Hofburg in Innsbruck, Österreich

Die prunkvolle Hofburg in Innsbruck entstand zum Großteil unter Kaiserin Maria Theresia und fungierte bis 1918 als Alpen-Residenz der Habsburger, Österreich - © Leonid Andronov / Shutterstock
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Die Hofburg in Innsbruck entstand zum Großteil unter Kaiserin Maria Theresia. Ihre prunkvollen Räumlichkeiten fungierten bis 1918 als Alpen-Residenz der Habsburger.

Wie jede echte Habsburgerstadt hat auch die Tiroler Landeshauptstadt Innsbruck eine Hofburg, die zu Kaiserzeiten der Monarchen-Familie als Residenz diente. Ihre prunkvollen Räumlichkeiten können heute im Zuge von Führungen besichtigt werden.

Entstehung der Innsbrucker Hofburg

Die Hofburg von Innsbruck geht auf eine mittelalterliche Burg zurück, die Erzherzog und Graf von Tirol Sigmund der Münzreiche im 15. Jahrhundert errichten ließ. Nachfolgende Herrscher, darunter auch der deutsche König und spätere Kaiser Maximilian I. ließen die Burg ausbauen. Ihr heutiges Erscheinungsbild im Stil des Wiener Hof-Rokoko geht zum Großteil auf Kaiserin Maria Theresia zurück, die wie in ihrer Hofburg in Wien auch in den Tiroler Alpen angemessen residieren wollte.

Obwohl die Monarchin nur zweimal in Innsbruck war, einmal auf der Durchreise und einmal zur Hochzeit ihres Sohnes Leopold. II. mit der spanischen Prinzessin Ludovica, erinnern heute nicht nur die Hofburg, sondern auch die Triumphpforte und die anschließende Maria-Theresien-Straße an die bedeutende Regentin. Bis zum Ende der Habsburger-Monarchie im Jahr 1918 wurde die Hofburg als kaiserliche Residenz genutzt, bevor sie in das Eigentum der Republik Österreich überging.

Besuch der Innsbrucker Hofburg

Die Hofburg von Innsbruck kann nur teilweise besichtigt werden, denn etwa 30 der rund 400 Räume beherbergen Privatwohnungen. Die prachtvollen Prunksäle sind allerdings für die Öffentlichkeit zugänglich.

Der wohl eindrucksvollste Raum ist der herrliche Festsaal mit Porträts von Maria Theresia, Franz Stephan und deren 16 Kindern. Der 30m lange, 13m breite und 11m hohe Saal wird nicht aufgrund seiner Größe, sondern wegen der Darstellung von Riesen auf Gemälden auch „Riesensaal“ genannt. Auch die Gemächer der Kaiserfamilie, diverse Salons und die Hofkapelle, die von Kaiserin Maria Theresia im Sterbezimmer ihres Gatten eingerichtet wurde, sowie der denkmalgeschützte Hofgarten um die Hofburg können besichtigt werden.

Der Andreas-Hofer-Saal erinnert daran, dass der Tiroler Freiheitskämpfer und Volksheld des frühen 19. Jahrhunderts während des Tiroler Volksaufstandes gegen die bayrische Besetzung in der Hofburg wohnte. Begraben ist Andreas Hofer in der benachbarten Hofkirche.

Weiterführende Links:

Eintrittspreise und Führungen in der Kaiserlichen Hofburg von Innsbruck