Justizpalast in Wien, Österreich

Der Justizpalast ist aufgrund seiner prunkvollen Architektur und seines herrlichen Ausblicks auf Wien einen Besuch wert, Österreich - © FRASHO / franks-travelbox
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Der Justizpalast beherbergt nicht nur die bedeutendsten gerichtlichen Institutionen des Landes, sondern ist auch aufgrund seiner prunkvollen Architektur und seines herrlichen Ausblicks auf Wien einen Besuch wert.

Das eindrucksvolle Gebäude des Justizpalastes in Wien entstand in den Jahren 1875 bis 1881 und ist heute Sitz des Obersten Gerichtshofs, des Oberlandesgerichts, der Oberstaatsanwaltschaft, des Landesgerichts für Zivilrechtssachen und der Generalprokuratur. Die überwältigende Architektur des Justizpalastes südlich des Wiener Parlaments steht heute unter Denkmalschutz und beherbergt die Arbeitsplätze von über 600 Personen.

BILDER: Justizpalast in Wien

Errichtung des Justizpalastes in Wien

Das Design des schlossähnlichen Neorenaissance-Baus stammt vom österreichischen Architekten Alexander Wielemans von Monteforte, der unter anderem auch das Rathaus in Graz entwarf. Der Grundriss des Justizpalastes ist ein schlichtes Rechteck und misst 100 mal 80 Meter. Der oberste Stock wurde erst bei der Renovierung Ende der 1920er-Jahre aufgesetzt, als im Zuge der so genannten Julirevolte 1927 das Obergeschoß völlig ausbrannte. Eine Gedenktafel in der Aula des Justizpalastes erinnert bis heute an den tragischen Vorfall nach dem „Schattendorfer Urteil“, bei dem 84 Demonstranten und 5 Polizisten ums Leben kamen.

Die beiden Löwenstatuen, die neben dem Eingang über der Freitreppe des Justizpalastes thronen, wurden von Emanuel Pendl geschaffen, Wien, Österreich - © FRASHO / franks-travelbox
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Auch das monumentale Eingangsportal, das von zwei Löwen von Emanuel Pendl am oberen Ende der Freitreppe bewacht wird, wurde erst in dieser Zeit derart pompös gestaltet. Von 1945 bis 1955 war der Justizpalast Sitz der Interalliierten Kommandantur. 2007 erfolgte eine Erweiterung des Justizpalastes um Veranstaltungsräumlichkeiten, eine der größten Zentralbibliotheken Europas und ein Dachgeschoß, das jedoch von der Straße aus nicht zu sehen ist. Außerdem wurden die Räumlichkeiten des altehrwürdigen Baus mit dem neusten Stand der Technik versehen.

Besuch des Justizpalastes

Besonders eindrucksvoll anzusehen ist die dreistöckige Empfangshalle, die dank ihres Glasdachs sonnendurchflutet ist. Die zentrale Haupttreppe führt zu einer imposanten Statue der Justitia, der Göttin der Gerechtigkeit, die mit Gesetzbuch und vergoldetem Schwert auf den Besucher herabblickt. Gesäumt wird die Aula von kunstvoll geschmückten Arkaden, in denen die Wappen all jener Länder und Königreiche zu sehen sind, über die der Oberste Gerichtshof einst richten konnte.

Vom Justizcafé im obersten Geschoß des Justizpalastes eröffnet sich ein überwältigender Ausblick über die Dächer von Wien entlang der Ringstraße, Österreich - © FRASHO / franks-travelbox
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Ein weiteres Highlight, das der Justizpalast zu bieten hat, ist das Justizcafé im Dachgeschoß, welches einen überwältigenden Ausblick über die Dächer von Wien entlang der Ringstraße bietet. Vor allem abends wird das ehemalige Betriebsrestaurant zu einer eindrucksvollen Event-Location, die nicht für Hochzeiten, Jubiläumsfeierlichkeiten und Business-Cocktails, sondern auch für Präsentationen und Produktvorstellungen genutzt werden kann.

Weiterführende Links:

Offizielle Website des Justizcafés in Wien