Kathedrale Notre Dame in Luxemburg Stadt, Luxemburg

Die Kathedrale Notre Dame in der Altstadt von Luxemburg ist die einzige Kathedrale des Landes - © Pecold / Shutterstock
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Die monumentale Kathedrale Notre Dame in der Luxemburger Altstadt ist die einzige Kathedrale des Landes und mit ihren beiden spitz zulaufenden Türmen kaum zu übersehen.

Die Kathedrale Notre Dame thront an der Rue Notre Dame im Süden der Luxemburger Altstadt. Das monumentale Gotteshaus ist die einzige Kathedrale in Luxemburg und wird auch als „Krone der Altstadt” bezeichnet.

Geschichte der Kathedrale Note Dame

Die Ursprünge der Kathedrale gehen bis ins Jahr 1613 zurück, damals entstand der Kathedrale Notre Dame eine Jesuitenkirche. Der Baumeister der Kirche war damals Ulrich Job aus Luzern. Der Kern der heutigen Kathedrale, die auch Mariendom genannt wird, stammt aus dem 18. Jahrhundert. 1773, nachdem die Jesuiten Luxemburg verlassen hatten, stiftete Maria Theresia von Österreich die Kirche der Stadt, damals wurde sie dem Heiligen Nikolaus und der Heiligen Theresa geweiht.

Das Interieur der Kathedrale von Notre Dame in Luxemburg Stadt wird durch die bunten Glasfenster von einem mystischen Schein erhellt - © Scirocco340 / Shutterstock
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Seit 1848 heißt die Kirche Notre Dame und 1870 wurde sie von Papst Pius IX. zur Kathedrale ernannt. Die letzte Renovierung des Gotteshauses erfolgte in den 1930er-Jahren, im Zuge dessen sie unter dem luxemburgischen Architekt Hubert Schumacher auch großzügig erweitert wurde. Die Herausforderung, die Zubauten der Kathedrale harmonisch in die architektonische Umgebung einzufügen, wurde hervorragend gemeistert.

Besuch der Kathedrale von Notre Dame

Die eindrucksvolle Orgel auf der Westempore der Kathedrale von Notre Dame stammt aus dem Jahr 1880 und wurde 1929 erweitert, Luxemburg Stadt - © Jaroslav Moravcik / Shutterstock
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Die Kathedrale Notre Dame ist ein Meisterwerk der spätgotischen Architektur, weist aber auch Elemente und Verzierungen aus der Renaissance auf. In ihrem Inneren thront ein prächtiger Hauptaltar mit einer vergoldeten Statue der Mutter Maria. Barocke Engel aus sanftweißem Alabaster, die im frühen 17. Jahrhundert vom Freiberger Künstler Daniel Müller geformt wurden, musizieren zwischen polierten Blättern und Blüten.

Die eindrucksvolle Orgel auf der Westempore stammt aus dem Jahr 1880 und wurde 1929 erweitert. Ihre satten Klänge können noch durch eine zweite, kleinere Orgel ergänzt werden. Ebenfalls volle Töne erzeugen die 11 Glocken im Westturm der Kathedrale, der schon zur Jesuiten-Kirche gehörte. Der Ost- und der zentrale Kirchturm wurden erst im Zuge der Erweiterung in den 1930er-Jahren angefügt, wobei letzterer nur ein Drittel der Höhe der anderen beiden Türme aufragt.

Durch die farbigen Glasfenster erleuchtet das Sonnenlicht in sanften Strahlen den großzügigen Innenraum. In der Krypta der Kathedrale Notre Dame sind unter anderen berühmten Persönlichkeiten einige Großherzoginnen von Luxemburg bestattet.

Weiterführende Links:

Offizielle Website der Kathedrale Notre Dame von Luxemburg