Donauinsel in Wien, Österreich

Die Donauinsel trennt seit 1988 die alte von der neuen Donau und ist einerseits als Naherholungsgebiet und andererseits als vielbesuchter Veranstaltungsort bekannt, unter anderem für das berühmte Donauinselfest.

Die Donauinsel zählt zu den Top 10 Sehenswürdigkeiten von Wien und den beliebtesten und meistbesuchen Naturerlebnissen, die Österreichs Hauptstadt zu bieten hat. Das ganze Jahr über lockt die Donauinsel mit Wiese, Wald und Wasser sowie zahlreichen Lokalen und Sportmöglichkeiten.

Anzeige

Jeden Sommer findet außerdem das mittlerweile legendäre Donauinselfest mit zahlreichen Live-Acts statt. Weitere groß angelegte Veranstaltungen sind die „Afrika Tage“ und diverse Open-Air-Konzerte, auf denen schon Madonna, U2 und Guns N’Roses zu Gast waren.

Entstehung der Donauinsel

Blick auf die Donau und die Donauinsel als Kulisse für die beleuchtete Autobahn A22 in der Dämmerung in Wien, Österreich - © Creativemarc / Shutterstock
© Creativemarc / Shutterstock

Die Donauinsel im Norden der Stadt ist bis zu 250 Meter breit und erstreckt sich mit ihrer Länge von 21 Kilometern von Wien bis ins benachbarte Klosterneuburg. Sie wurde von 1972 bis 1988 aufgeschüttet und „schuf“ die Neue Donau.

Damals erfüllte das „Entlastungsgerinne“ lediglich den praktischen Zweck eines Hochwasserschutzes. Um die Donauinsel zu begrünen wurden 170 Hektar Wald gepflanzt und Ökosysteme geschaffen, die es im Stadtgebiet in der Art nicht gab.

Somit wurde die Donauinsel zu einem wertvollen Refugium für zahlreiche Vogel- und Amphibienarten und sogar Rehe, Hasen und Biber siedelten sich an den unberührten Spitzen der Insel an. Der Hochwasserschutz funktioniert übrigens, selbst bei extremem Hochwasser sind die Donauinsel und ihre Ufer nun nicht mehr überschwemmt.

Urlaub auf der Donauinsel

Im Frühling und Herbst sind auf der idyllischen Donauinsel in Wien fast rund um die Uhr Jogger, Nordic Walker, Skater und Radfahrer anzutreffen, Österreich - © Bravavod161 / Shutterstock
© Bravavod161 / Shutterstock

Anzeige

Mittlerweile ist die Donauinsel zu einem beliebten Naherholungsgebiet an Alter und Neuer Donau geworden. Im Sommer verwandeln sich die Ufer in herrliche Badestrände mit Kinderspielplätzen, Wasserrutschen, Wakeboarding, Bootsverleihen und Beachvolleyball-Plätzen und an lauen Abenden laden zahlreiche Lokale zum draußen Sitzen, Essen und Trinken ein.

Tipp: Fragen zum Freizeit-Angebot auf der Donauinsel werden im Info-Center neben dem Wasserpark oder vom Info-Team beantwortet, das mit Elektrofahrrädern auf der Donauinsel unterwegs ist.

Ein besonderes Highlight für die Kleinen ist der kostenlos zugängliche Wasserspielplatz in dem nach Lust und Laune geplanscht und in Wasser, Matsch und Sand gespielt werden darf. Keine Sorge, die nächste Dusche ist nicht weit!

In zwei Grillzonen, die gratis benutzt werden dürfen, sowie auf insgesamt 15 anmeldepflichtigen Grillplätzen duftet es jeden Abend nach Kotelett, gebratenen Kartoffeln und Grillwürstchen. Tagsüber finden sich Einheimische und Touristen gleichermaßen an den Picknickplätzen ein, um die Sommerfrische zu genießen oder sich eine Pause vom Sightseeing zu gönnen.

Im Frühling und Herbst sind auf dem ausgedehnten Wegenetz der idyllischen Donauinsel fast rund um die Uhr Jogger, Nordic Walker, Skater und Radfahrer anzutreffen.

Tipp: Bei den Kilometern 17 bis 19 und 2 bis 5 liegen auf der Donauinsel zwei FKK-Badestrände, was in derartiger Nähe zu einer Großstadt weltweit nahezu einzigartig ist.

Wildwasserarena

Seit August 2013 ist auf Höhe der Steinspornbrücke oberhalb des Ruderzentrums ein 250m langer Wildwasserkanal in Betrieb, in dem durch Pumpen und künstliche Hindernisse Strömungen und Wellen in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden erzeugt werden.

Neben privatem Vergnügen für Rafter, Wildwasserschwimmer und Kajakfahrer finden hier im Jahr 2015 auch die Kanu-Wildwasserrennsport-Weltmeisterschaften statt. Ein Jahr zuvor wurden auf dem Wildwasserkanal die Europa-Meisterschaften im Kanu-Slalom abgehalten.

Sunken City

Die „Sunken City“ („Versunkene Stadt“) auf der Donauinsel ist von Mai bis September geöffnet und bietet mit ihren Restaurants, Bars und Clubs direkt am Wasser alles, was das Urlauberherz an einem lauen Sommerabend begehrt.

Der markante Leuchtturm, der sie schon von weitem sichtbar macht, fungierte 1989 auf der Bühne der Bregenzer Festspiele als Requisite für den „Fliegenden Holländer“.

Anzeige

Laufend finden Festivitäten und Events mit Live-Bands, DJs oder Tanzworkshops statt. Außerdem können in der Sunken City bis Mitternacht Tret- und Elektroboote für eine romantische nächtliche Ausfahrt auf der Donau gemietet werden.

Hochseil-Klettergarten

Im Donauinsel-Kletterpark können schwindelfreie Kletterer auf insgesamt 11 Stationen bis zu 10 Metern in die Höhe klettern. Von den obersten Plattformen bietet sich ein herrlicher Ausblick über die Donauinsel, die Donau und die städtische Umgebung Wiens. Helm und Sitzgurt können vor Ort ausgeliehen werden und ausgebildete Kletterlehrer unterstützen beim Erklimmen der Stationen und achten auf Sicherheitsstandards.

Donauinselfest

Alljährlich im Sommer wird die Donauinsel in Wien zum rockigen Schauplatz des größten Musikfestivals Europas, Österreich - © Tsui CC BY-SA3.0/Wiki
© Tsui CC BY-SA3.0/Wiki

Seit 1984 findet auf der Donauinsel jeden Sommer das mittlerweile legendäre Donauinselfest statt. Zahlreiche Live-Acts und drei Millionen Besucher aus dem In- und Ausland machen die dreitätige Show zum größten Musikfestival Europas. Kein Wunder, denn die zahlreichen Live Acts von Freitag bis Sonntag sind alle bei freiem Eintritt zu besuchen.

Entstehung des Donauinselfestes

Der Vorläufer des Donauinselfestes war das so genannte „kulturelle Frühjahresfest“ im Jahr 1983. Es wurde dank seinem Initiator SPÖ-Landesparteisekretär Harry Kopietz auf der damals noch nicht ganz abgeschlossenen künstlichen Donauinsel veranstaltet.

Statt der erwarteten 15.000 Besucher kamen jedoch 160.000 zu den drei dargebotenen Konzerten österreichischer Musiker. Aufgrund des großen Erfolgs wurde das Festival beibehalten. Anfangs noch um die Floridsdorfer Brücke und schließlich auf der Donauinsel.

Heute zieht sich das Donauinselfest über eine Länge von 4,5 Kilometern von der Reichsbrücke bis zur Nordbrücke. Rund 30 Bühnen, die vielfach von Vereinen, Rundfunk- und TV-Sendern gesponsert werden, bieten nahezu rund um die Uhr Live-Acts.

Anzeige

Zu sehen sind sowohl heimische Kleinkünstler, als auch internationale Bands und weithin bekannte Musikgrößen. Ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm aus Sport- und Familien-Veranstaltungen sorgt dafür, dass für jede Generation etwas dabei ist.

Rund 150 Verkaufs-, Informations- und Imbissstände untermalen das musikalische Spektakel, die jeweils an die 50.000 Euro einnehmen. Insgesamt spricht der Veranstalter von einem Umsatz von 40 Millionen Euro.

Zu den bekanntesten Stars, die bereits am Donauinselfest vertreten waren und auch die meisten Zuschauer anlockten, zählen Udo Jürgens (1992 vor 220.000), Falco (1993 vor 150.000), die Kelly Family (1995 vor 250.000), Christina Stürmer (2006 vor 180.000) und Rainhard Fendrich (2007 vor 200.000), der für den zwei Tage zuvor verstorbenen Georg Danzer einsprang.

Sicherheitsvorkehrungen am Donauinselfest

Die Mitnahme von Alkohol und Glasflaschen auf das Donauinselfest ist aus Sicherheitsgründen untersagt. Es werden außerdem nur Pfandbecher ausgegeben, um die Verschmutzung zu reduzieren. Dennoch hinterlassen die unglaublichen Menschenmassen nach wie vor exorbitante Müllberge auf der Donauinsel.

Neben der Polizei sorgen über 1400 ehrenamtliche Helfer für die Sicherheit der Besucher. Die Zu- und Abgänge sind videoüberwacht und auch die Aufgänge zur U-Bahn sind geregelt, um eine Überlastung zu vermeiden.

Weiterführende Links:

Offizielle Website der Donauinsel mit Freizeitangeboten, Badestränden und Grillplätzen
Offizielle Website der Sunken City auf der Donauinsel
Offizielle Website des Kletterparks auf der Donauinsel mit Öffnungszeiten und Eintrittspreisen
Offizielle Website des Donauinselfestes mit Programm und Terminen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
error: