Küstenstadt Piran, Slowenien

Die schmucke Küstenstadt Piran zählt zu den schönsten Orten Sloweniens und kann mit mittelalterlichen Gassen, einem malerischen Hauptplatz und einer grandiosen Aussicht aufwarten.

Das bildhübsche Piran erinnert an den nahezu perfekt symmetrischen Bug eines Schiffes, der sich ins Mittelmeer schiebt – und an Venedig, denn die Venezianer prägten der malerisch gelegenen Halbinsel seit dem 12. Jahrhundert ihren Stempel auf. Das mit zauberhaften Häusern dicht besiedelte Juwel an der Adria zählt zu unseren Top 10 Sehenswürdigkeit von Slowenien und wird am besten zu Fuß erkundet.

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Wie kommt man am besten nach Piran?

Piran ist gänzlich autofrei (was für die Einheimischen zwar selten zu gelten scheint), ortsfremde PKWs müssen auf den kostenpflichtigen Parkplätzen außerhalb abgestellt werden. Diese befinden sich an den beiden Zufahrten zu Piran, der Dantejeva ulica im Süden und der Ulica IX. Korpusa im Norden der Halbinsel. Beim Grand Hotel Bernardin befindet sich auch ein Busbahnhof.

Tartinijev trg (Hauptplatz von Piran)

Betritt man Piran von Süden aus und flaniert entlang der Hafenpromenade, gelangt man zum Hauptplatz Tartinijev trg, Slowenien - © James Camel / franks-travelbox
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Betritt man Piran von Süden aus und flaniert entlang der Hafenpromenade, gelangt man unweigerlich zum Tartinijev trg, dem zentralen Platz von Piran. Er hat seinen Namen vom berühmten „Teufelsgeiger“ Guiseppe Tartini, dessen Denkmal den Platz dominiert. Auch das Haus, in dem er 1692 geboren wurde, befindet sich direkt am Tartini-Platz.

Ebenfalls sehenswert ist das mit Spitzbogen verzierte Haus Benečanka. Hinter der auffällig roten Fassade sollte einst die heimliche Geliebte eines venezianischen Kaufmanns gewohnt haben.

Im säulenbewährten Občinska Palača an der Nordwestseite des Tartini-Platzes befinden sich die Stadtverwaltung und die Touristeninformation. Mehrere Cafés laden dazu ein, sich kurz hinzusetzen und den malerischen Ausblick aufs Mittelmeer zu genießen, der sich wunderbar in das Gebäude-Ensemble des Platzes einfügt.

Stadtmauer von Piran

Die Venezianer errichteten im 15. Jahrhundert die Stadtmauer von Piran im Süden von Slowenien, die zum Teil heute noch sichtbar ist - © James Camel / franks-travelbox
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Piran wurde im 5. Jahrhundert von Flüchtlingen aus der italienischen Römerstadt Aquileia gegründet, die damals von Attila dem Hunnenkönig erobert wurde. Die Venezianer übernahmen alsbald die Herrschaft und errichteten im 15. Jahrhundert die Stadtmauer von Piran, die zum Teil heute noch sichtbar ist.

Wer hinter dem Hauptplatz durch die typisch mediterranen Gassen nach oben spaziert, entdeckt zinnenbewährte Wehrtürme und einen fantastischen Aussichtspunkt nach dem anderen.

St. Georgs-Kirche

Die St. Georgs-Kirche am höchsten Punkt von Piran, Slowenien, ist schon von weitem nicht zu übersehen - © James Camel / franks-travelbox
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Die St. Georgs-Kirche am höchsten Punkt von Piran ist schon von weitem nicht zu übersehen, ihr Glockenturm ragt hoch über das Städtchen. Seine Ähnlichkeit zum Campanile zum Markusdom von Venedig ist übrigens kein Zufall – er wurde tatsächlich nach diesem berühmten Vorbild gestaltet. Sehenswert sind ihr prächtiger Barockschmuck und das achteckige Taufbecken im Baptisterium, welches aus einem römischen Gedenkstein gemeißelt wurde – noch gut zu erkennen an den typischen Delfinen.

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Vom Hügel der St. Georgs Kirche tut sich auch der herrliche Blick auf das klassische Postkartenmotiv mit dem „Schiffsbug“ Piran aus roten Ziegeldächern auf. Richtung Nordosten fällt der Blick auf die beiden Buchten Strunjan und Izola am tiefblauen Mittelmeer.

Stadtviertel Punta

An der Spitze der Halbinsel von Piran, Slowenien, wartet die kleine Kirche Sveti Klement - © James Camel / franks-travelbox
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Wer sich vom sensationellen Ausblick bei der St. Georgs-Kathedrale satt gesehen hat, spaziert über die Adamičeva Ulica wieder nach unten in Richtung Punta. Das charmante Stadtviertel an der Spitze der Halbinsel konnte sich seinen mittelalterlichen Flair bis heute bewahren.

Das Zentrum von Punta bildet der Prvomajski trg mit einem imposanten Barockbrunnen in seiner Mitte, der einst Pirans wichtigstes Wasser-Reservoir darstellte. Ds Regenwasser wurde von hier direkt in die Zisternen der Häuser geleitet.

Am äußersten Ufer der Halbinsel angekommen wartet die kleine Kirche Sveti Klement, die ebenfalls noch aus der Frühzeit Pirans stammt.

Seefahrts-Museum und Aquarium

Entlang der malerischen Uferpromenade gelangt man durch das Muggia-Tor wieder zum Hafen. Wer das hübsche Städtchen noch nicht verlassen möchte, kann dem Seefahrt-Museum einen Kurzbesuch abstatten. Keine Schiffe, dafür die Tierwelt des Mittelmeers gibt es im kleinen aber feinen Aquarium in der Kidričevo nabrežje zu bewundern.

Tipp: Entlang der Küste nur 30 Gehminuten von Piran entfernt liegt mit Portorož Sloweniens einziger richtiger Badeort. Der Strand von Portorož wurde sogar mit Sand aufgeschüttet und auch beim Grand Hotel Bernardin führen mehrere Leitern von Liegeflächen ins Mittelmeer.


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