Schloss Belvedere in Wien, Österreich

Das prunkvolle Schloss Belvedere wurde einst für Prinz Eugen von Savoyen errichtet und versetzt seine Besucher heute mit opulenter Architektur, imposanten Kunstausstellungen und einer traumhaften Gartenanlage in Staunen.

Das Schloss Belvedere in der österreichischen Hauptstadt Wien zählt zu den bedeutendsten Barockbauten der Stadt. Es spielte auch in der Landesgeschichte eine entscheidende Rolle, denn am 15. Mai 1955 wurde im Marmorsaal des so genannten Oberen Belvederes der Österreichische Staatsvertrag unterzeichnet.

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BILDER: Schloss Belvedere in Wien

Fotogalerie: Schloss Belvedere in Wien

Errichtung des Schlosses Belvedere

Blick vom Oberen Belvedere über den traumhaften Barockgarten zum Unteren Belvedere und über Wien, Österreich - © Timothy Michael Morgan/Shutterstock
© Timothy Michael Morgan/Shutterstock

Das Schloss Belvedere geht auf den berühmten Feldherrn und Prinzen Eugen von Savoyen zurück. Anfang des 18. Jahrhunderts ließ er das prachtvolle Anwesen von Johann Lucas von Hildebrandt errichten.

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Der ursprüngliche Entwurf des Stadtpalais stammte damals von Johann Bernhard Fischer von Erlach, dem Erbauer des nicht weniger prächtigen Schlosses Schönbrunn. Der Prinz nutzte das prachtvolle Obere Belvedere als Sommersitz, das ursprünglich nur als optischer Abschluss erbaut werden sollte.

Die beiden heute noch existierenden Gebäudekomplexe Oberes und Unteres Belvedere entstanden auf einem Hügel außerhalb der Stadt. Unter diesem Gesichtspunkt macht auch der Name des Schlosses, „schöne Aussicht“ Sinn, denn damals hatte der Prinz von seinem Gartenpalais außerhalb der Stadtmauern tatsächlich einen wunderbaren Ausblick auf das noch um vieles kleinere Wien.

Kunstmuseum im Schloss Belvedere

Die prunkvolle Decke im Schloss Belvedere beeindruckt jeden Besucher, Wien, Österreich - © FRASHO / franks-travelbox
© FRASHO / franks-travelbox

Nach dem Tod von Prinz Eugen ging das Schloss Belvedere in den Besitz der Kaiserfamilie über und wurde 1780 für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Seine Anfänge als Museum erfuhr das Palais bereits im Jahr 1806. Als damals Napoleon in Tirol einzumarschieren drohte, wurde die Ambraser Sammlung der Habsburger ins Untere Belvedere verlegt, bevor sie ins neu gegründete Kunsthistorische Museum überführt wurde.

Knapp 100 Jahre später entstand im Schloss Belvedere die „Moderne Galerie“, die 1909 zur Österreichischen Staatsgalerie und nach dem Ersten Weltkrieg auch auf das Obere Belvedere ausgeweitet wurde.

Die eindrucksvollen barocken Räumlichkeiten des Schlosses Belvedere werden nach wie vor als Museum genutzt. Sie beherbergen einerseits die Sammlungen des Schlosses und stellen auch immer wieder Räumlichkeiten für Wechselausstellungen zur Verfügung. Neben den Exponaten versetzen auch die imposanten Prunkräume mit ihren Verzierungen aus Marmor und meisterhaften Deckengemälden den Betrachter in Staunen.

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Weltgrößte Klimt-Sammlung und Prunkräume

Prunkstiege im Oberen Belvedere in Wien, Österreich - © Mira Arnaudova / Shutterstock
© Mira Arnaudova / Shutterstock

Den Mittelpunkt der Sammlung des Belvedere bildet die weltgrößte Sammlung an Werken von Gustav Klimt. Die berühmten Meisterwerke „Judith“ und „Der Kuss“ sind unter anderem im Oberen Belvedere ausgestellt.

Als weitere Künstler sind Schiele, Kokoschka, Makart, Wotruba und Hundertwasser im Oberen Belvedere vertreten. Im Bereich der Skulpturen und Malerei stammen opulente Schätze aus der Barockzeit und aus der Spätgotik, wie zum Beispiel der prachtvoll geschmückte Znaimer Altar.

Das Untere Belvedere ist für Sonderausstellungen reserviert und zeigt mit der Marmorgalerie und dem Goldenen Zimmer nach wie vor die einstige Pracht aus Prinz Eugens Zeiten.

Flanieren durch den Schlossgarten

Oberes und Unteres Belvedere sind seit ihrer Erbauung durch einen traumhaften Barockgarten miteinander verbunden, Wien, Österreich - © FRASHO / franks-travelbox
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Oberes und Unteres Belvedere sind seit ihrer Erbauung durch einen traumhaften Barockgarten miteinander verbunden. De facto ist der Garten das älteste Element des gesamten Ensembles, denn er wurde bereits um 1700, kurz nach Grundstückskauf, angelegt und 1725 vollendet.

Thematisch stellt der Garten den Weg von der Unterwelt zum Olymp dar. Dementsprechend ist die Freitreppe, die den Garten schmückt, neben eleganten Sphingen auch mit schneeweißen Skulpturen aus der griechischen Mythologie verziert.

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Besonderes Highlight des Schlossgartens sind die zwölf wunderschönen Brunnen, die damals von der kaiserlichen Hofwasserleitung gespeist wurden. Die beiden größten Brunnen, der imposante obere Kaskadenbrunnen und der untere Muschelbrunnen, markieren die Niveau-Unterschiede im Schlossgarten des Belvedere. Vom Unteren bis zum Oberen Belvedere überwindet die Anlage nämlich einen Höhenunterschied von 23 Metern.

Weihnachtsmarkt am Schloss Belvedere

In der Adventzeit findet am Platz vor dem Oberen Schloss Belvedere einer der schönsten Weihnachtsmärkte Wiens statt. Die rund 40 Verkaufsstände zeichnen sich durch exklusive und hochwertige Produkte aus. Die Suche nachausgefallenen Weihnachtsgeschenken wird von Gospelchören und Adventgesängen untermalt.

BILDER: Weihnachtsdorf am Schloss Belvedere in Wien

Fotogalerie: Weihnachtsdorf am Schloss Belvedere in Wien

Weiterführende Links:

Offizielle Website des Schlosses Belvedere in Wien

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