Dom St. Jakob in Innsbruck, Österreich

Als Hauptkirche der Diözese Innsbruck und Teil des Tiroler Jakobsweges thront der Dom zu St. Jakob am östlichen Innufer, Österreich - © Lila Pharao / franks-travelbox
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Als Hauptkirche der Diözese Innsbruck thront der Dom zu St. Jakob am östlichen Innufer und beeindruckt seine Besucher mit spektakulärem Interieur und bedeutenden Grabstätten.

Der prächtige Dom St. Jakob ist die römisch-katholische Hauptkirche von Innsbruck. Er befindet sich am Ufer des Inn zwischen der Herrengasse und dem Goldenen Dachl gleich neben der Kaiserlichen Hofburg.

Die Geschichte des Innsbrucker Doms in aller Kürze

Der Dom zu St. Jakob wurde vermutlich bereits Ende des 12. Jahrhunderts errichtet. Seine älteste Abbildung ist ein Gemälde von Albrecht Dürer aus dem Jahr 1494, welches heute in der Albertina in Wien zu sehen ist. Die Bezeichnung des Doms geht auf den damaligen Schutzpatron zurück und weist auf seine Lage am Jakobsweg hin, eine der wichtigsten mittelalterlichen Pilgerstraßen, die an der Kathedrale in Santiago de Compostela in Spanien endet.

Das Innere des Innsbrucker Doms ist mit meisterhaften Fresken, Figuren, Stuckarbeiten, Säulen und Marmorplatten versehen, Österreich - © Lila Pharao / franks-travelbox
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Seit 1650 ist Innsbruck ein Wallfahrtsort, als das berühmte Marienbild von Lucas Cranach des Älteren in den St. Jakobs-Dom gelangte. 1846 wurde die Mariahilfglocke gegossen, die heute als zweitgrößte historische Glocke Tirols vom Nordturm aus jeden Freitag um 15:00 die Todesstunde Jesu verkündet. 1964, als Innsbruck zur eigenen Diözese wurde, stieg die St. Jakobskirche zur Bischofskirche auf und durfte sich fortan Dom nennen. 1982 wurde die Mariahilfglocke um das Innsbrucker Friedensglockenspiel erweitert, welches mit 48 Glocken das größte Glockenspiel Österreichs darstellt.

Besuch des Innsbrucker Doms

Im Zentrum des Hochaltars im Innsbrucker Dom befindet sich heute noch das berühmte Gnadenbild von Lucas Cranach, Österreich - © Lila Pharao / franks-travelbox
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Die eher schlicht gehaltene Fassade das Innsbrucker Doms ist nichts im Vergleich zu seinem prunkvollen Inneren. Scheinbar jedes Fleckchen Mauer ist hier mit meisterhaften Fresken, Figuren, Stuckarbeiten, Säulen und Marmorplatten versehen.

Neben Engel- und Heiligenstatuen zählen auch Vögel und Pflanzenranken zu den Verzierungen von Kapitellen und Gewölbe. Die drei Engel mit Kreuz, Herz und Anker, die die vergoldete Kanzel tragen, symbolisieren die drei göttlichen Tugenden Glaube, Liebe und Hoffnung.

Im Zentrum des Hochaltars im Innsbrucker Dom befindet sich heute noch das berühmte Gnadenbild „Mariahilf“ von Lucas Cranach, aufgrund dessen sich Innsbruck im 17. Jahrhundert zu einem wichtigen Wallfahrtsort entwickelte.

Grabstätten im Innsbrucker Dom

Die beiden bedeutendsten Gräber des St. Jakobs-Doms sind die letzten Ruhestätten von Maximilian III., auch Deutschmeister genannt, der im frühen 17. Jahrhundert Landesfürst von Tirol war, und Erzherzog Eugen von Österreich, Oberbefehlshaber der k.u.k.-Armee im Ersten Weltkrieg und letzter weltlicher Hochmeister des Deutschen Ordens.