Vasa-Museum in Stockholm, Schweden

Das Vasa Museum ermöglicht Besuchern den einzigartigen Anblick des einstigen Flaggschiffs der schwedischen Flotte. Die Vasa sank im 17. Jahrhundert kurz nach Stapellauf und ist heute original erhalten ausgestellt.

Das Vasa Museum in der schwedischen Hauptstadt Stockholm enthält wohl eine der eindrucksvollsten Attraktionen der Welt – die Vasa. Das ehemalige Flaggschiff der schwedischen Flotte erlitt nach dem tragischen Schicksal der Titanic wohl das berühmteste Schiffsunglück der Welt. Demnach ist das Vasa-Museum das meistbesuchte Museum Skandinaviens und zieht jährlich über eine Million Besucher an.

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BILDER: Vasa-Museum in Stockholm

Fotogalerie: Vasa-Museum in Stockholm, Schweden

Warum ist die Vasa gesunken?

Die Vasa wurde im frühen 17. Jahrhundert vom schwedischen König Gustav II. Adolf zum Schutz gegen Polen in Auftrag gegeben. Doch die Ingenieure hatten sich gehörig verrechnet. Durch die große Anzahl an Kanonen auf dem Kriegsschiff lag der Schwerpunkt viel zu hoch. Das Schiff kenterte und sank auf seiner Jungfernfahrt, nachdem es nicht einmal eine Seemeile zurückgelegt hatte. 30-50 Menschen ließen bei dem Unglück ihr Leben.

Angeblich wurden die vielen Kanonen auf königlichen Befehl und gegen den Rat der Schiffsarchitekten installiert. Aus diesem Grund sah der König auch von einer Bestrafung der Ingenieure ab.

Warum blieb die Vasa so gut erhalten?

Der Schiffsrumpf der Vasa mit hunderten kunstvoll geschnitzten Figuren im Vasa Museum in Stockholm, Schweden - © James Camel / franks-travelbox
© James Camel / franks-travelbox

Im Jahr 1961, genau 333 Jahre nach ihrem Untergang, gelang dann schließlich die Bergung des Kriegsschiffes. Die Archäologen waren selbst verwundert, dass es so hervorragend erhalten war. Nach genauer Forschung stellte sich heraus, dass der Schiffsbohrwurm, der normalerweise für die Zersetzung von Holz verantwortlich ist, im Brackwasser nicht überleben konnte. Der hafennahe Untergang des Schiffes hat ihm also praktisch sein Leben für die Nachwelt gerettet.

Was gibt es im Vasa-Museum zu sehen?

Die Vasa thront mitten in der Museumshalle, ihr Mast ragt über das Dach des Vasa-Museums hinaus und rundherum sind Galerien für die Besucher errichtet, Stockhom, Schweden - © James Camel / franks-travelbox
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Die Vasa im Original und damit das weltweit einzige vollständig erhaltene Kriegsschiff aus dem 17. Jahrhundert, ein ganz außergewöhnliches Juwel der Vergangenheit!

Seit 1990 ist das knapp 70m lange Flaggschiff im eigens erbauten Vasa Museum für Besucher zugänglich – in nahezu vollständiger Originalität nach langwierigen Restaurierungsarbeiten. Das Schiff besteht zu 95% aus den ursprünglichen Teilen, einzig bei den Farben der hunderten kunstvoll geschnitzten Figuren am Schiffsrumpf war man sich nicht immer hundertprozentig sicher.

Die Vasa thront mitten in der Museumshalle, ihr Mast ragt über das Dach des Museums hinaus und rundherum sind auf sechs verschiedenen Ebenen Galerien für die Besucher errichtet. So erhält man die einmalige Gelegenheit, ein mehrere hundert Jahre altes Schiff, das man sonst nur nachgebaut aus Filmen kennt, aus nächster Nähe zu betrachten. Eine wirklich eindrucksvolle Erfahrung!

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Rund um die Vasa

Neben dem Original-Schiff selbst gewähren Ausstellungen im Vasa-Museum rund um die Vasa Einblicke in das Leben an Bord und in die schwierige Bergung, Stockholm, Schweden - © James Camel / franks-travelbox
© James Camel / franks-travelbox

Neben dem Schiff selbst gewähren Ausstellungen rund um die Vasa Einblicke in das Leben an Bord, in die schwierige Bergung und die aufwändigen Restaurierungsarbeiten. Wer vom vielen Staunen hungrig geworden ist, kann im Vasa Restaurant einkehren.

Das Museum ist nicht nur für Erwachsene interessant, die Geschichte der Vasa wird auch in kindgerechter Form erzählt. Ein Film über die traurige Geschichte des Schiffes wird in 14 verschiedenen Sprachen gezeigt.

Weiterführende Links:

Offizielle Seite des Vasa Museums

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