Salzburger Dom in Salzburg, Österreich

Als altehrwürdiger geistlicher Mittelpunkt von Salzburg thront der Salzburger Dom im historischen Zentrum der Stadt, Österreich - © James Camel / franks-travelbox.com
© James Camel / franks-travelbox.com

Als altehrwürdiger geistlicher Mittelpunkt von Salzburg thront der Salzburger Dom im historischen Zentrum der Stadt und verkündet noch heute die damalige Macht der Salzburger Erzbischöfe.

Der Salzburger Dom zählt neben der weithin sichtbaren Festung Hohensalzburg und der Getreidegasse zu den Wahrzeichen der Stadt und zu den berühmtesten Sehenswürdigkeiten von Salzburg. Gemeinsam mit dem historischen Zentrum von Salzburg wurde der prächtige Barockbau zum Weltkulturerbe der UNESCO ernannt und darf auf einer Sightseeing-Tour durch Salzburgs Innenstadt auf keinen Fall fehlen.

BILDER: Salzburger Dom

 

Der Salzburger Dom ist die Hauptkathedrale der Erzdiözese Salzburg und den beiden Heiligen Rupert und Virgil geweiht. Seine eindrucksvollen barocken Türme ragen inmitten der Salzburger Altstadt 81 Meter in den Himmel. War die Festung Hohensalzburg des Öfteren Zufluchtsort für die Salzburger Erzbischöfe, so demonstrierte der Salzburger Dom als religiöses Zentrum am Residenzplatz ihre damalige Macht und Unabhängigkeit.

Besichtigung des Salzburger Doms

Beim Betreten des 101m langen und 32m hohen Hauptschiffes fällt sofort die Helligkeit des barocken Salzburger Doms auf, die zur zweiten berühmten Kirche Österreichs, dem gotischem Stephansdom in Wien, in starkem Kontrast steht. Die 79m hohe Kuppel des Salzburger Doms sorgt mit ihren großen Fenstern für ausreichend Licht, um die herrliche Innenausstattung der Kathedrale bewundern zu können.

Im Taufbecken des Salzburger Doms, Österreich, wurde bereits Wolfgang Amadeus Mozart getauft - © James Camel / franks-travelbox.com
© James Camel / franks-travelbox.com

Im Taufbecken aus dem Jahr 1311 wurde bereits Wolfgang Amadeus Mozart getauft. Das berühmte Wunderkind sollte in seinen weiteren Jahren als Hoforganist noch zahlreiche unvergängliche Kirchenmusikstücke für den Salzburger Dom komponieren. Ebenfalls sehenswert sind die Katakomben des Salzburger Doms, wo nicht nur die Grabplatten der Erzbischöfe zu sehen sind, sondern dank gefinkelter Lichtinstallationen eine ganz eigene mystische Stimmung erlebt werden kann.

Dank gefinkelter Lichtinstallationen wird in den Katakomben des Salzburger Doms eine mystische Stimmung erzeugt, Österreich - © James Camel / franks-travelbox.com
© James Camel / franks-travelbox.com

Auf dem Platz vor dem Dom thront eine monumentale Mariensäule, die auf Auftrag des Erzbischofs Sigismund Graf Schrattenbach 1766 bis 1771 durch Wolfgang und Johann Baptist Hagenauer entstand.

Geschichte des Salzburger Doms

Der Ursprungsbau des Salzburger Doms wurde im Jahr 767 wurde unter Erzbischof Virgil errichtet. 1167 wurde der Dom durch einen Brand vollständig zerstört und erst zehn Jahre später, unter Erzbischof Konrad III. von Wittelsbach eindrucksvoller als zuvor wieder aufgebaut. Damals war der Salzburger Dom die größte und prächtigste Kathedrale nördlich der Alpen.

Bereits im 12. Jahrhundert war der Salzburger Dom die größte und prächtigste Kathedrale nördlich der Alpen, Österreich - © James Camel / franks-travelbox.com
© James Camel / franks-travelbox.com

Umso größer war der Aufschrei, als ein Brand am 11. Dezember 1598 den Dom abermals große Schäden zufügte und Erzbischof Wolf Dietrich kurzerhand entschloss, die Kathedrale abermals neu zu errichten. Wertvolle Skulpturen die Grabsteine der Erzbischöfe wurden mit abgerissen. Aber nicht nur das – sogar der umliegende Friedhof wurde mitsamt der sterblichen Überreste seiner Toten vernichtet.

Nach Gefangennahme und Tod von Wolf Dietrich beauftragte sein Nachfolger Markus Sittikus von Hohenems den Baumeister Santino Solari mit dem Neubau. Am 25. September 1628, mitten im Dreißigjährigen Krieg, wurde dieser erste Barockbau nördlich der Alpen unter Erzbischof Paris Lodron mit dem damals größten je dagewesenen Fest Salzburgs eingeweiht. Die Jahreszahl über dem Eingangsportal erinnert heute noch daran.

Die Jahreszahl über dem Eingangsportal erinnert heute noch an die zweite Weihe des Salzburger Doms durch Erzbischof Paris Lodron, Österreich - © James Camel / franks-travelbox.com
© James Camel / franks-travelbox.com

Mit dem Vertrag von Paris im Jahr 1802 war es mit der Herrschaft der Fürsterzbischöfe in Salzburg allerdings vorbei und der Habsburger Ferdinand III. von Toskana übernahm die Macht. Die letzte Weihe des wiederhergestellten Salzburger Doms erfolgte im Jahr 1959, nachdem die Kuppel und der Altarraum 1944 von einer Bombe zerstört wurde. Heute werden die Besucher des Doms von vier Statuen von Petrus und Paulus mit Schlüssel und Schwert sowie den beiden Heiligen Rupert und Virgil mit Salzfass und Dom-Modell. Auch den Erbauern des Doms, Markus Sittikus und Paris Lodron, wurde in Form ihrer Wappen ein Denkmal an der Domfassade gesetzt.

Weiterführende Links:

Offizielle Website des Salzburger Doms