Levadas von Madeira, Portugal

Einer der „Levadas“ in Madeira (künstlich angelegte in Beton eingefasste Rinnsale), die zu Bewässerungszwecken die gesamte Insel wie ein Netz überspannen, Portugal - © sokolovsky / Shutterstock
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Die Levadas von Madeira sind ein Netz von Bewässerungskanälen. An ihnen entlang kann die traumhaften Landschaft Madeiras auf idyllischen Wanderwegen hervorragend erkundet werden.

Die so genannten „Levadas” in Madeira sind künstlich angelegte in Beton eingefasste Rinnsale, die zu Bewässerungszwecken die gesamte Insel wie ein Netz überspannen. Da die wasser- und strombringenden Levadas von Zeit zu Zeit gereinigt und repariert werden mussten, wird jede Levada von einem Pfad begleitet. Entlang der Levadas können daher idyllische Wanderungen kreuz und quer durch die atemberaubende Landschaft der Blumeninsel unternommen werden.

Die Levada-Wanderungen können ziemlich unterschiedlich sein. Sie reichen von schattigen 30-minütigen Spaziergängen bis hin zu 4-stündigen Wanderungen in praller Sonne und großer Höhe, in der unbedingte Schwindelfreiheit erforderlich ist. Hin und wieder kann es außerdem vorkommen, dass die Levada einen unbeleuchteten Tunnel passiert, daher sollte man immer eine Taschenlampe im Gepäck haben!

Levada des 25 Fontes

Ein atemberaubendes Ziel hält zum Beispiel die Levada des 25 Fontes bereit. Startpunkt ist der kleine Erholungsort Rabaçal, direkt von der Asphaltstraße an seinem Ende zweigt ein Feldweg ab. Durch den wunderbaren Lorbeerwald Madeiras geht es auf erdigen Wegen und schmalen steinernen Pfaden, die teilweise nur durch ein Holzgeländer von steilen Abgründen getrennt sind, zu einem großen Wasserbecken innerhalb steiler Felswände. An diesen fließen zahlreiche Rinnsale und kleiner Bäche herab und schaffen an heißen Tagen ein wahrlich willkommenes Klima. Die umliegenden großen Felsen eignen sich hervorragend als Picknickplatz. Ob es übrigens wirklich 25 Quellen sind, darf jeder selbst zählen!

Atemberaubendes Ziel am Ende des Wanderweges "Levada des 25 Fontes", Madeira, Portugal - © Pixler / Fotolia
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Levada Nova

Nur für schwindelfreie Wanderer ist die Levada Nova geeignet. Sie startet an einem kleinen Parkplatz kurz vor der Ortschaft Ribeira Brava und führt in das malerische Tal von Tabua. Bis zu einem kleinen Tunnel (Taschenlampe nicht vergessen!) ist die Strecke gut gesichert und mit einem angenehmen Spaziergang zu vergleichen. Hinter dem etwa 50m langen Tunnel allerdings wird die Lavada-Wanderung anspruchsvoller. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind unbedingt notwendig, denn teilweise ist der Pfad neben der Levada nur einen halben Meter breit und gleich daneben geht es ohne Geländer über felsiges Buschland steil bergab. Die hohen Lagen bieten dafür atemberaubende Ausblicke über die Insel. Auch die Sonneneinstrahlung darf auf dieser Wanderung nicht unterschätzt werden. Etwa 4h geht es durch Kakteenfelder und Zuckerrohrplantagen, die nur wenig Schatten spenden. Sonnencreme, Kopfbedeckung und ausreichend Wasser sollten unbedingt im Gepäck sein!

Neben diesen gibt es noch viele weitere Levada-Wanderungen, über die die spektakuläre Landschaft der Insel Madeira erkundet werden kann. Eine genaue Beschreibung der einzelnen Routen ist in so gut wie jedem Reiseführer über Madeira zu finden.

Weiterführende Links:

Detailinfos zu Levada-Wanderungen auf Madeira
Weitere Levada-Wanderungen auf Madeira