Place Guillaume II (“Knuedler”) in Luxemburg Stadt, Luxemburg

Der zentrale Place Guillaume II mit dem Reiterstandbild von Wilhelm II., im 19. Jahrhundert König der Niederlande und Großherzog von Luxemburg - © MihaiBogdanLazar/Shutterstock
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Am Place Guillaume II, auch als „Knuedler“ bekannt, im Zentrum von Luxemburg-Stadt finden vor der neoklassizistischen Fassade des Luxemburger Rathauses Märkte, Konzerte und Festivitäten statt.

Zwei Straßen westlich des monumentalen Großherzoglichen Palais in der Altstadt von Luxemburg Stadt öffnet sich der weitläufige Place Guillaume II. Benannt nach Wilhelm II., von 1840 bis 1849 König der Niederlande und Großherzog von Luxemburg, erinnert auch ein bronzenes Reiterstandbild an den einstigen Herrscher.

Am Place Guillaume II findet jeden Mittwoch und Samstag der bunte Wochenmarkt statt, auf dessen Ständen frisches Obst und Gemüse, Fisch, Käse und Blumen angeboten werden. Weiters werden Freilichtkonzerte und Festivitäten, darunter das berühmte Rock-Festival „Rock um Knuedler”, am Place Guillaume II veranstaltet.

Rathaus von Luxemburg

Heute thront am Südende des Place Guillaume II das „Hôtel de Ville”, das Rathaus von Luxemburg. Das neoklassizistische Gebäude wurde von 1830 bis 1838 zum Großteil aus Steinen des alten Franziskanerklosters erbaut. 1844 wurde es von Großherzog Wilhelm II. eingeweiht, nach dem Ende der Belgischen Revolution. Die beiden stolzen Bronze-Löwen, die die äußere Treppe des Rathauses flankieren, wurden im Jahr 1931 errichtet.

Das Rathaus von Luxemburg am Place Guillaume II, auch "Knuedler" genannt, stammt aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts - © Phillip Minnis / Shutterstock
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Knuedler?

Der Place Guillaume II wird von den Luxemburgern „Knuedler” genannt. Dieser Spitzname rührt vom „Knued”, dem Knoten des Gürtels der Franziskaner-Mönche her, deren Kirche und Kloster sich seit dem 13. Jahrhundert auf dem Platz befanden. Im Jahr 1797 allerdings wurde die Klosteranlage von den Franzosen beschlagnahmt und unter Napoleon in kleinen Stücken veräußert. In den folgenden Jahrzehnten wurde der Platz nach Plänen des belgischen Architekten Justin Remont völlig neu angelegt.