Kloster Lešok, Mazedonien

Das Kloster Lešok in der Nähe der Stadt Tetovo im Nordwesten Mazedoniens stammt aus dem 14. Jahrhundert und beherbergt wertvolle Fresken und Ikonen - © Ljupco Smokovski / Fotolia
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Das Kloster Lešok in der Nähe der Stadt Tetovo im Nordwesten Mazedoniens stammt aus dem 14. Jahrhundert und beherbergt wertvolle Fresken und Ikonen.

Das Kloster Lešok befindet sich in der Nähe der Stadt Tetovo im Nordwesten Mazedoniens. Nahe der Grenze zum Kosovo gelegen, ist das Kloster Lešok etwa 8km von der Stadtgrenze entfernt.

Der orthodoxe Klosterkomplex stammt aus dem 14. Jahrhundert und wurde Anfang des 19. Jahrhunderts vom mazedonischen Gelehrten Kiril Pejcinovic restauriert und ausgebaut. Die Klosterbibliothek geht ebenfalls auf ihn zurück. Seine Grabstätte ist heute auf dem Klosterareal zu finden. Neben den Klosterbauten beherbergt die Anlage zwei Kirchen aus dem 14. Jahrhundert.

Das Kloster Lešok in der Nähe der Stadt Tetovo im Nordwesten Mazedoniens stammt aus dem 14. Jahrhundert und beherbergt wertvolle Fresken und Ikonen - © Ljupco Smokovski / Fotolia
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Kirche Sveti Bogorodica (Heilige Mutter Gottes)

Die historische der beiden Kirchen wurde im Jahr 1326 im byzantinischen Stil erbaut und ist ein hervorragendes Beispiel für die damalige traditionelle Architektur. Die eher unscheinbare Steinkirche ist der Heiligen Mutter Gottes („Sveti Bogorodica”) gewidmet und beherbergt kostbare Ikonen. Mitte des 17. Jahrhunderts wurde sie unter Bischof Nikanor von Skopje-Polog renoviert.

Die Innenräume der Kirche sind mit drei Schichten von wertvollen Fresken geschmückt. Die unterste Schicht stammt aus der Zeit ihrer Gründung, die zweite aus dem 17. Jahrhundert und zum dritten Mal wurden die Innenräume der Kirche im Jahr 1879 übermalt. Das letzte Mal waren die beiden Künstler aus der Region im Galičnik im Nordwesten Mazedoniens und trugen die Namen Mihail und Panajot.

Kirche Sveti Atanas (Hl. Athanasius)

Die imposantere der beiden Kirchen des Klosters Lešok ist jedoch die Kirche des heiligen Athanasius („Sveti Atanas”), dessen mächtige Türme und eindrucksvolles Portal schon von weitem sichtbar sind. Sie wurde im Jahr 1335 erbaut und 1924 großzügig renoviert.

Viele der originalen Marmorstatuen des Klosters Lešok können heute im Museum von Tetovo bestaunt werden. Im 19. Jahrhundert erinnerte man sich an die frühere Bedeutung des Klosters und ließ das alte Klosterleben wiederauferstehen. Mit der wiederbelebten Klostertradition und der umfassenden Bibilothek entwickelte sich das Kloster Lesok erneut zu einem Zentrum von Religion und Kultur. Die ehemaligen Schlafräume der Mönche wurden restauriert und stehen heute Touristen als Unterkunft zur Verfügung.