Basilika del Santo in Città di San Marino, San Marino

Eingangsfront der Basilica del Santo in Città di San Marino, daneben der Turm der Chiesetta San Pietro - © Pablo Debat / Shutterstock
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Die Basilika San Marino ist die Hauptkirche des drittkleinsten Staates der Welt und beherbergt wertvolle Reliquien des Heiligen Marinus, dem legendären Gründer von San Marino.

Die Basilika del Santo ist die höchste Kirche des Zwergenstaates San Marino und befindet sich in dessen Hauptstadt Città di San Marino. Gemeinsam mit der Stadt und dem Berg Titano wurde sie im Jahr 2008 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

Die Basilika San Marino ist übrigens auch auf der 10-Cent-Münze des san-marinesischen Euros abgebildet.

Die erste Basilika des christlichen Flüchtlingsstaates mitten in Italien wurde bereits im Jahr 530 das erste Mal urkundlich erwähnt. Das bedeutende Bauwerk musste jedoch im Jahr 1807 abgerissen werden, da eine Renovierung nicht mehr möglich war.

Die Basilika von San Marino wie sie heute erstrahlt, stammt aus dem Jahr 1838. Innerhalb von 12 Jahren wurde sie von Architekt Achille Serra aus Bologna im klassizistischen Stil erbaut. Lediglich der romanische Glockenturm konnte wiederverwendet werden, er stammt aus dem 17. Jahrhundert und ist damit fast 200 Jahre älter als der Rest der Basilika. Die Einweihung der Kirche erfolgte im Jahr 1855 durch Bischof Crispino Agostinucci.

Besuch der Basilika San Marino

Innenansicht der Basilica del Santo in Città di San Marino - © Fulcanelli / Shutterstock
© Fulcanelli / Shutterstock

Die Basilika ist dem Heiligen Marinus geweiht, legendärer Gründer, Namensgeber und Schutzpatron von San Marino. Eine Statue von ihm bildet das Zentrum des Hauptaltars der Basilika. Die kunstvolle Figur wurde vom italienischen Bildhauer Adamo Tadolini geschaffen, zu dessen berühmtesten Werken auch die Statue des Heiligen Paulus auf dem Petersplatz und die Reiterdenkmäler von Simon Bolivar auf dem Plaza Bolivar in Caracas, Venezuela und im peruanischen Lima zählen.

Neben der Statue des Heiligen Marinus befinden sich auch Überreste des „echten” Heiligen. Seine Reliquien, die 1586 gefunden wurden, werden ebenfalls am Hauptaltar in einer Urne aufbewahrt. Sein Schädel ruht in einem Reliquiar neben dem Altar.

 

Weitere Kostbarkeiten der Basilika von San Marino sind einige Gemälde von Schülern des Tizian, der im 16. Jahrhundert als führender Vertreter der venezianischen Malerei galt.

Beim Verlassen der Kirche lohnt sich ein Blick nach links. Gleich neben dem Stiegenaufgang zur Basilika kann die Chiesetta di San Pietro besichtigt werden.