Lofoten, Norwegen

Panorama auf den Lofoten, einer landschaftlich beeindruckenden Inselgruppe aus ca. 80 Inseln an der Westküste Norwegens - © FRASHO / franks-travelbox
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Die Lofoten bestehen aus ca. 80 Inseln und liegen an der Westküste Norwegens. Die spektakulären Inselberge haben polare Faszinationen wie Mitternachtssonne und Nordlichter zu bieten.

Die Lofoten sind eine landschaftlich beeindruckende Inselgruppe an der Westküste Norwegens und bestehen aus ca. 80 Inseln. Vom Festland sind sie durch den Vestfjord getrennt. Die Lofoten wurden erstmals schon vor 6.000 Jahren besiedelt. Heute leben hier noch ca. 25.000 Menschen.

BILDER: Lofoten

 

Die Landschaft der Lofoten ist beeindruckend: das königsblaue Meer, bis zu 1.000 Meter hohe Berge, malerische Seen, weiße Sandstrände, kleine Fischerhütten – all das verschmilzt zu einer Symbiose, die nicht in Worte gefasst werden kann, man muss den Zauber der Lofoten schon selbst erleben. Dazu kommt die fantastische Lage hoch im Norden: Die Lofoten liegen ca. 100 – 300 Kilometer nördlich des Polarkreises, also etwa auf der „Höhe” Grönlands. Mittlerweile kann man jede einzelne der spektakulären Inselberge vom Festland aus auf dem Straßenweg über Brücken und Tunnel erreichen.

Jede einzelne Insel der spektakulären Lofoten kann mittlerweile vom Festland aus über Brücken und Tunnel erreicht werden, Norwegen - © FRASHO / franks-travelbox
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Fischfang und Sommertourismus

Der Fischfang und die damit zusammenhängende Industrie ist – neben dem Sommertourismus – die wichtigste Einnahmequelle der Lofotinger. An die 5.000 Seeleute fangen in der Zeit von Januar bis April Millionen von Fischen, überwiegend wird Kabeljau und Dorsch. Was nicht sofort an Bord der Schiffe verarbeitet wird, wird anschließend auf den Lofoten zu Trockenfisch verarbeitet. Überall auf der Insel sieht man große Trockengestelle an denen in der Fangsaison der Fisch paarweise zusammengebunden zum Trocknen aufgehängt wird.

Um die Lofoten wirklich kennen zu lernen muss man sich Zeit nehmen. Planen Sie also genug Zeit dafür ein. Wer nur ein bis zwei Tage auf den Inseln ist, wird nicht viel von der faszinierenden Stimmung aufnehmen können. Wenn dann noch Pech dazu kommt, hat man zwei Tage Regenwetter und sieht von der fantastischen Landschaft de facto nichts. Das nennt man dann “die Rache der Lofoten”.

Vom 27. Mai bis 17. Juli wird die West- und Nordseite der Lofoten in Norwegen von der Mitternachtssonne erhellt - © FRASHO / franks-travelbox
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Die Mitternachtssonne

Die meisten Touristen kommen im Sommer auf die Lofoten um die Mitternachtssonne zu erleben. Diese zeigt sich vom 27. Mai bis 17. Juli auf der West- und Nordseite der Lofoten. Zu dieser Zeit ist es auf den Straßen – speziell auf der Europastraße 10 – sehr voll. Wohnmobile soweit das Auge reicht. Wer diesen Rummel vermeiden möchte, sollte seine Reise vor oder nach dem Sommer legen. Dann ist es um einiges ruhiger und angenehmer. Die Sonne geht zwar für ein bis zwei Stunden unter, aber es bleibt trotzdem noch genügend Tageslicht für Aktivitäten.

Wikingermuseum Lofotr beim Ort Borg

Das Wikingermuseum ist eine Ausgrabungsstätte auf der Insel Vestvågøy. 1980 wurde ein 80 Meter langes Häuptlingshaus und entdeckt, das anschließend großzügig renoviert wurde. Vom Häuptlingshaus führt ein Spazierweg zum Ufer wo man noch ein Bootshaus und ein nachgebautes Wikingerschiff besichtigen kann.

Wikingermuseum Lofotr beim Ort Borg ist eine Ausgrabungsstätte auf der Insel Vestvågøy mit einem 80 Meter langen Häuptlingshaus, Norwegen - © FRASHO / franks-travelbox
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Nordlichter

Die spektakulären Nordlichter können in einigen Gegenden hervorragend beobachtet werden. Die Lofoten gehören zu den besten davon. In Laukvik wurde ein Polarlichtzentrum mit interessanten Vorträgen über das Nordlicht eingerichtet. Wer das atemberaubende Lichtspektakel auf keinen Fall versäumen möchte, kann sich auch eine automatische SMS zusenden lassen, wenn das Polarlicht wieder einmal am Himmel tanzt. Die besten Chancen das Polarlicht zu sehen hat man in kalten Nächten zwischen Oktober und März.

Das Fischerdorf Nusfjord

Das zauberhafte Fischerdorf Nusfjord stammt aus dem 19. Jahrhundert und ist in seiner einheitlichen Holzbauweise die besterhaltene historische Siedlung auf den Lofoten. Der Dorfcharakter von damals strahlt mit Fischerhütten und traditionellen Wirtschaftsgebäuden ein ganz besonderes Flair aus. Ein Rundgang lohnt sich. Wer das Fischerdorf ausgiebig erkunden möchte, kann die Nacht auch in einem kleinen Fischerhaus, genannt „Rorbuer”, verbringen.

BILDER: Nusfjord auf den Lofoten

Auf den Lofoten mit dem Fahrrad

Sportliche Aktivitäten kann man auf den Lofoten das ganze Jahr ausüben. Ein perfekte Gelegenheit, die Inseln kennenzulernen, bietet das Fahrrad. Das Gelände der Lofoten ist relativ einfach zu befahren, wichtig ist aber eine gute Ausrüstung und eine entsprechend dem kühlen Wetter angepasste Bekleidung. Der Hochsommer ist eher zu vermeiden, will man nicht permanent von Wohnwagen und Wohnmobilen an engen Stellen überholt werden.

Als Alternative für das Fahrrad bieten sich viele abwechslungsreiche Wanderwege an. Wer gerne alpin klettert ist hier auch gut aufgehoben. Im Ort Henningsvær gibt es eine eigene Kletterbasis. Wer dann noch nicht genug hat, kann das Radfahren, Wandern und Klettern noch mit einer unvergesslichen Kajaktour auf dem Meer kombinieren.

Weiterführende Links:

Offizielle Reiseportalseite für Norwegen über die Lofoten
Private Website mit vielen interessanten Infos zu den Lofoten