Castillo de Ponferrada in Ponferrada, Spanien

Das Castillo de Ponferrada, eine prächtige historische Templerburg, liegt in der gleichnamigen Stadt im Nordwesten Spaniens, und bildet eine wichtige Station auf dem Jakobsweg.

Das Castillo de Ponferrada liegt in der spanischen Stadt Ponferrada und war ursprünglich eine keltische Befestigungsanlage. Die Römer errichteten hier eine Festung, durch die sie den Abtransport von Gold aus den Las Médulas, nahe gelegenen Goldminen, die heute zum Weltkulturerbe der UNESCO zählen, sicherstellen konnten. Hoch über dem Fluss Sil erbaut liegt das mächtige Bollwerk strategisch äußerst günstig und bietet einen guten Rundblick in alle Himmelsrichtungen.

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BILDER: Castillo de Ponferrada

Fotogalerie: Castillo de Ponferrada 

Pilgerschutz durch Tempelritter

Die 12 mächtigen Türme des Castillo de Ponferrada bilden die Form der Sternbilder nach, Spanien - © JoseAngelAstorRocha/Shutterstock
© JoseAngelAstorRocha/Shutterstock

Ab dem Mittelalter führte der Jakobsweg durch Ponferrada. Da über diese Gegend Spaniens zu dieser Zeit die Araber herrschten, übergab König Ferdinand II von León die Burg im Jahr 1178 an den Templerorden. Die Tempelritter bauten die Burg so weit aus, dass sie bewohnbar und ein Schutz für die Pilger auf dem Weg zur berühmten Kathedrale von Santiago de Compostela war.

Auch die Wälle wurden verstärkt, was der Grundstein für das heutige Aussehen der Burg war. Ein Schlossherr baute die Burg im 13. Jahrhundert weiter aus; rund 200 Jahre später entstanden insgesamt zwölf mächtige Türme, welche die Formen der Sternbilder nachbilden.

Da der eigentliche Zweck der eindrucksvollen Burg Schutz und Verteidigung war, wurde sie über die Jahrhunderte mit allem ausgestattet, was man heute von einer mittelalterlichen Burg erwartet: Türme, Wehrgänge mit Zinnen, dicke Mauern mit Schießscharten, ein Bergfried und eine Zugbrücke, über die man den Wassergraben vor dem Tor überqueren kann. Daher hat die Burg auch ihren Namen (Pons ferrata = eisenverstärkte Brücke).

Fall und Renovierung des Castillo de Ponferrada

Eine Zugbrücke führt über den Wassergraben bis zum imposanten Eingangstor des Castillo de Ponferrada in Spanien - © Pabl1n / Shutterstock
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Im 19. Jahrhundert wurde die Burg großteils zerstört, um zu verhindern, dass sie den Franzosen in die Hände fiel. Danach wurde die Ruine von der Bevölkerung hauptsächlich als Steinbruch und als Sportplatz genutzt. Ein Teil einer Mauer wurde sogar weggesprengt, um eine Sportanlage zu errichten.

Nach und nach wurde der historische Wert des Castillo de Ponferrada allerdings erkannt und die Burg wieder aufgebaut. Dafür wurden verschiedene Steine verwendet, und so kann man an deren Form und Farbe erkennen, welcher Teil der Burg in welcher Bauphase restauriert wurde.

Besuch des Castillo de Ponferrada

Von 1178 bis 1198 und von 1211 bis 1307 war das Castillo de Ponferrada im Besitz des Templerordens und ist heute noch als Templerburg bekannt, Spanien - © emei / Shutterstock
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Ponferrada liegt rund 200km östlich von Santiago dem Compostela am Ufer des Rio Sil. Obwohl die Burg nur von 1178 bis 1198 und von 1211 bis 1307 im Besitz des Templerordens war, ist sie noch heute offiziell als Templerburg bekannt. Ein Besuch lohnt sich vor allem aufgrund der sorgfältig restaurierten Ritterburg und der herrlichen Aussicht. Für die Besichtigung des altehrwürdigen Gemäuers sollten etwa 1-2 Stunden eingeplant werden, die gigantische Anlage ist jedoch auch schon von außen (ohne Eintritt zu bezahlen) imposant anzusehen.

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Besonders sehenswert ist auch die Templer-Bibliothek, die das Zentrum für historische Forschungen und Studien von Ponferrada beherbergt und ihren Besuchern wertvolle antike Schriften präsentiert. Rund 1400 Bände sind hier gelagert, unter anderem unbezahlbare Faksimile-Bücher der Werke von Leonardo da Vinci.

Weiterführende Links:

Öffnungszeiten und Eintrittspreise des Castillo de Ponferrada


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