Albertina in Wien, Österreich

Die Albertina im prachtvollen Palais Erzherzog Albrecht im Zentrum von Wien beherbergt eine der wichtigsten grafischen Sammlungen der Welt, Österreich - © Goran Bogicevic / Shutterstock
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Die Albertina im prachtvollen Palais Erzherzog Albrecht im Zentrum von Wien beherbergt eine der wichtigsten grafischen Sammlungen weltweit und zählt mittlerweile zu den zehn meistbesuchten Attraktionen von Wien.

Die Albertina im prachtvollen Palais Erzherzog Albrecht an der Südspitze der Hofburg ist neben dem Kunsthistorischen Museum das bedeutendste Kunstmuseum von Wien, wenn nicht sogar von ganz Österreich. Seine Gründung geht auf den Schwiegersohn von Kaiserin Maria Theresia zurück, den Herzog Albert Kasimir von Sachsen-Teschen. Dieser begann die grafische Sammlung in den 1770er-Jahren in der Burg von Bratislava in der Slowakei, wo er damals Statthalter war. Heute zählen Ausstellungen in der Albertina zu den Top 10 Sehenswürdigkeiten von Wien. 

Kurios: Rein zufällig wurde die Kunstsammlung laut Gründungsurkunde genau am 4. Juli 1776 ins Leben gerufen, also genau an jenem Tag, an dem auch die US-amerikanische Unabhängigkeitserklärung unterzeichnet wurde.

Anfänge der Sammlung in der Albertina

Im Jahr 1795 ließ Herzog Albert das heutige Palais Erzherzog Albrecht nach seinen Vorstellungen umbauen und brachte seine umfangreiche Sammlung darin unter. Nach seinem Tod im Jahr 1822 wurde das größte Wohn-Palais der Habsburger für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Dies war deshalb so bemerkenswert, da derartige Kunstaustellungen in der damaligen Zeit normalerweise nur dem Adel vorbehalten war. In die Albertina erhielt jedoch jeder Zutritt der „über eigene Schuhe verfügte“. Zwar war dies noch immer nicht der Großteil der damaligen Bevölkerung, jedoch deutlich mehr als ausschließlich Adelige.

Die Sammlung der Albertina wurden von den Nachfolgern Alberts, Karl, Albrecht und Friedrich, erweitert. 1919 gingen die Schätze der Albertina gemeinsam mit dem habsburgischen Familienfonds in den Besitz der Republik Österreich über, die auch die Schriften und Drucke der ehemaligen kaiserlichen Hofbibliothek hinzufügte. Als „Albertina“ sind sowohl die Sammlung als auch das Gebäude seit 1921 und mittlerweile weit über die Landesgrenzen bekannt.

Die Gemälde in der Albertina sind zum Großteil Leihgaben und stammen von großen Namen wie da Vinci, Picasso, Monet, Michelangelo, Rubens, Rembrandt, Klimt und Schiele, Wien, Österreich - © Bertl123 / Shutterstock
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Ausstellungen in der Albertina

Mit etwa einer Million druckgrafischer Blätter und an die 65.000 Zeichnungen beherbergt die Albertina heute eine der wichtigsten grafischen Sammlungen weltweit. Im 20. Jahrhundert war die Albertina nur wenige Stunden in der Woche geöffnet und verzeichnete kaum Besucher. Die empfindlichen Drucke durften außerdem kaum dem Licht ausgesetzt werden und wurden in erster Linie als Studienobjekte herangezogen. Mit Direktor Klaus Albrecht Schröder wurde dies ab 2001 allerdings anders.

Mittlerweile zählt die Albertina zu den zehn meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Wiens. In mehreren Ausstellungshallen werden außerdem immer wieder Kunstausstellungen mehrerer Sparten abgehalten, deren Exponate von der Spätgotik bis zur zeitgenössischen Kunst reichen. Die Gemälde, die in der Albertina zu bewundern sind, sind zum Großteil Leihgaben und stammen von großen Namen wie da Vinci, Picasso, Monet, Michelangelo, Rubens, Rembrandt, Klimt und Schiele. Unter ihnen ist zum Beispiel der berühmte „Feldhase“ von Albrecht Dürer zu finden, der nahezu jedem Schulkind von seinem Zeichenblock bekannt ist.

41.000 Zeichnungen und Aquarelle, 300 Skizzen, 43.000 Architekturzeichnungen und Pläne und 50.000 Fotografien und fotografische Apparate lassen das Herz des interessierten Besuchers höher schlagen. Auch die eindrucksvollen Räumlichkeiten der Albertina, zum Beispiel die Habsburgischen Prunkräume der damaligen Erzherzöge und Marie Christine, der Lieblingstochter von Kaiser Maria Theresia, können besichtigt werden. Die in leuchtenden Farben und teilweise noch mit Original-Mobiliar ausgestatteten Räumlichkeiten versetzen seine Besucher mit vergoldeten Schnitzereien und wertvollen Böden aus Rosen- und Ebenholz heute noch in Staunen.

Weiterführende Links:

Offizielle Website der Albertina in Wien