Katholische Kathedrale von Alba Iulia, Rumänien

Blick auf die römisch-katholische Kathedrale von Alba Iulia, die Sitz des Erzbistums der Stadt ist, Rumänien - © FRASHO / franks-travelbox
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Die Römisch-Katholische Kathedrale im Zentrum von Alba Iulia stammt aus dem 11. Jahrhundert und zählt zu den wertvollsten mittelalterlichen Baudenkmälern Siebenbürgens.

Die römisch katholische Kathedrale von Alba Iulia ist Sitz des Erzbistums der Stadt und liegt gleich neben der orthodoxen Kirche, auch als Krönungskathedrale bekannt. Nach ihrem Gründer, Stephan I., wird die katholische Kathedrale auch St. Stephans Kathedrale genannt. Mit Baustart nach der Gründung des Bistums im Jahr 1009 ist sie sowohl die älteste als auch längste katholische Kirche in ganz Rumänien.

Alba Iulia – Katholische Kathedrale

 

Der heutige Bau der Kathedrale stammt aus dem 13. und 14. Jahrhundert, nachdem ihr die Mongolen 1241 schwere Schäden zugefügt hatten. Dank der Reformation kurz calvinistisch, wurde die Kirche durch die Herrschaft der Habsburger um 1700 wieder re-katholisiert.

Im Gegensatz zu ihrer mit Kuppeln und Kreuzen versehenen Nachbarin ist die katholische Kirche von Alba Iulia von außen eher schlicht anzusehen. Von den augenscheinlich zwei geplanten Türmen der romanisch-gotischen Basilika wurde nur der südliche errichtet und auch die steinerne Fassade weist kaum Verzierungen auf.

Von den augenscheinlich zwei geplanten Türmen der katholischen Kirche von Alba Iulia, Rumänien, wurde nur der südliche errichtet - © FRASHO / franks-travelbox
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Lediglich über dem Portal blicken vier Heiligenstatuen aus dem 18. Jahrhundert auf den Eintretenden. Dennoch zählt die katholische Kathedrale von Alba Iulia mit ihren Elementen aus Romanik, Gotik und Renaissance zu den wertvollsten mittelalterlichen Baudenkmälern Siebenbürgens.

Besichtigung der katholischen Kathedrale

Große Fenster und helle Mauern lassen das Interieur der schlicht gehaltenen katholischen Kathedrale in Alba Iulia freundlich wirken. Die hohen, frühgotischen Bögen und Gewölbe des Hauptschiffes verleihen der dreischiffigen Kathedrale eine erhabene Atmosphäre. Bemerkenswert sind die mit Blattgold verzierte Barock-Kanzel, das kunstvoll geschnitzte Chorgestühl im schlichten Altarraum und zwei romanische Reliefs des Erzengels Michael.

Das geschnitzte Chorgestühl und der goldene Altar sind die einzige Zierde im schlichten Altarraum der katholischen Kathedrale von Alba Iulia, Rumänien - © FRASHO / franks-travelbox
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Die Fresken im Inneren der Kirche, sowie die Renaissance-Kapelle auf der Nordseite wurden im 16. Jahrhundert geschaffen. Das spätgotische Gewölbe im Norden der Kathedrale wird noch mit den einstigen Wappen der siebenbürgischen Fürsten geschmückt. Die Orgel der katholischen Kathedrale von Alba Iulia verfügt über 2209 Pfeifen und wurde 1877 von Istvan Kolonics geschaffen.

Die Orgel der katholischen Kathedrale von Alba Iulia verfügt über 2209 Pfeifen und wurde 1877 von Istvan Kolonics geschaffen, Rumänien - © FRASHO / franks-travelbox
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Letzte Ruhestätte der Hunyadis

Berühmtester „Bewohner“ der katholischen Kirche von Alba Iulia ist János Hunyadi, von 1446 bis 1452 König von Ungarn. Er ließ die schmucke Kathedrale im 15. Jahrhundert restaurieren und erwählte sie zum Familiengrab der Hunyadis. Somit liegt in der Krypta nicht nur János begraben, sondern auch seine Ehefrau Isabella Jagiellonica und ihre beiden Söhne Ladislaus Hunyadi und Johann Sigismund Zápolya, beide ebenfalls Könige von Ungarn.

 In der katholischen Kirche von Alba Iulia, Rumänien, liegt die Familie Hunyadi begraben, von denen János von 1446 bis 1452 König von Ungarn war - © FRASHO / franks-travelbox
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