Stadtpark in Wien, Österreich

Das goldene Denkmal von Johann Strauss Sohn ist das bekannteste Monument im Wiener Stadtpark, Österreich - © Arseniy Krasnevsky / Shutterstock
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Der Stadtpark in Wien wurde Mitte des 19. Jahrhunderts eröffnet und gilt mit seinen zahlreichen Denkmälern und zwei Restaurants nach wie vor nicht nur als Erholungsort, sondern auch kultureller Treffpunkt der Stadt.

Der 65.000m² große Stadtpark zwischen Parkring und Heumarkt im Herzen von Wien gilt sowohl bei Einheimischen als auch Touristen als beliebte grüne Abwechslung zum umliegenden Häusermeer von Österreichs Hauptstadt.

BILDER: Stadtpark in Wien

 

Der Wiener Stadtpark wurde im Zuge der Umgestaltung der Wiener Ringstraße am einstigen Wasserglacis vor dem Karolinen-Stadttor errichtet, der damals schon ein beliebter Treffpunkt der Wiener Bevölkerung war. Gartenarchitekt Joseph Sellény plante den Park im Stil eines Englischen Landschaftsgartens. Stadtgärtner Rudolph Siebeck setzte den Plan in die Tat um und der Stadtpark wurde am 21. August 1862 eröffnet. Nach dem 1823 eröffneten Volksgarten war der Stadtpark die zweite Parkanlage Wiens, die für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden war.

Nach dem 1823 eröffneten Volksgarten war der Stadtpark die zweite Parkanlage Wiens, die für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden war, Österreich - © FRASHO / franks-travelbox
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Die Sellenygasse im 2. und die Siebeckstraße im 22. Bezirk erinnern noch heute an die Schöpfer des Stadtparks. Der so genannte Kinderpark am rechten Ufer des Wienflusses ist heute noch von Kinderspielplätzen und Sportanlagen geprägt.

Blütenpracht im Wiener Stadtpark

Die Chance, sich im Stadtpark an blühenden Pflanzen erfreuen zu können, ist groß, denn die botanische Gestaltung des Parks wurde so gewählt, dass möglichst rund ums Jahr irgendwo irgendetwas blüht. Somit beeindruckt der Stadtpark auch durch seine Artenvielfalt, die unter anderem einen Gingko, eine Kaukasische Flügelnuss, einen Christusdorn und eine Pyramidenpappel beherbergt, die unter Naturschutz stehen. In der Nacht sind die Wege des Stadtparks durch kunstvolle Lichtspiele von Victoria Coeln farbenprächtig beleuchtet.

Brunnen im Stadtpark von Wien mit dem sagenhaften Donauweibchen, welches Fischer der Legende nach vor Hochwasser warnte, Österreich - © FRASHO / franks-travelbox
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Tipp: Eine der besten Möglichkeiten, den Stadtpark zu besuchen, ist der jährliche Muttertag (zweiter Sonntag im Mai). An diesem Tag wird im Stadtpark von der Stadt Wien seit 2008 das Genussfestival veranstaltet, im Zuge dessen in der lauschigen Umgebung des Parks Köstlichkeiten aus allen neun Bundesländern Österreichs probiert werden können.

Kursalon im Stadtpark

Schon vor der Entstehung des Stadtparks stand auf seinem Gebiet ein Kurpavillon, in dem Heilwasser ausgeschenkt wurde. Aus diesem Grund wurde am 8. Mai 1867 der Kursalon eröffnet, ein von Johann Garben entworfenes prächtiges Gebäude im Stil der italienischen Renaissance mit einer großzügigen Terrasse. Schon zu seiner Entstehung war der Kursalon im Stadtpark Schauplatz für musikalische Darbietungen und Tanzveranstaltungen und auch heute, nach seiner Renovierung, wird der Kursalon Hübner wieder für Bälle, Konzerte und Kongresse genutzt. Im gemütlichen Café-Restaurant lässt sich der Blick auf den idyllischen Park bei einem Wiener Kaffee genießen.

Der Kursalon Hübner im Wiener Stadtpark war schon zu seiner Entstehung Schauplatz für musikalische Darbietungen und Tanzveranstaltungen, Österreich - © FRASHO / franks-travelbox
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Restaurant Steirereck in der Meierei

Die Meierei ist das zweite Restaurant im Wiener Stadtpark. In der ehemaligen Milchtrinkhalle, die zwischen 1901 und 1903 als Teil der Wienflussverbauung erbaut wurde, befindet sich heute eine Filiale des berühmten Haubenlokals Steirereck.

Tipp: Wer sich in der Meierei ein köstliches Menü der Saison oder ein Sektfrühstück gönnen möchte, sollte unbedingt einige Tage zuvor bereits reservieren!

Johann-Strauß-Denkmal

Der Stadtpark von Wien ist der Park mit den meisten Denkmälern und Skulpturen der Stadt. Von den vielen Monumenten großer Persönlichkeiten der österreichischen Vergangenheit, ist das bekannteste wohl jenes von Johann Strauß Sohn. Es wurde von Edmund Hellmer entworfen und am 26. Juni 1921 enthüllt. Unter ihrem prachtvollen Marmorbogen ist die vergoldete Bronze-Figur des berühmten Komponisten (der unter anderem den berühmten Donauwalzer schuf) die meistfotografierte Statue Wiens und ziert auch zahlreiche Tourismus-Broschüren und Postkarten.

Der goldene Johann Strauss Sohn unter seinem prächtigen Marmorbogen im Stadtpark von Wien, Österreich, wurde von Edmund Hellmer entworfen und am 26. Juni 1921 enthüllt - © FRASHO / franks-travelbox
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Weiters schmücken den Stadtpark Statuen der Komponisten Franz Schubert, Anton Bruckner und Franz Lehár, des Komponisten und Dirigenten Robert Stolz, des Arztes Sebastian Kneipp und Hans Makart, ein repräsentativer Maler der Ringstraßenepoche Ende des 19. Jahrhunderts.

Weiterführende Links:

Offizielle Website des Restaurants Steirereck/Meierei im Wiener Stadtpark
Offizielle Website des Kursalons im Wiener Stadtpark