Palais Princier, Monaco

Das prachtvolle Palais Princier am Ufer des Mittelmeers ist seit Jahrhunderten Sitz der Fürsten von Monaco. Einige der spektakulären Räumlichkeiten sind für Besucher zugänglich.

Der Palais Princier im Fürstentum Monaco ist die offizielle Residenz des Fürsten von Monaco. Der auch „Fürstenpalast der Grimaldis“ genannte Prachtbau im Stil Ludwigs XIV. thront auf dem Felsen „Le Rocher“ in Monaco Ville, der wunderschönen Altstadt Monacos.

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Auf dem „Le Rocher“ am Mittelmeer wurde von den Genuesen bereits im Jahr 1191 die erste Befestigungsanlage errichtet, die im 15. Jahrhundert zu einer Garnison ausgebaut wurde.

Entstehung des Palais Princier

Angeblich bat im Jahr 1297 François Grimaldi als Mönch verkleidet Einlass in die Festung, der ihm auch gewährt wurde. So konnte das mächtige Bollwerk von der Familie Grimaldi eingenommen und zu ihrer Festung gemacht werden.

Die Herrscher von Monaco wollten jedoch nicht länger in einer mittelalterlichen Burg leben und nach und nach entstand das prachtvolle Palais Princier, das Besuchern noch heute Ausrufe des Staunens entlockt. Das barocke Hauptportal mit dem Grimaldi-Wappen wurde im 17. Jahrhundert von Louis I. von Monaco errichtet. Die 30 Stufen der prachtvollen Treppe zum Portal wurden aus einem einzigen Block aus feinstem Carrara-Marmor gefertigt. Auch die Böden des Palastes bestehen aus dem wertvollen Gestein Italiens. Die kunstvollen Heldentaten des Herakles in der Loggia stammen von Orazio de Ferrari, ebenso wie die meisterhafte Darstellung der Auslieferung an Alexander den Großen an der Decke des Thronsaals. Die barocke Inneneinrichtung wurde von Fürst Charles III. veranlasst.

Von der ursprünglichen Burg aus dem frühen 12. Jahrhundert sind an der heutigen rechten Fassade des Palais Princier noch drei restaurierte Türme erhalten geblieben. Durch die ständigen Erweiterungen ist der Palais Princier ein eindrucksvoller Stilmix vom Mittelalter bis zum 19. Jahrhundert.

Besuch im Palais Princier

Einige der eindrucksvollen Räumlichkeiten des Palastes sind für Besucher zugänglich, ebenso wie das Napoleon-Museum, welches sich im vorderen Teil des Palais Princier befindet. Zu den prächtigsten Räumlichkeiten gehört neben dem prachtvollen Thronsaal auch die Spiegel-Galerie, deren hintereinander gereihte Spiegel dem Saal eine unendliche Weite verliehen. Dahinter befinden sich der Blaue Salon und der Rote Salon, deren Wände mit wertvollem Seidenbrokat geschmückt sind, der York-Raum mit einem kostbaren Marmortisch und Gemälden der vier Jahreszeiten von Gregorio de Ferrari, der Gelbe Salon, das Schlafgemach von Ludwig XV, und der Mazarin-Salon, benannt nach dem französischen Kardinal Jules Mazarin, dessen Gemälde inmitten von vergoldeten Holztäfelungen über dem Kamin hängt. All diese Räume befinden sich in einer Flucht. Durch die gegenüberliegenden Türen schritten die monegassischen Fürsten einst von einem Prunkraum in den nächsten.

Ein Audioguide führt durch die eindrucksvollen Säle und informiert über die Geschichte der Grimaldis. Den Abschluss des Palastspaziergangs bildet ein Besuch der Museen, in dem unter anderem Picassos berühmtes Werk „Krieg und Frieden“ zu sehen ist.

Tipp: Wählen Sie den Zeitpunkt für eine Tour durch den Palast so, dass Sie um kurz vor 12 Uhr mittags der täglichen stattfindenden Zeremonie der Wachablöse beiwohnen können.

Zu bedeutenden Anlässen ist der Innenhof für Besucher geöffnet, so zum Beispiel Hochzeiten oder Geburtstag der Familie Grimaldi. Auch das alljährliche Weihnachtsfest für Kinder findet im Palais Princier statt.

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Weiterführende Links:

Offizielle Website des Palais Princier in Monaco inkl. Öffnungszeiten und Eintrittspreise (englisch)

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