Dorfmuseum in Sighetu Marmatiei

Das Dorfmuseum in Sighetu Marmatiei informiert den Besucher auf anschauliche Weise über das traditionelle Leben in den Maramureș, Rumänien - © FRASHO / franks-travelbox
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Das Dorfmuseum in Sighetu Marmatiei informiert den Besucher auf anschauliche Weise über das traditionelle Leben in den Maramureș und zählt zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt.

Das Freilichtmuseum am Stadtrand von Sighetu Marmatiei ist eine Außenstelle des Ethnografischen Museums der Maramureș, das sich im Stadtzentrum am Freiheitsplatz befindet. Neben dem eindrucksvollen Sighet-Memorial ist das Museumsdorf die zweitwichtigste Sehenswürdigkeit der Kleinstadt im Norden von Rumänien.

BILDER: Dorfmuseum in Sighetu Marmatiei

 

Besuch des Museumsdorfes von Sighetu Marmatiei

Das Freilichtmuseum liegt im Osten der Stadt und ist über die Bogdan Vodă zu erreichen. Von dort zweigt die Strada Muzeului ab, die direkt zur 1981 eingerichteten Freilichtabteilung des Maramureș-Museums führt.

Gegen eine geringe Eintrittsgebühr kann das idyllische Gelände betreten werden, auf dem sich der Besucher sofort ins rumänische Leben des 16. und 17. Jahrhunderts versetzt fühlt. Auf grünen Wiesen unter schattenspendenden Bäumen sind an die 30 historische Höfe verteilt, deren Vorratskammern, Wohnzimmer, Küchen und Schlafräume vollständig eingerichtet sind.

Tipp: Am Sonntag um den 18. Mai wird im Freilichtmuseum jedes Jahr ein Volksfest abgehalten, bei dem historische Kulisse mit Trachten, Tänzen, traditionellen Speisen und Souvenir-Ständen zum Leben erweckt wird.

Manche Räumlichkeiten sind einfach gehalten und bestehen lediglich aus nackten Steinmauern und gestampften Lehmböden. Andere wiederum wirken mit holzvertäfelten Wänden, sorgfältig geschnitztem Mobiliar und farbenfrohen Teppichen regelrecht kunstvoll.

Manche Räume im Freilichtmuseum von Sighetu Marmatiei wirken regelrecht kunstvoll, Rumänien - © FRASHO / franks-travelbox
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Zwischen den Gehöften lassen Brunnen, Webstühle, Mühlen, Pressen und andere landwirtschaftliche Gerätschaften, das Leben von damals wieder auferstehen.

Beim Streifzug durch die Museumshöfe lohnt sich auch ein genauerer Blick auf die kunstvollen Verzierungen der hölzernen Brunnen, Tore und Balken. All diese bestehen aus handbearbeitetem Bauholz und repräsentieren die damalige Bauweise der Slawen, Ungarn und Rumänen. Viele Torbögen sind mit aufwändigen Schnitzereien verziert, die aus kyrillischen und manchmal sogar arabischen Zeichen bestehen.

Aufwändige Schnitzerei an einem Torbogen im Freilichtmuseum von Sighetu Marmatiei, Rumänien - © FRASHO / franks-travelbox
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Holzkirche von Oncesti

Auf einem Hügel im Museumsdorf thront die traditionelle Holzkirche von Oncesti aus dem 16. Jahrhundert. Sie wurde zwischen 1572 und 1614 errichtet und ist das älteste Gebäude im Freilichtmuseum. Im Gegensatz zu vielen anderen Holzkirchen der Maramureș, von denen einige zum UNESCO-Weltkulturerbe zählen, sind von ihren einst prächtigen Wandmalereien nur wenige Fragmente erhalten.

Auf einem Hügel im Museumsdorf thront die traditionelle Holzkirche von Oncesti aus dem 16. Jahrhundert, Sighetu Marmatiei, Rumänien - © FRASHO / franks-travelbox
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