Ruta del Don Quijote in La Mancha, Spanien

Windmühlen in Castilla-La Mancha, auf der Ruta del Don Quijote, gegen die Don Quijote angeblich gekämpft hat und dabei fast von den sich drehenden Windrädern erschlagen wurde, Spanien - © Nella / Shutterstock
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Die Ruta del Don Quijote startet in der spanischen Stadt Toledo und führt auf den Spuren des berühmten Romanhelden Don Quijote durch die Provinz Castilla-La Mancha im Herzen von Spanien.

In der zentralspanischen Provinz Castilla-La Mancha beginnt in deren Hauptstadt Toledo der 2005 ins Leben gerufene Rundweg „Ruta del Don Quijote”, die auf einen zwar großen, aber fiktiven spanischen Nationalhelden zurückgeht.

Die Geschichte von Don Quijote

„An einem Ort in der Mancha, an dessen Namen ich mich nicht erinnere…” So beginnt der berühmte Roman „Don Quijote”, der heute untrennbar mit der Region La Mancha verbunden ist. Der bekannte Roman von Miguel de Cervantes Saavedra, handelt von einem Mann namens Don Quijote, der nach der Lektüre einiger Ritterromane beschließt, in die Welt hinauszuziehen. Er sucht sich eine verrostete Ritterrüstung zusammen, nimmt sich ein altes Pferd, das er Rosinate tauft, und stellt den dicken Sancho Pansa als Knappen ein. Verliebt in das Bauernmädchen Dulcinea reitet er in die zentralspanischen Ebenen, um gegen Unrecht und Unterdrückung zu kämpfen. Die wohl bekannteste Episode der Geschichte ist jene, in der Don Quijote gegen Windmühlen kämpft, weil er in ihnen gefährliche Riesen sieht und dabei fast von den sich drehenden Windrädern erschlagen wird.

Noch heute streiten die Dörfer von La Mancha untereinander, in welchem von ihnen dieser Kampf gegen die Windmühlen denn nun stattgefunden hat. Denn obwohl es Don Quijote, sein Pferd Rosinate oder die schöne Dulcinea nie gegeben hat, will doch jeder Anspruch auf sie erheben.

Ruta del Don Quijote – auf den Spuren einer weltberühmten Romanfigur

Der Romanheld ist für die Region zu einer wichtigen Werbung geworden. Auf der mit eigenen Schildern gut markierten Ruta del Don Quijote, die das ganze Jahr über zu Fuß oder mit dem Auto erkundet werden kann, begegnet einem der kühne, selbsternannte Ritter an jeder Ecke. Bars, Restaurants und Museen sind nach ihm benannt, und man findet überall Geschäfte, in denen man Souvenirs kaufen kann.

Sollte jemand im Sinn haben, die gesamte Ruta del Don Quijote zu besichtigen, sollte er sich auf jeden Fall ein Auto dafür nehmen, denn ihre Gesamtlänge beträgt 400 Kilometer und sich teilt auf zehn Etappen auf.

In dem Roman werden nur wenige Orte namentlich genannt. Einer davon ist El Toboso, ein Ort mit 5000 Einwohnern, der durch diese Erwähnung im Roman Berühmtheit erlangte. Hier soll die hübsche Dulcinea geboren worden sein, und alles in dem malerischen Dorf ist ihr gewidmet. Außerdem soll in El Toboso einst eine Frau namens Ana Zarco gelebt hat, die Cervantes angeblich zur Figur der Dulcinea inspiriert hat.

Heute gibt es entlang der Ruta del Don Quiquote noch ein paar Dutzend Windmühlen; im Mittelalter sollen es noch ein paar Hundert gewesen sein. Die Mühlen sind zu einem Großteil verfallen und nicht mehr funktionsfähig, einige davon wurden aber restauriert und wieder in Betrieb genommen, damit sich die vorbeifahrenden Besucher auf den Spuren des Don Quijote seinen Kampf mit den Windmühlen so lebhaft wie möglich vorstellen können.