa Kirova befindet sich das Tschechow-Museum, welches das Leben und Wirken des russischen Schriftsteller Anton Tschechow zeigt. Auch sein ehemaliges Wohnhaus, in dem der bekannte Künstler die letzten fünf Jahre seines Lebens verbrachte, kann besichtigt werden. Dies liegt allerdings im knapp 20km entfernten Krim-Kurort Hursuf.

Massandra-Palast

Im Nordosten von Jalta, eine Viertelstunde mit dem Auto von Jaltas Zentrum entfernt, thront der französisch inspirierte Massandra-Palast. Er wurde in der ersten Hälfte des 19. Jahrhundert von einem polnischen Adeligen errichtet und diente bereits dem russischen Zaren Alexander III. und dem russischen Diktator Josef Stalin als prächtiger Sommersitz. Im angeschlossene Weingut kann nach einer Führung durch die Kellereien an einer Weinverkostung teilgenommen werden.

Ausflug zum Schloss Schwalbennest

Gleich am Anfang der Hafenpromenade legen die Boote zum Schloss Schwalbennest ab, sicherlich die romantischste Anfahrt zu dem malerischen Märchenschloss, das auf einem markanten Felsen thronend als Wahrzeichen im Großraum Jalta und der südlichen Küstenlinie der Ukraine gilt.

Das malerische Schloss Schwalbennest gilt als beliebtestes Postkarenmotiv der Halbinsel Krim, Ukraine - © Sergii Votit / Shutterstock
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Ausflug zum Palast Liwadija

Der Palast Liwadija liegt im gleichnamigen Ort nur 10 Autominuten von Jalta entfernt. Der prächtige Palast war einst Sommersitz des letzten Zaren Russlands und zählt seit 2007 zu den Sieben Weltwundern der Ukraine. Im Februar 1945 erlangte er als Tagungsort der von den Alliierten abgehaltenen Konferenz von Jalta weltweite Berühmtheit.

Der Palast Liwadija auf der Halbinsel Krim wurde 1910 errichtet und fungierte als Sommersitz des letzten russischen Zaren Nikolaus II., Ukraine - © Brykaylo Yuriy / Shutterstock
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Ausflug zum Botanischen Garten in Nikita

Der kleine Ort Nikita liegt eine knappe halbe Autostunde von Jalta entfernt und ist für seinen prachtvollen botanischen Garten berühmt. Er wurde bereits im Jahr 1812 gegründet und gehört somit zu den ältesten botanischen Gärten der Welt. Unter duftenden Kirschblüten und zwischen kühlenden Wasserbecken lässt es sich wunderbar flanieren und die exotische Pflanzenwelt bestaunen.

Der Utschan-Su-Wasserfall in der Nähe von Jalta im Süden der Halbinsel Krim gehört zu den höchsten Wasserfällen der Ukraine - © Amaga PD / Wiki
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Ausflug zum Wasserfall Utschan-Su

Der Utschan-Su liegt auf dem Weg zum Bergmassiv Ai-Petra etwa 7km von Jalta entfernt und zählt zu den höchsten Wasserfällen der Ukraine. Utschan-Su bedeutet aus dem Krimtartarischen übersetzt wenig einfallsreich „Fallendes Wasser” und stürzt über zwei Stufen 98,5 Meter in die Tiefe. Seit 1947 steht der Utschan-Su am Südhang des Ai-Petra unter Naturschutz und ist seit 1973 Teil des Jalta-Bergwald-Schutzgebietes. Der gleichnamige Fluss Utschan-Su fließt bis nach Jalta und mündet dort ins Schwarze Meer.