Koppenbrüllerhöhle in Oberösterreich, Österreich

Die Koppenbrüllerhöhle liegt in der Nähe von Obertraun, ist bequem zu besichtigen und bietet vor allem nach starkem Regen eine eindrucksvolle Kulisse, Österreich - © James Camel / franks-travelbox
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Die Koppenbrüllerhöhle liegt im österreichischen Salzkammergut in der Nähe von Obertraun. Die Wasserhöhle ist bequem zu besichtigen und bietet vor allem nach starkem Regen eine eindrucksvolle Kulisse.

Die Koppenbrüllerhöhle ist eine Schauhöhle im österreichischen Salzkammergut etwa 1km von Obertraun und dem Hallstätter See entfernt. Sie gehört wie die Mammuthöhle und die Eishöhle zu den drei berühmten Dachstein-Höhlen.

Die Koppenbrüllerhöhle befindet sich im Tal der Koppentraun und ist eine so genannte Wasserhöhle, die von einigen Höhlenbächen durchflossen wird. Namensgebend für die Koppenbrüllerhöhle sind eben jene Höhlenbäche, die besonders nach starken Regenfällen oder während der Schneeschmelze ein donnerndes Brüllen innerhalb der Höhle erzeugen.

Bereits in den 1820er-Jahren wurde die Koppenbrüllerhöhle in einem Reiseführer des Salzkammergutes als „berühmte Schauhöhle” erwähnt. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts ist die Koppenbrüllerhöhle für Besucher erschlossen. Richtig berühmt und bekannt wurde sie durch den Fund der Spezies des 4mm großen Blinden Höhlenkäfers. Neben dem Blinden Höhlenkäfer ist das einzige in der Koppenbrüllerhöhle lebende Tier die Zwergfledermaus, die eine niedliche Flügelspannweite von 6cm aufweist.

Besuch der Koppenbrüllerhöhle

Die Koppenbrüllerhöhle kann normalerweise von Anfang Mai bis Ende September und nur im Zuge von Führungen besichtigt werden. Je nach Wasserstand kann der alte oder der neue Eingang der Höhle benutzt werden. Der alte Eingang ist bei starken Regengüssen oder während der Schneeschmelze oft überflutet.

Tipp: Da die Temperatur in der Koppenbrüllerhöhle das ganze Jahr 6-8°C nicht übersteigt, ist warme Kleidung zu empfehlen. Auch bei niedrigem Wasserstand können die Wege immer wieder rutschig sein. Feste Schuhe sind daher ein Muss.

Die breiten betonierten Wege durch die Koppenbrüllerhöhle sind nur teilweise beleuchtet, daher wird jeder Besucher mit einer eigenen Laterne ausgestattet. Durch den stetigen Wasserfluss scheinen die rot und kalkweiß marmorierten Felsen wie von einer Glasur überzogen und glänzen im Lampenschein.

Namensgebend für die Koppenbrüllerhöhle sind die Höhlenbäche, die besonders nach starken Regenfällen ein donnerndes Brüllen innerhalb der Höhle erzeugen, Österreich - © James Camel / franks-travelbox
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Einige hundert Meter nach dem Eingang befindet sich ein Projekt der Kunstuniversität Linz. Drei Trommeln machen hier das stetige Tropfen von Wasser in der Koppenbrüllerhöhle hörbar. Je nach Wetterlage hört man ein regelrechtes Trommeln, oder muss man mehrere Minuten warten, bis man den ersten Tropfen hört. Nach etwa einer halben Stunde und 600 Metern ist der Endpunkt des Höhlenweges erreicht und die Entdeckungs-Tour geht auf demselben Weg wieder zurück. Ein kurzer Abstecher führt zu einem unterirdischen Wasserfall, der bei starker Wasserführung schon mal die Brücke vor ihm völlig überflutet.

Abenteuer Koppenbrüllerhöhle

Die kurze „bequeme” Führung ist nach etwa einer Stunde wieder vorbei. Besonders Mutige können allerdings mehrere Stunden oder sogar Tage innerhalb der Koppenbrüllerhöhle verbringen. Auf den so genannten Abenteuer-Führungen werden Erwachsene und auch Kinder in Gruppen in die Tiefen der Koppenbrüllerhöhle geführt. Wie die Höhlenforscher mit Helm, Stirnlampe und Seil ausgestattet geht es abseits der üblichen Touristenpfade durch enge Gänge und tiefe Schluchten – ein Abenteuerspielplatz der anderen Art. Klaustrophobiker darf man hier auf keinen Fall sein! Doch keine Angst, dies wird bereits auf den ersten Metern der Tour getestet.

Weiterführende Links:

Infos zu Tickets und Öffnungszeiten der Dachsteinhöhlen
Abenteuerführungen in den Dachsteinhöhlen