Holzkirche von Șurdești, Rumänien

Die Holzkirche von Șurdești in Rumänien zählt zu den berühmten Maramures-Kirchen und ist das höchste Eichenholz-Bauwerk der Welt - © FRASHO / franks-travelbox
© FRASHO / franks-travelbox

Die Holzkirche von Șurdești in Rumänien zählt zu den berühmten Maramures-Kirchen und ist das höchste Eichenholz-Bauwerk der Welt. In ihrem Inneren beeindrucken Wandmalereien und gestickte Tücher.

Die Holzkirche von Șurdești ist eine der berühmten rumänischen Holzkirchen im Kreis Maramures und heißt eigentlich „Kirche der heiligen Erzengel Michael und Gabriel“. Gemeinsam mit acht anderen Holzkirchen der Maramures in Rumänien zählt die Holzkirche von Șurdești seit 1999 zum Weltkulturerbe der UNESCO.

BILDER: Holzkirche von Șurdești

 

Die Kirche in Șurdești, 20km von Baia Mare (Frauenbach) entfernt, wurde im Jahr 1766 von Ion Macarie aus Eichenholz errichtet und mit einem eindrucksvollen Turm versehen. Das charakteristische spitz zulaufende Dach erreicht eine Höhe von 54 Metern und ist an seiner Basis von vier weiteren kleinen Türmen umgeben. Insgesamt ist die Kirche 72 Meter hoch und gehört damit zu den höchsten Kirchen in den Maramures. Weltweit ist die Kirche von Șurdești das zweithöchste Bauwerk aus Eichenholz. Sie wird nur – absichtlich – von der Klosterkirche von Săpânța geschlagen.

Besuch der Kirche von Șurdești

Der Vorraum der Kirche ist für diese Art der Architektur ungewöhnlich und wurde erst nach Fertigstellung der Kirche angefügt. Die beiden Bogenreihen des Vorraums sind aufgrund ihrer Form und Dekoration ebenso bemerkenswert, wie die doppelreihigen Fenster und das Fries im Innenraum, das in Form eines gedrehten Taus gestaltet wurde.

Tipp: Wer die Holzkirche von Șurdești auch von innen besichtigen möchte, kann sich im Nachbarhaus nach dem Schlüssel erkundigen.

Mit dem spitz zulaufenden 72m hohen Turm ist die Holzkirche von Șurdești in Rumänien das weltweit höchste Bauwerk aus Eichenholz - © FRASHO / franks-travelbox
© FRASHO / franks-travelbox

Die meisterhaften Wandmalereien im Inneren der Holzkirche von Șurdești stammen aus der Hand des Malers Stefan von Sisesti und wurden im Jahr 1783 vollendet, wie eine Inschrift auf der kunstvollen Ikonenwand verrät. Die Malereien zeigen Szenen aus dem alten und neuen Testament und blieben bis heute ohne Konservierung erstaunlich gut erhalten.

Ebenfalls kunstvoll anzusehen sind die gestickten Tücher, die zum Großteil von Frauen aus der Region in Handarbeit gefertigt wurden und einige Stücke aus dem 17. Jahrhundert beinhalten. Gemeinsam mit Heiligenbildern und Marienstatuen schmücken sie das Innere der Kirche, die mit den zahlreichen kunstvollen Objekten an ein Museum erinnert.

 

Rund um die Kirche ragen zahlreiche steinerne, eiserne und hölzerne Kreuze aus der Wiese, die auf einfachste Weise einen Friedhof bilden.