Platja de Palma und s’Arenal auf Mallorca, Spanien

Der Platja de Palma ist mit traumhaftem Strand, zahlreichen Diskos und riesigen Hotels Touristenzentrum und Partymeile auf Mallorca, Spanien - © sebikus / Shutterstock
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Die Ferienorte Platja de Palma und s’Arenal und der zugehörige Strand bezeichnen die deutsche Partymeile auf Mallorca. In der Nähe der Hauptstadt Palma ging hier jeder Nacht bis in die frühen Morgenstunden die Post ab. Mittlerweile kämpfen die Mallorquiner gegen das Ballermann-Image heftig an.

Platja de Palma und s’Arenal auf Mallorca sind für das „Ballermann-Image” der Balearen-Insel verantwortlich. An der Südküste der Insel nur wenige Autominuten vom Flughafen und der Hauptstadt Palma de Mallorca entfernt sorgen die vor allem deutschen Feriengäste von Urlaubssaison zu Urlaubssaison für lautstarke Partystimmung bis in die frühen Morgenstunden.

Als Platja de Palma (spanisch: Playa de Palma) wird der Sandstrand bezeichnet, der sich von Can Pastilla gut 5km bis nach S’Arenal erstreckt. Dazwischen liegen mehrere Marinas und die Hotelquartiere Sometimes, las Maravillas und Ses Cadenes. Insgesamt liegen in den 3-4 Häuserblocks am Platja de Palma 250 Hotels mit über 50.000 Betten, eine der höchsten Betten-Konzentrationen weltweit.

Auch im Winter ist die Platja de Palma fest in deutscher Hand, viele Langzeiturlauber verbringen die kalten Monate am Mittelmeer. Sind die Hotels und Strandbars geschlossen, ist es am Partystrand angenehm ruhig und die kilometerlange Küste eignet sich hervorragend für Strandspaziergänge und Radtouren.

Platja de Palma

Platja de Palma ist auch eine Ortschaft am gleichnamigen Strand. Diese ist DIE Partydestination schlechthin und wird vor allem von deutschen Urlaubern frequentiert. Hier erhält man deutschen Filterkaffee, deutsches Bier und deutsche Wurst vom deutschen Metzger. Und was man aus Film und Fernsehen kennt: Das Sangria-Saufen aus dem Plastikeimer mit überlangen Strohhalmen. Partystimmung, Balzgehabe und die unschönen Auswirkungen davon sind hier vorprogrammiert.

Herrliche Uferpromenade am Platja de Palma bei C'an Pastilla, Mallorca, Spanien - © FernandoJoseV.Soares/Shutterstock
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Die bekanntesten Lokale in Platja de Palma sind das „Oberbayern”, der „Bierkönig”, der größte Biergarten weltweit, der „Mega-Park” und natürlich „Ballermann 6″.

Ballermann 6

Der weltbekannte Ballermann 6 ist eigentlich eine Strandbar wie jede andere. 15 der so genannten „Balnearios” erstrecken sich entlang des Platja de Palma, die neben der Gastronomie auch der Orientierung am kilometerlangen Sandstrand dienen.

Gerade das Balneario Nummer 6 entwickelte sich mit der Zeit zum Treffpunkt deutscher Touristen und so wurde auch der Name der Strandbar bald als „Ballermann 6″ eingedeutscht. Die „Ballermann-Partyzone” wurde mittlerweile auf Balneario 4 bis 7 ausgedehnt und zeichnet sich durch einen Mix aus Schlager- und Technomusik („Ballermann-Hits”) und Saufgelagen aus.

S’Arenal

Die Ortschaft S’Arenal (spanisch: El Arenal) bezeichnet quasi die Grenze des Platja de Palma, obwohl es offiziell nicht mehr zum Strand, sondern bereits ins nächste Gemeindegebiet von Llucmayor gehört. Man sieht auch den Unterschied zu Palma: Die Straßen sind enger, die Bebauung chaotischer und die Hotels älter, dafür auch günstiger.

S’Arenal ist wie Platja de Palma vom Massentourismus geprägt und beherbergt die Balnearios 1 bis 4, in denen sich ebenfalls hauptsächlich deutsche Touristen treffen. Das Flair des ehemaligen Fischerdorfes kann man zwischen den unattraktiven Bettenburgen höchstens noch im alten Ortskern erahnen, wo noch typische Häuser aus der Gründerzeit des 18. und 19. Jahrhunderts zu finden sind.

Restriktionen am Platja de Palma

Die Partyzone am Platja de Palma ist mittlerweile nicht mehr ganz so entfesselt. Die Behörden versuchen, die Alkoholexzesse an den Stränden durch strengere Regeln und nächtliche Kontrollen zu minimieren. Am Image des Platja de Palma wird ständig gearbeitet. Mittlerweile haben sich sogar gehobene Restaurants und Bars etablieren können. Das „Eimersaufen” ist seit einigen Jahren verboten und 2013 gab es erstmals in der Hochsaison ein komplettes Alkoholverbot am Ballermann, um ein besseres Bild abzugeben.

Ebenfalls wurde die Musik-Lautstärke am Strand auf 64 Dezibel begrenzt, wodurch die Ballermann-Hits nicht mehr ganz so weit zu hören sind. Diese Schallgrenze gilt übrigens für die gesamte Insel. Sperrstunde ist nun um spätestens 2 Uhr nachts und um Mitternacht darf draußen überhaupt keine Musik mehr gespielt werden. Sowohl Gäste als auch Lokalbesitzer demonstrierten gegen die Einschränkungen, konnten die Umsetzung jedoch nicht verhindern.

Der Platja de Palma ist tatsächlich wunderschön, wird jeden Morgen penibel gereinigt und ist mittlerweile auch als Familiendestination in Ordnung. Etwas laut, dafür aber nie langweilig und die altbekannten Menüs aus der deutschen Küche findet man auch vor Ort. Am Abend sollten die lieben Kleinen allerdings sicherheitshalber vor diversen unschönen Anblicken trinkfreudiger Urlauber geschützt werden.

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