Dreifaltigkeitskirche in Ljubljana, Slowenien

Mit ihrer säulenbewährten Fassade zählt die monumentale Dreifaltigkeitskirche von Ljubljana zu den schönsten Bauten der ganzen Stadt, Slowenien - © Truba7113 / Shutterstock
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Mit ihrer säulenbewährten Fassade zählt die monumentale Dreifaltigkeitskirche von Ljubljana zu den schönsten Bauten der ganzen Stadt. Ein Besuch lohnt sich auch aufgrund ihrer attraktiven Umgebung.

Die prächtige Dreifaltigkeitskirche thront in Begleitung anderer Sehenswürdigkeiten, wie der Universität, dem Philharmonie-Gebäude und der Burg von Ljubljana an der Westseite des Kongresni trg in der Altstadt von Ljubljana. Mit ihrer Fassade nach römischem Vorbild und dem vergleichsweise schlichten Innenraum gilt die Ursulinenkirche am Zvezda-Park als ungewöhnlichster Barockbau der Stadt.

Auf der großen Freifläche vor der Kirche ragt die Dreifaltigkeitssäule in den Himmel. Seit 1721 ist das Denkmal aus Stein und erinnert bis heute an den glücklichen Umstand, dass die Hauptstadt Sloweniens von den Plagen der Pest verschont geblieben war. Die Säule ist übrigens nur noch eine Kopie, das Original ist im Stadtmuseum von Ljubljana zu bewundern.

Geschichte der Dreifaltigkeitskirche

Ihre Entstehung haben sowohl die Dreifaltigkeitskirche als auch das zugehörige Ursulinenkloster dem wohlhabenden Handelskaufmann Jakob Schell von Schellenburg und seiner Gattin Anna Katarina zu verdanken. Der Bau der Ursulinenkirche dauerte von 1718 bis 1726 und wurde vom Architekten Carlo Martinuzzi beaufsichtigt. Ihre unverwechselbare Fassade, deren Wellenform noch durch mächtige Säulen betont wird, und der markante Giebel machen die Dreifaltigkeitskirche neben der Burg, der Drachenbrücke und Tromostovje zu einem der meistfotografierten Bauwerke von Ljubljana.

Ihre unverwechselbare Fassade und der markante Giebel machen die Dreifaltigkeitskirche zu einem der meistfotografierten Bauwerke von Ljubljana, Slowenien - © trabantos / Shutterstock
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Im Gegensatz zu anderen barocken Kirchen, wie der prächtigen Kathedrale von Ljubljana, oder der Franziskanerkirche am Prešeren-Platz, ist die Ursulinenkirche kaum mit Wandmalereien geschmückt. Der Dekor des Interieurs beschränkt sich lediglich auf einige Gemälde und die kunstvollen Altäre. Besonders erwähnenswert sind der Seitenaltar „Ecce homo“ von Henrik M. Löhr und der prunkvolle Hauptaltar. Für letzteren diente seinem Schöpfer, dem italienischen Barock-Bildhauer Francesco Robba, verschiedenfarbiger Marmor aus Afrika als Baumaterial.

In den 1930er-Jahren wurde der Treppenaufgang zur Dreifaltigkeitskirche neu entworfen. Dafür verantwortlich – und ebenso für den neuen (heutigen) Standort der Dreifaltigkeitssäule – war der slowenische Architekt Jože Plečnik, einer der berühmtesten Söhne des Landes.